Das Altes Schloss und Neue Schloss von Bad Muskau.

Selected for Google Maps and Google Earth

Comments (17)

Erik van den Ham on August 8, 2011

Das Altes Schloss und Neue Schloss von Bad Muskau

Geschichte

Anlage des Parkes (1815–1845)

Sich überraschend eröffnende, lange Sichtachsen sind prägende Elemente des Parks Der Standesherr von Muskau, Graf (später Fürst) Hermann von Pückler-Muskau (1785–1871), wollte seine Stadt nach eigenen Worten durch einen herrlichen und großen Garten verschönern und rief die Bürger von Muskau 1815 zur Anlage eines Landschaftsparks auf. Er erwarb Grundstücke zur Schaffung eines geschlossenen Parkareals, ließ das Dorf Köbeln umsiedeln und legte nach intensiven Studien in England ab 1815 den Park mit innovativen Konzepten an, unterstützt von Jacob Heinrich Rehder, und weitergeführt später von seinem Schüler, dem Gartenkünstler Eduard Petzold, der dort wirkte, als Pückler schon 1845 schuldenhalber Muskau hatte verkaufen müssen.

Im Jahre 1817 stellte Pückler Rehder als Obergärtner für den Park ein. Zudem begannen die Arbeiten am Luciensee (benannt nach Lucie von Hardenberg, Pücklers Frau) und der Hermannsneiße. Zwei Jahre später nahm Pückler Kontakt zu Karl Friedrich Schinkel auf, der Planungen für Parkarchitekturen zeichnet. Nach der Fertigstellung des Zuflusses der Hermannsneiße wurde auch 1819 der Schlossteich (Luciensee) geflutet. Die Umgebung des Jagdschlosses erhielt eine urwaldähnliche Gestaltung. Die Jagdschlossanlage besitzt eine eigene Baumschule und eine Gastwirtschaft. Im Jahre 1820 wurde dann das Englische Haus errichtet, zwei Jahre später wurden die Englische Brücke und die Doppelbrücke erbaut.

Fürst Pückler-Muskau ludt im selben Jahr die englischen Gärtner Adey Repton und Vernal zur Gestaltung des Pleasure Grounds (deutsch: „Vergnügungsplatz“) um das Neue Schloss ein. In dessen Umbau (von 1863 bis 1866) finden sich Reptons Ideen wieder. 1823 wurden verschiedene Wege angelegt: so um den Eichbusch, zum Englischen Haus, von Post- zu Doppelbrücke und in der alten Fasanerie. Im folgenden Jahr wurde der Marstall im äußeren Schlosshof abgebrochen, Reste der Umfassungsmauern und der alten Schlossbrücke beseitigt sowie der Luciensee ausgeschachtet, zudem wurde auf dem Oberberg eine neue Baumschule angelegt. Im selben Jahr wurde auf Initiative Lucie von Pückler-Muskaus begonnen, den Badepark mit umfangreichen Pflanzungen um die Gebäude des zukünftigen Hermannsbades anzulegen. Im Jahre 1825 wurde der Pleasure Ground im Schlosspark bis zur Gloriette an der Wachsbleiche ausgedehnt, ein eiserner Zaun gesetzt, die Schlossauffahrt angelegt und das Hermannsbad im Badepark erbaut. 1826 wurden mehrere Brücken errichtet, so die Brücke im Blauen Garten, die Weiße Brücke (Karpfenbrücke) und die Brücken über die Schlucht jenseits der Neiße (Viadukt) sowie bei der Wachsbleiche. Im selben Jahr wurde die damals bereits 40jährige Blutbuche erworben. Am 17. April 1830 wurden die drei großen, ca. 20 Jahre alten kanadischen Pappeln auf der Schlosswiese angepflanzt. Zudem widmete man sich der Anlage und Ausgestaltung von zwei Inseln, so wurde die steinerne Treppe auf der Thee-Insel im Schloss- bzw. Luciesee erbaut und die Schwaneninsel angelegt. 1832 wurde der Eichsee ausgehoben und ein Promenadenweg am Bösen Ufer errichtet. Der Bau des ein Jahr zuvor begonnenen Ananashauses im Küchengarten nahe dem Schlossvorwerk wurde im Jahre 1834 fertiggestellt.

