Erläuterung Kunstgestänge Bad Kösen

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Comments (6)

Schwiemonster2 on October 30, 2008

Das Bad Kösener Kunstgestänge ist als Doppelfeldgestänge einmalig in Europa.

Vom Wasserrad wird die Kraft durch das doppelte Gestänge über 180 Meter zum Solschacht übertragen. Die einzelnen Balken sind ca. 9 Meter lang und durch Schlösser miteinander verbunden.

Zahl der Pendelstützen : 2 x 27

Zahl der Spiele pro Minute 8 - 9 max.

Kurbelradius 45 cm

Geschwindigkeit pro Spiel 40 cm/s max.

vp2_hmbg on November 2, 2008

Scheahh, Ellen, hab so gerade ein bischen verstanden, dass da Kraft übertragen wird bis in 180m Entfernung, und dann gibts da noch Pendelstützen ??? Mmmh, was machen die da mit der Kraft? Also drehen sich da die Balken, oder schwingt (pendelt) das Ganze hin und her? Ist das noch in Betrieb? Rätsel, rätsel. Das vorhergehende Foto bringt mich da auch nicht viel weiter, Ellen, kannst Du da evtl. nachhelfen?

LG, Volker

Schwiemonster on November 2, 2008

Hallo Volker, wenn es dich interessiert, beim Übernächsten Bild ist ein Link bei den Kommentaren über das Gradierwerk! Das Gestänge bewegt sich in Längsrichtung hin und her! Aber die genaue Technik liest du vielleicht doch lieber im Link ;-))

LG. Ellen

vp2_hmbg on November 2, 2008

Danke, Ellen, mein Durchblick ist enorm verbessert :). Weiss nun endlich was ein Gradierwerk ist, ich glaube so etwas steht/ stand hier oben auch - in Lüneburg. Muss ich doch mal wieder besuchen. Und dass das Gestänge sich hin und her bewegt, läßt den Schluss zu, daß es sich um Kolbenpumpen handelt, die die Sole nach oben bringt. Das Ganze ist wie richtig bemerkt Handwerkskunst im besten Sinn, da können Techniker von heute nur staunen.

LG, Volker

Schwiemonster on November 2, 2008

Was für ein schöner Tagesanfang Volker :-))

Es ist leider so, dass das Pumpwerk nur noch zu Schauzwecken läuft ansonsten fördert eine elektrische Pumpe. Die Anwohner am Gestänge dürften allerdings sehr froh sein! Es entsteht bei dem Geschiebe nämlich ein enormes knarrendes Geräusch, das früher Tag und Nacht zu hören war!

LG. Ellen

vp_hmbg on November 4, 2008

Aha, Ellen, nun ist ja alles klar :)). Aber im Ernst, es ist schon bewundenswert, was die Menschen im vorindustriellen Zeitalter so an mechanischen "Wunder"-werken erschaffen haben. In einem (Museums)-Bergwerk im Harz wird dem Besucher auch eine spezielle Holzkonstruktion vorgeführt, mit der die Bergleute früher in den Schacht "fuhren". Es ist in St. Andreasberg die Grube Samson. Das Ganze besteht mehr oder weniger aus 2 Leitern (oder so was Ähnlichem), die nebeneinander in die Tiefe führen d.h. hängen und mittels einem Wasserrad auf und ab bewegt werden. Da sie gegensinnig laufen, brauchten die Bergleute nur ständig von einer zur anderen Leiter zu wechseln, immer wenn diese an ihrem jeweiligen oberen bzw. unterem Totpunkt waren. Also man betrat eine Leiter immer nur wenn sie abwärts ging, bzw. umgekehrt am Schichtende bei der Aufwärtsbewegung und kam so ohne große Anstrengung wieder über Tage. Noch so eine Sehenswürdigkeit, die ich noch mal besuchen (und fotografieren) muß. Hab soeben in Google nachgesehen, da findet sich Weiters unter dem Stichwort Wasserräder oder Fahrkunst. (Es verblüfft mich immer wieder, daß man zu Allem und Jedem in diesen Internet-Suchmaschinen fündig wird, es gibt einfach keine "Geheimnisse" mehr;-)

LG, Volker

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Photo details

  • Uploaded on October 30, 2008
  • © All Rights Reserved
    by Schwiemonster2
    • Camera: OLYMPUS IMAGING CORP. SP560UZ
    • Taken on 2008/09/15 16:51:10
    • Exposure: 0.017s (1/60)
    • Focal Length: 5.28mm
    • F/Stop: f/4.000
    • ISO Speed: ISO50
    • Exposure Bias: -0.70 EV
    • No flash

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