Elektritätswerk/Mosbacher Stadtwerke, Mosbach, Deutschland

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kaarvea on February 16, 2009

Elektrizitätswerk/Mosbacher Stadtwerke: Mit der Entdeckung des dynamoelektrischen Prinzips 1866 begann der Siegeszug der Elektrizität, die mit ihren vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten die Welt veränderte. Erst zögerlich verbreiteten sich um 1880 Bogen- und Glühlampen für eine zunächst punktuelle und später flächenhafte Elektrifizierung. Mosbach beteiligte sich bereits 1891 erstbals für die elektrische Straßenbeleuchtung an einem Wasserkraftwerk bei Neckarzimmern. Im Sommer 1900 fand die Eröffnung des E-Werkes in Mosbach statt, um in der Folgezeit Haushalte und Unternehmen mit Strom beliefern zu können. Das Mosbacher Elektrizitätswerk is ein anschauliches Beispiel für historische Industriearchitektur des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Dem Zeitgeist entsprechend versuchte man, neue Technik in herrschaftsbezogene repräsentative Architekturformen aus dem kirchlichen (Kloster) oder weltlichen Bereich (Burg, Schloß) zu kleiden. Der Betrachter sollte die Funktion des Gebäudes nicht sofort erkennen. Die Gebäudehülle diente als architektonische Ummantelung für neuartige Produktionsprozesse. Den burgähnlichen Charakter unterseicht die trutzige Außenfassade mit dem Rustikamauerwerk und dem Turm. Bis in die 1920er Jahre wechselte das Elektrizitätswerk mehrfach den Eigentümer, bis es dann 1922 die Stadt Mosbach zurückkaufte. 1930 kam es zum Abschluß eines Stromliefervertrages zwischen der Stadt und der Badischen Elektrizitätsversorgungs-AG Karlsruhe (Badenwerk). In der Folgezeit erhöhte sich ständig die Stromleistung; auch weitete sich das Aufgabenfeld der Stadtwerke mit der Wasser-, Fernwärme-, und Stromversorgung erheblich aus.

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