Die Schluchtenbrücke über Krüger’s Gässchen im Bergpark (Rote Brücke) wurde 1836 als Nachahmung der Vorgarteneinfriedung des Gärtnerhauses bei den Römischen Bädern in Sanssouci (nach Schinkel und Persius) erbaut. Die Köbelner und die Braunsdorfer Felder wurden 1841 in das Areal des Parkes einbezogen, welches zugleich bis nach Lugknitz (heute auf polnischer Seite) ausgedehnt wurde. Der Hauptpark umfasst damit 168 Hektar, der Bade- und Bergpark 89 Hektar. Das alte Brauhaus wurde 1844 nach einer Zeichnung von Gottfried Semper und Bauausführungszeichnungen von Maximilian Franz Strasser zu der Orangerie umgebaut. Im Jahr 1845 musste Pückler auf Grund finanzieller Schwierigkeiten Muskau veräußern. Daher zog er mit seiner Frau Lucie auf seinen Erbbesitz Branitz, welchen er ebenfalls in einen Landschaftspark umwandelte.

1845 bis 1945

Der Pücklerstein auf der polnischen Seite des Parks. Fürst Pückler-Muskaus nachfolgende Besitzer der Standesherrschaft Muskau waren die Grafen Nostitz und Hatzfeld (1845), der Prinz Wilhelm Friedrich Karl von Oranien-Nassau (1846), Marie Fürstin zu Wied, geb. Prinzessin der Niederlande auf Neuwied (1881) und Traugott Hermann Graf von Arnim (1883). Von da an blieb die Standesherrschaft Muskau bis zum Jahr 1945 im gräflichen Besitz der von Arnims. Im Jahre 1852 wurde Eduard Petzold vom Prinzen der Niederlande als Park- und Gartendirektor eingestellt. Die Löwenplastiken auf den Flanken der Schlossrampe wurden 1857 aufgestellt. Es kam zu weiteren Vergrößerungen des Parkes, der bereits 1861 eine Fläche von 500 Hektar umfasste. Nach Plänen der Baumeister Maximilian Franz Strasser und Herman Wentzel wurden zwischen 1863 und 1866 Altes und Neues Schloss sowie das Kavaliershaus im Neorenaissancestil umgebaut. Zwischenzeitlich wurde 1864 das Alaunbergwerk nach seiner Stilllegung in das Areal des Parkes eingegliedert. Im Jahre 1878 wurde dann Carl Wilhelm Roth als Garten- und Parkinspektor aktiv.

Am 20. September 1888 wurde das Mausoleum eingeweiht.

Am Anfang des 20. Jahrhundert im Jahre 1901 wurde der Pücklerstein aus dem Arboretum zu Hilkes Berg umgesetzt. 1902 wurde dann anstatt des von Pückler geplanten Tempels der Beharrlichkeit das Pücklerdenkmal fertiggestellt.

Durch den Landrat in Rothenburg wurde 1924 eine Polizeiordnung inklusive einer Parkordnung für den Muskauer Park erlassen. Das Oberforstamt übernahm unter Leitung des Oberforstmeisters Walter Bruhm und des Revierförsters Alfred Kreisel am 1. Januar 1929 die Verwaltung und Pflege des Parks, der mittlerweile 545,36 Hektar groß geworden war. Im Jahre 1931 wurden dann 241 Hektar des Hauptparks zum Naturschutzgebiet „Muskauer Park“ erklärt.

