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2008: Willkommen in der Weltkulturerbestadt Potsdam!
... und dann ausgerechnet das eingefangen, was ich grad so "liebe" an Potsdam. Ein 4-Geschosser, Gründerzeit, Jugendstil. Daneben dann ein Not-Bau. 3 Geschosse sind schon viel. Mit Teer-Papp-Flachdach. Ich meine, das hat alles so seine historisch-wirtschaftlichen Hintergründe. Aber Bauämter hat's doch schon immer gegeben ...
So, die besseren Häuser, die hier standen und auch großstädtischer wirkten, haben sie abgerissen. Das Ganze dann als Blick aus dem Bahnhof. Nur was für die Graue Gallerie. LOL
Schön geschrieben, Sax! Ich hab' meine "grauen(haften)" Photos lieber ausgelagert, um zarte Seelen nicht zu verstören und damit die, die solchen Bildern etwas abgewinnen können, nicht erst lang suchen müssen... : - D
Zur Szenerie wie Du sie beschreibst gehört vielleicht noch das weißgestrichene Erdgeschoß: ob das noch von Honneckers Besuch (1986, glaub' ich) stammt? Wohl kaum - aber Potemkins Geist ist's allemal - und den gibt's offenbar zu allen Zeiten...
Kann mich noch dran erinnern, obwohl ich noch ziemlich jung war. Die Potemkinschen Dörfer (besonders "Leninallee" und "Charlottenstraße" (wie hieß die noch früher - Wilhelm Pieck, stimmts?) haben mich damals sehr beedinruckt! (Wir wußten damals irgendwie aus der Schule sogar, was ein "Potemkinsches Dorf" ist - und dann machen die sowas selbst!!!)
Alles richtig. Aus Lenin ist Zeppelin geworden, mit unmöglich viel Verkehr. Weil viele hier arbeiten, die auf billigem Bauland (Glindow, Geltow usw.) gebaut haben und jetzt pendeln.
Charlottenstraße: Auch so ein Vorhaben, wo sich die Stadtväter schwer getan haben. Wie überhaupt, man hat ja das Zentrum weitgehend entvölkert. Teure Parkgebühren, die ewige Bauerei und so viel Shopping Malls, dass da keiner mehr einkauft. Jetzt hat man vor paar Jahren es endlich nach vielem Hickhack das Karstadt (das alte CENTRUM) wieder hinzustellen, nu ist der Konzern pleite.
Selbiger hat sich ja von dem letzten hier oben um die Ecke ansässigen Kaiser seine Revoluzze bezahlen lassen. Schlechtes Karma, Karl. Wären wir wieder beim Thema ... ;)
Was für ein rasanter Abstieg!
+grübel+, +grübel+ und +studier+
roten Fahnen erst zu den verblassten Coca-Cola-Schirmen
Das war lange, lange vor '90! Als die roten Fahnen mit den kreisrunden, inlettroten Einsetzteilen aus den Fenstern hingen.
Was die alten Häuser im Hintergrund angeht muss ich Euch enttäuschen. Die sind alle weit vor dem Krieg entstanden und haben lediglich verödete Fassaden, eine Taktik der Sanierung, die übrigens in ganz Deutschland praktiziert wurde - der Stuck wurde bei der Sanierung komplett abgeschlagen. Die historischen Türen und Fenster, sowie die Schatten an der Dachkante sind Zeugen dieses "Umbaus". Den Bahnhof konnte man früher von hier aus nun wirklich nicht sehen, die Ecke war ebenfalls mit Bürgerhäusern bebaut (noch bis ca. 1998).
Ja, das etwas öde meinte ich gerade mit meinem "Willkommen"....
Ist überhaupt ein interessantes Thema: Wie kommt man mit der Bahn in einer Stadt an - und wie wird man an solchen Knotenpunkten "willkommen" geheißen...
Comments (13)
... und dann ausgerechnet das eingefangen, was ich grad so "liebe" an Potsdam. Ein 4-Geschosser, Gründerzeit, Jugendstil. Daneben dann ein Not-Bau. 3 Geschosse sind schon viel. Mit Teer-Papp-Flachdach. Ich meine, das hat alles so seine historisch-wirtschaftlichen Hintergründe. Aber Bauämter hat's doch schon immer gegeben ...
