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Windkraftwerk Mont-Soleil

Windkraftwerk Mont-Soleil

by Joerg Strub

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Comments

Benedikt Jorns, on June 2, 2009, said:

Folgende Windgeneratoren sind zur Zeit in der Schweiz in Betrieb:

• Martigny (Maximalleistung : 2'050 kW)

• Collonges (2'050 kW)

• Parc Juvent, Mont Crosin et Mont Soleil (8 x (600-1'750 kW))

• Feldmoos, Entlebuch (900 kW)

• Gütsch, Andermatt (600 kW)

Bei der Nutzung von Windenergie ist Deutschland Weltmeister. 6.7% des Primärenergiebedarfs werden gemäss dem zuständigen Bundesministerium heute so abgedeckt. Dieser Anteil ist beachtlich und könnte bei Erreichen der Wirtschaftlichkeit bis 2025/30 ca. 11% ausmachen.

In der Schweiz kann die Windenergie auch genutzt werden. Da die Windstärke bei uns ausser an einzelnen besonders exponierten Orten sehr unregelmässig und insgesamt eher schwach ist, dürfte der in unserem Land erzeugte Beitrag der Windenergie an den Primärenergiebedarf eher klein bleiben. Wir können uns jedoch an Offshore-Anlagen beteiligen. Die Zukunft wird zeigen, was wir von solchen Anlagen erwarten dürfen. Die Entwicklung von Offshore-Anlagen bietet interessante Perspektiven. Vielleicht wird sogar weltweit einmal ein bemerkenswerter Teil unserer Primärenergie so erzeugt.

Während in Deutschland und bei andern Meeresanstössern die Nutzung der Windkraft viel versprechend ist, können wir in der Schweiz die Wasserkraft in grossem Masse nutzen. Auch die Nutzung der Solarenergie wird hier von verschiedenen Firmen stark weiterentwickelt. Etwas zurückhaltend waren wir bisher noch bei der Subventionierung von privaten Solaranlagen. Insgesamt decken wir zusammen mit der Nutzung der Biomasse ca. 16.5% unseres Energiebedarfs durch erneuerbare Energien ab. In Deutschland ist dieser Anteil trotz der stets propagandistisch hervorgehobenen Nutzung der Windkraft nur gut halb so gross.

Der weltweite Energiebedarf steigt seit langer Zeit beachtlich und wird gemäss Beurteilung der IEA (Int. Energieagentur) trotz der zu erwartenden Steigerung der Energieeffizienz von heute ca. 117 bis 2060 auf über 300 Pettawattstunden je Jahr anwachsen. Dazu gibt es viele Gründe; ich habe sie an anderer Stelle in Google-Earth aufgezählt.

Die Nutzung fossiler Brennstoffe deckt ca. 80% des Weltenergiebedarfs ab. Diesen riesigen Anteil müssen wir schrittweise durch erneuerbare Energie und ab ca. 2050 durch KKW mit Kernfusion ersetzen. Es sind dies die einzigen Energiequellen, die uns Menschen unbeschränkt zur Verfügung stehen. Wir sind allerdings auch bei denkbar grösster Förderung aller dieser Arten der Energiegewinnung und einer optimalen Energieeffizienz weltweit noch lange Zeit nicht in der Lage, den stets wachsenden Verbrauch von Erdöl, Erdgas und Kohle auch nur einigermassen konstant zu halten, geschweige denn zu senken. Doch noch im Laufe dieses Jahrhunderts dürften Erdöl und Erdgas, im nächsten Jahrhundert auch Kohle knapp werden.

Kernkraftwerke mit Kernspaltung wurden vor allem dank dem Ereignis in Harrisburg (noch mehr als wegen Tschernobyl) sicherer gemacht. Die heutigen KKW haben zwar noch ein Restrisiko, doch wird ihre Betriebssicherheit stets grösser. Insbesondere die maximal mögliche Ausbreitung einer radioaktiven Verseuchung nimmt stark ab.

Die Kritik von Atomkraftwerk-Gegnern, die Kernfusion sei nach wie vor eine Utopie und könne nicht wirtschaftlich zur Energiegewinnung genutzt werden, war bis vor etwa 15 Jahren berechtigt. Heute beherrscht man das Fusionsfeuer in zahlreichen Versuchsreaktoren, und ab ca. 2020 wird der sich im Bau befindliche Versuchsreaktor ITER in Cadarache erstmals Energie erzeugen. Der erste Prototyp eines KKW mit Kernfusion ist ca. 2035 zu erwarten. Erste Abschätzungen ergaben einen Energiepreis, der sich zwischen dem Energiepreis zukünftiger KKW mit Kernspaltung und demjenigen erneuerbarer Energieformen befindet.

Wir sind noch weit davon entfernt, Erdöl, Erdgas und Kohle durch unbeschränkt verfügbare Energiequellen ersetzen zu können. Die Weiterentwicklung der Technik zur Energiegewinnung muss in allen Bereichen weitergeführt und sogar noch intensiviert werden.

Auch wenn viele es gerne anders sehen würden, es braucht alle drei:

Energieeffizienz, erneuerbare Energie und Kernenergie (inkl. Kernfusion).

Benedikt Jorns, on June 2, 2009, said:

Die Meinungen über den zukünftigen weltweiten Energieverbrauch und über die zu erwartenden Anteile der verschiedenen Energiequellen gehen stark auseinander. Das ist in der heutigen Situation sehr verständlich; es ist alles andere als einfach, Voraussagen zu machen. Hier ist ein Versuch, die Entwicklung des weltweiten Energieverbrauchs sowie der Nutzung von erneuerbaren Energien und der Kernenergie bis ins Jahr 2200 grafisch darzustellen. Auch wenn diese Abschätzungen zum heutigen Zeitpunkt nur meine persönliche Sicht wiedergeben und wohl noch weit entfernt von der kommenden Realität sind, können sie im Vergleich zu anderen Voraussagen bei der Diskussion nützlich sein. Es ist anzunehmen, dass während den nächsten Jahren und Jahrzehnten die Sicht in unsere Energie-Zukunft langsam vom heute noch vorhandenen Nebel der Unsicherheit befreit wird. Die hier gezeigten Grafiken sind stets an die neusten Erkenntnisse anzupassen.

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in Saint-Imier, Switzerland

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    by Joerg Strub
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    • Camera: Canon EOS 350D DIGITAL
    • Taken on 2007/10/27 14:19:27
    • Exposure: 0.004s (1/250)
    • Focal Length: 47.00mm
    • F/Stop: f/18.000
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