Nach 1945

Nachdem das Potsdamer Abkommen nach dem Zweiten Weltkrieg die Lausitzer Neiße zur Grenze zwischen Polen und Deutschland erklärt hatte, befinden sich nun 370 Hektar des Parks auf polnischem und 200 Hektar auf deutschem Gebiet. Um die Ernährungssituation nach dem Krieg zu verbessern, wurden Teile der Schloss- und Tränenwiese zeitweilig mit Gemüse und Kartoffeln bebaut. Noch wenige Tage nach Ende des Krieges wurde das Neue Schloss geplündert und brannte bis auf die Grundmauern nieder. Der Teil des Parkes auf deutscher Seite wurde 1949 in das Eigentum der Stadt Muskau übernommen. Der polnische Teil des Parkes wurde als Naturschutzgebiet behandelt und wuchs bis in die 1990er Jahre zu.

Das Tropenhaus in der einstigen Schlossgärtnerei wurde 1959 eröffnet.

Die Pflege des Parks wurde bereits seitens der Herrschaft seiner letzten Privateigentümer (der Grafen Arnim bis 1945) vernachlässigt und stieß dann in der DDR auf zahlreiche Schwierigkeiten – Fürst Pückler-Muskau war als „Junker“ und „Kosmopolit“ zunächst persona non grata, Graf Arnim war enteignet. Mit der 1961 beginnenden Arbeit des Park-und Landschaftsgestalters Tycho Stracke (1929) wurden die Grundlagen für die Rekonstruktion des Parkes geschaffen. Diese Arbeit wurde später von "Kurt Kurland" (1926–2009) fortgeführt. In diese Zeit fällt auch die Überführung des deutschen Teiles des Parkes aus dem Natur- in den Denkmalschutz, um so seinen Charakter zu bewahren. Es begannen 1965 Maßnahmen zum Wiederaufbau des Alten Schlosses.

Erst 1985 erfolgten Rekonstruktionen an Eichseebrücke, Schäferbrücke und am Parkeingangstor am Kirchplatz. Ein Pückler-Gedenkstein wurde am Eingang des Schlossparks errichtet und die ständige Ausstellung „Geschichte des Muskauer Parks“ eröffnete im Museum für Stadtgeschichte Bad Muskau.

Nach 1990 wurde auf deutscher und polnischer Seite viel Mühe auf die Wiederherstellung verwandt. Am 30. Oktober 1991 wurde der Pücklerstein auf dem Hilkes Berg anlässlich des 206. Geburtstages Fürst Pückler-Muskaus wieder eingeweiht, der nach dem Zweiten Weltkrieg zweckentfremdet wurde.

Am 1. April 1992 erhielt der Park offiziell den Namen „Fürst-Pückler-Park Bad Muskau“ und ging in das Landeseigentum des Freistaates Sachsen über. 1993 wurde die unselbständige Stiftung „Fürst-Pückler-Park“ des Freistaates Sachsens gegründet, die sich zur Aufgabe gestellt hat, das Pücklersche Erbe in Bad Muskau zu pflegen und zu entwickeln. Die Fürst-Pückler-Region, ein lokaler Zusammenschluss von Gemeinden an der Grenze zu Polen zur Förderung des Kulturtourismus, wird von der Stiftung des Parks unterstützt.

Im Jahre 2001 wurde ein Steinkreuz am Standort des ehemaligen Mausoleums aufgestellt und 2003 die ehemals vorhandene Doppelbrücke über die Lausitzer Neiße wieder hergestellt.

Der Fürst-Pückler-Park Bad Muskau wurde in das im Jahre 2001 erschienene Blaubuch aufgenommen. Am 2. Juli 2004 erfolgte die Aufnahme des Fürst-Pückler-Parks Bad Muskau in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.

Im ursprünglichen Park lagen die Stadt Muskau und mehrere Dörfer. Im heutigen Areal befinden sich immerhin noch das ebenfalls von Fürst Pückler umgebaute Neue Schloss (im Frühjahr 2009 war die umfassende Fassadenrekonstruktion im Gange), ein Museum im Renaissance-Bau Altes Schloss, das historische Tropenhaus mit Kakteen, das Kavaliershaus als heutiges Moorbad, der Bade- und Bergpark, der Schlosspark sowie die in maurischem Stil erbaute Orangerie. Petzolds artenreiche und europaweit berühmte Baumschule, das Arboretum Muscaviense, ist hingegen untergegangen.