So, die besseren Häuser, die hier standen und auch großstädtischer wirkten, haben sie abgerissen. Das Ganze dann als Blick aus dem Bahnhof. Nur was für die Graue Gallerie. LOL
LG
sax
Schön geschrieben, Sax! Ich hab' meine "grauen(haften)" Photos lieber ausgelagert, um zarte Seelen nicht zu verstören und damit die, die solchen Bildern etwas abgewinnen können, nicht erst lang suchen müssen... : - D
Zur Szenerie wie Du sie beschreibst gehört vielleicht noch das weißgestrichene Erdgeschoß: ob das noch von Honneckers Besuch (1986, glaub' ich) stammt? Wohl kaum - aber Potemkins Geist ist's allemal - und den gibt's offenbar zu allen Zeiten...
Herzliche Grüße,
Karl
Ich hatte grade was in die "Oderwiesen" geschrieben.
Ja. Stichwort Protokollstrecke. Der kam mit Auto über Teltow - Stahnsdorf. Bauerntreffen, Arbeiterfestspiele oder so was war da. 86 kann auch sein. :)
sax
Kann mich noch dran erinnern, obwohl ich noch ziemlich jung war. Die Potemkinschen Dörfer (besonders "Leninallee" und "Charlottenstraße" (wie hieß die noch früher - Wilhelm Pieck, stimmts?) haben mich damals sehr beedinruckt! (Wir wußten damals irgendwie aus der Schule sogar, was ein "Potemkinsches Dorf" ist - und dann machen die sowas selbst!!!)
Viele Herzliche Grüße,
Karl
Alles richtig. Aus Lenin ist Zeppelin geworden, mit unmöglich viel Verkehr. Weil viele hier arbeiten, die auf billigem Bauland (Glindow, Geltow usw.) gebaut haben und jetzt pendeln.
Charlottenstraße: Auch so ein Vorhaben, wo sich die Stadtväter schwer getan haben. Wie überhaupt, man hat ja das Zentrum weitgehend entvölkert. Teure Parkgebühren, die ewige Bauerei und so viel Shopping Malls, dass da keiner mehr einkauft. Jetzt hat man vor paar Jahren es endlich nach vielem Hickhack das Karstadt (das alte CENTRUM) wieder hinzustellen, nu ist der Konzern pleite.
sax
Was für ein rasanter Abstieg!LOLOL
Und von den roten Fahnen erst zu den verblassten Coca-Cola-Schirmen... : - D
Aber die sind nicht soooo tief gefallen!LOL
Selbiger hat sich ja von dem letzten hier oben um die Ecke ansässigen Kaiser seine Revoluzze bezahlen lassen. Schlechtes Karma, Karl. Wären wir wieder beim Thema ... ;)
+grübel+, +grübel+ und +studier+
Das war lange, lange vor '90! Als die roten Fahnen mit den kreisrunden, inlettroten Einsetzteilen aus den Fenstern hingen.
Auweija. Wenn das jemand liest.
LG
sax
Nimm's ruhig wörtlich!!! :-D
:-O'
Was die alten Häuser im Hintergrund angeht muss ich Euch enttäuschen. Die sind alle weit vor dem Krieg entstanden und haben lediglich verödete Fassaden, eine Taktik der Sanierung, die übrigens in ganz Deutschland praktiziert wurde - der Stuck wurde bei der Sanierung komplett abgeschlagen. Die historischen Türen und Fenster, sowie die Schatten an der Dachkante sind Zeugen dieses "Umbaus". Den Bahnhof konnte man früher von hier aus nun wirklich nicht sehen, die Ecke war ebenfalls mit Bürgerhäusern bebaut (noch bis ca. 1998).
Ja, das etwas öde meinte ich gerade mit meinem "Willkommen"....
Ist überhaupt ein interessantes Thema: Wie kommt man mit der Bahn in einer Stadt an - und wie wird man an solchen Knotenpunkten "willkommen" geheißen...
Viele Grüße,
Karl