Heute wollen wir uns einem bergischen Idyll zuwenden, und zwar dem Haus Huckenbach No. 5 im Quartier Ronsdorf Nord. Wir sehen den typisch "Bergischen Dreiklang": grüne Türen und Fensterläden, weißes Lehmgefache (respektive weiße Tür- und Fenstereinrahmungen) und schwarze Balken (andernorts schwarzen Schiefer). Es ist eine schlichte, aber schöne Fassade ohne aufwendigen Zierrat, seit 1987 unter Denkmalschutz stehend: ländlich sittlich! Und dennoch lebte hier eine angesehene Barmer Familie. Errichtet wurde das Wohnhaus in der zweiten Hälfte des 19. Jhd. für den Kommerzienrat Dr.-Ing. Max Albert Molineus (alter Barmer Stadtadel) und seine Frau Anna-Marina geb. de Weerth (vom Rittergut Slupowo in der Prov. Posen, Reg.-Bez. Bromberg). Molineus war 1917 der Vereiniger der Handelskammern von Barmen und Elberfeld (heute: IHK Wuppertal-Remscheid-Solingen mit Sitz am Islandufer / Alexanderstraße in Elberfeld) und für drei Jahren deren Präsident, sowie Mitbegründer der alten Barmer Bergbahn.
Eine Hucke ist im altniederdeutschen Sprachgebrauch übrigens eine Unke (Kröte). Das gleichnamige Bächlein fließt in die Gelpe, welche bei Steffenshammer in den Morsbach übergeht, der wiederum in die Wupper entwässert, welche bei Leverkusen-Wiesdorf in den Rhein mündet....
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