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Projekt Kernkraftwerk Gösgen II

Projekt Kernkraftwerk Gösgen II

by Benedikt Jorns

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Comments

Benedikt Jorns, on June 11, 2008, said:

Links im Bild sieht man das bestehende KKW Gösgen I mit seinem 150m hohen Kühlturm. Rechts davon würde das geplante KKW Gösgen II stehen. Sein 60m hoher Hybrid-Kühlturm wäre weitgehend ohne Dampfwolke. Gemäss realistischen Schätzungen würde es seinen Betrieb um 2025 aufnehmen. Falls sich ein Versorgungsengpass abzeichnen sollte und die aufschiebende Wirkung von Einsprachen aufgehoben würde, ist eine Inbetriebnahme um 2020 denkbar.

Neben diesem Projekt von Atel werden 2008 noch die beiden Projekte von Axpo und BKW vorgestellt und die entsprechenden Gesuche eingereicht. Es ist zu hoffen, dass die dadurch ausgelöste Diskussion über die Zukunft der Kernenergienutzung in der Schweiz sachlich bleibt und berechtigte Argumente der Gegenpartei auch angehört werden. Einerseits gibt es neben den Grünen auch andere umweltbewusste Bürger(innen) in unserem Land, welche versuchen, die nicht ganz so einfachen Zusammenhänge bei der Energieversorgung und beim Umweltschutz zu verstehen. Andrerseits dürfen wirtschaftliche Interessen nie in krassem Widerspruch zu einem langfristig nachhaltigen und umweltverträglichen Verhalten von uns Menschen stehen.

Georg Auster, on June 12, 2008, said:

Interesante ansicht ich bin für kernenergie und für technischen fortschritt

Benedikt Jorns, on June 17, said:

14.06.2009 – Artikel in verschiedenen Schweizer Zeitungen:

“Neue AKW: Stromkonzerne schalten auf stur

Bis Ende Juni sollten sich die drei grossen Stromkonzerne auf zwei Standorte für ein neues AKW einigen. Doch alle beharren auf dem eigenen Projekt. Die Sache ist verzwickt, und die Zeit eilt. Jeder der drei grossen Stromkonzerne will ein neues Atomkraftwerk bauen: Alpiq in Gösgen (SO), Axpo in Beznau (AG) und die BKW in Mühleberg (BE). Alpiq hat das Gesuch Anfang Juni 2008 eingereicht, Axpo und die BKW gemeinsam Ende 2008. Seit zwölf Monaten versichern die drei Konzerne, dass sie sich auf zwei Standorte einigen werden. Als Termin hat ihnen der Bundesrat Ende Juni 2009 vorgegeben: Wenn bis dann ein Gesuch zurückgezogen werde, könnten die beiden andern rascher behandelt werden.“

Das Bewilligungsverfahren und der Bau von Kernkraftwerken dauern in unserer direkten Demokratie sehr lange. Kein anderes Land benötigt dazu fast 20 Jahre. Die Entwicklung des Stromverbrauchs während dieser Zeit ist schwierig vorauszusehen. Es gibt mehrere Gründe dafür, dass in den kommenden Jahren eine spürbare Verlagerung von den fossilen Heiz- und Treibstoffen zur elektrischen Energie stattfinden wird. Neubauten werden zunehmend mit strombetriebenen Wärmepumpen ausgerüstet (parallel zur Einführung des Minergie-Standards). Autos mit Elektroantrieb und Lithium-Ionen-Batterien für einen Aktionsradius bis zu ca. 200km sind von mehreren bekannten Herstellern bereits ins Programm der nächsten Jahre aufgenommen worden. Für längere Fahrten werden Brennstoffzellen weiterentwickelt. Der dabei benötigte Wasserstoff wird für den Strassenverkehr am effizientesten direkt bei den Tankstellen mit Elektrolyse (und damit elektrischer Energie) hergestellt.

Die eigentliche Bauphase eines Kernkraftwerks dauert nur etwa fünf Jahre. Die Projektierungsphasen und vor allem das mehrstufige Bewilligungsverfahren mit allen sich abzeichnenden politischen Seilziehen dauern wesentlich länger. Um die Unsicherheit bei der Abschätzung des zukünftigen Stromverbrauchs zu entschärfen, gibt es nur eine Methode: Genügend Projekte zeitlich versetzt vorantreiben, deren Realisierung vom unmittelbar vor dem Baubeginn besser abschätzbaren Strombedarf abhängig ist. So wird auch die Weiterentwicklung der Reaktortechnik berücksichtigt. Parallel dazu sind zusammen mit engagierten Umweltschützern Projekte zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen zu verwirklichen und Impulse zu setzen, um die Energieeffizienz zu erhöhen. Nur so ist es allenfalls möglich, auf das eine oder andere Atomkraftwerk verzichten und die Stromversorgung in unserem Land trotzdem garantieren zu können.

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