Germany_Lower Saxony_Krelingen_megalitic tomb_Reconstruction 1968_P1090270.JPG

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Großsteingrab Krelingen, nordöstlich von Krelingen (++), Sprockhoff-Nr. 805

Dieses Großsteingrab wurde vom April 1968 bis Sommer 1972 restauriert. Ürsprünglich hatte die 7,8 x 1,8 m große Grabkammer in einem 13 x 6,5 m großen, flachen Hügel gelegen, der von einem "Steinkranz" umgeben gewesen war. Mir ist dabei nicht klar, ob es sich um eine ovale Umfassung oder ein rechteckiges Hünenbett gehandelt hat, denn die Umfassungssteine sind ebenso wie 5 der ursprünglich 6 Decksteine und mindestens ein Tragstein alle verschwunden. Der südöstliche Abschlussstein muss bei der Restaurierung ersetzt worden sein, denn er ist in der Grabungsskizze von 1968 nicht vorhanden. Der Kammerboden war von den ursprünglichen Erbauern mit einem fast fugendichten Feldsteinpflaster versehen worden, und zwischen den Trägern befand sich ursprünglich ein außergewöhnlich gut ausgeführtes, sog. Zwickelmauerwerk. Ein Tragstein soll noch erhalten sein. Im Grab fanden sich Scherben der Trichterbecherkultur, aber auch solche, die einen Kultureinfluss aus Ostdeutschland bezeugen. Außerdem haben sehr früh Nachbestattungen durch die Riesenbecherleute stattgefunden. Auch in der Zeit Karls des Großen muss im Grab gebuddelt worden sein, denn man fand auch Scherben aus dieser Zeit in der Kammer. Die fehlenden Steine wurden im 19. Jahrhundert für den Bau einer Brücke durch Keile oder Pulver gesprengt und weggeschafft. Beim Bau der Autobahn wurde das Grab als Fäkaliengrube für die Arbeiter benutzt.

Heute liegen im Umkreis von ca. 10 m noch 6 größere Findlinge herum, die nicht eindeutig dem Grab zuzuordnen sind. Einer könnte aber ein Decksteinbruchstück sein (Foto unten links).

Dass das Grab heute noch erhalten ist, dürfte der preussischen Regierung zu verdanken sein, die das Gelände 1981 für 100 Goldmark kaufte und unter Schutz stellte.

(c) http://www.steinzeugen.de/szframe6g.htm


Großsteingrab Krelingen, bei Bad Fallingbostel

Sprockhoff: Nr. 805

Von der A27 nimmt man die Ausfahrt unmittelbar südlich vom Abzeig zur A27. Von der Ausfahrt fährt man nach Westen und biegt dann nach rund 1 km nach Norden Richtung Krelingen ab. Man überquert die A27 und fährt nach Krelingen hinein auf der Hodenhagener Straße. Wenn die Hauptstraße eine Linkskurve macht, fährt man geradeaus weiter. Nach etwa 100 Metern biegt man nach rechts ab. Nach ein paar hundert Metern hat man nördlich der Straße im Wald das Großsteingrab zu liegen. An der Straße steht ein Hinweisschild. Zu sehen ist eine in Nordwest-Südost-Richtung orientierte Kammer von 7,5 x 1,8 Meter Abmessung. Die südwestliche Längsseite zeigt alle sechs Tragsteine in situ. Eine schmale Lücke in der Mitte stellt den Zugang dar. Auf der nordöstlichen Längsseite fehlt der zweite Tragstein von Norden, die anderen fünf stehen in situ. Die große Lücke erweckt zunächst den Eindruck, als ob sich hier der Zugang befunden hat. Von dem sich nördlich an die Lücke anschließendem Stein fehlt ein Stück. Es liegt offenbar ein paar Meter östlich vom Grab neben zwei anderen Steinen. Der nordwestliche Schlussstein ist ebenfalls vorhanden. Der südwestliche fehlte bei einer Ausgrabung 1968. Heute steht dort ein Stein, offenbar ist einer der bei der Ausgrabung ein paar Meter südlich gefundenen Steine später hier eingesetzt worden. Bei einem großen, flachen, heute noch südlich des Grabes liegendem Stein handelt es sich wahrscheinlich um einen verschleppten Deckstein.

Koordinaten (GPS gemessen): 52.80563° N, 9.67094° E (WGS84).

(c) http://tw.strahlen.org/praehistorie/niedersachsen/krelingen.html

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Photo details

  • Uploaded on September 2, 2009
  • Attribution-No Derivative Works
    by karl-georg
    • Camera: Panasonic DMC-FZ18
    • Taken on 2009/08/28 12:43:45
    • Exposure: 0.033s (1/30)
    • Focal Length: 4.60mm
    • F/Stop: f/2.800
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