Im August 2010 wurde der Schlosspark von einem Neisse-Hochwasser zur Hälfte überflutet. Das Wasser stand bis zu 20 Zentimeter hoch. Das Schloss und andere Gebäude wurden mit tausenden Sandsäcken geschützt. Die Innenstadt von Bad Muskau blieb vom Hochwasser verschont.

Laura Fokkema on August 8, 2011

Mooi Mooi Mooi Mooi. Krijg gelijk trek in een zoete roze taart! Laura

Erik van den Ham on August 8, 2011

Ja Laura dat nieuwe is wel een suiker(goed)slot.

Chris10 © on August 9, 2011

En die leeuwen houden maar eeuwig trouw de wacht naast de trap. Zouden ze daar nu nooit eens moe van worden? Wat hebben jullie veel gezien zeg en dat met prachtig licht hier op het slot. Het wordt me steeds duidelijker.

Dag hoor, Christien.

Peter Dubél on August 9, 2011

Een prachtig slot (kasteel) hier had je een mooi zonnetje Erik de kleur doet aan alsof het in Frankrijk staat met deze mooie mediterrane kleur. Mooi

Groeten,Peter.

Erik van den Ham on August 9, 2011

Hallo Chris10 en Peter dat we in die paar dagen veel gezien hebben realiseerde ik ook bij het terugkijken van alle foto's. Dit grote park in Duitsland en Polen is een aanrader. Het gedeelte aan de Poolse kant is heel anders dan dat aan de Duitse. Het park is wel zo groot dat als je hier wat wil zien een fiets huren geen overbodige luxe is. Het doet inderdaad wellicht wat mediterraan aan Peter en zo met dat mooie weer er bij wordt dat alleen maar versterkt.

Ps. Ik als Leeuw kan zeggen dat je daar niet moe van wordt!

Il vous Annie et récemment reconstruite. Dans les jours qui suivent la Seconde Guerre mondiale a été pillé et brûlé les.

Groeten, Salut, Erik

bdeh on August 10, 2011

MOOIe compositie van dit fraaie kasteel Erik. Een prachtige lucht cadeau en rijen met fraaie kuipplanten. Groeten Berend

Nadia Kushnir on August 10, 2011

Very good photo! LIKE!

Jack Tol on August 10, 2011

Schitterende opname Erik. Gezien de lichtinval ook op het juiste moment geschoten. Je vraagt je hierbij wel af, hadden ze niet genoeg aan dat ene "gebouwtje". Maar als ik dan zo lees hoe groot dit parkje is, dan snap ik ook wel dat je het hier en daar moet opvullen. Als ik er ooit in de buurt kom, zal ik je tip ter harte nemen en meteen een fiets huren.

Groeten, Jack

Gabor Retei on August 11, 2011

Erik,

A great architectural capture and very nice composition.

"Like"

Best regards from Vancouver, Gabe

© BraCom (Bram) on August 14, 2011

Mooi kasteel en foto, prachtige kleuren en compositie Erik Like

Erik van den Ham on August 14, 2011

Hallo Berend, Jack en Bram wat fijn om jullie als Drie musketiers hier op het slot van Fürst Pückler te mogen ontvangen. Dat Fürst Pückler moeite had om aan voldoende middelen te komen dit alles te bekostigen blijkt wel dat hij de boel moest verkopen wegens, je raad het al, geldgebrek.

Aan dit park heeft hij 30 jaar gewerkt, van 1815 tot de verkoop in 1845 aan de graven Nostitz en Hatzfeld die het een jaar later weer verkochten aan **Prins Willem Frederik van Oranje-Nassau. De twee leeuwen bij de entree zijn dan ook van latere tijd (1857) en geplaatst door Willem Frederik.

Thank you Nadia for your kind comment.

Thanks Gabe this was really beautiful especially tin this warm light.

Groeten, Best wishes, Erik

zanot10 - NO VIEWS on August 15, 2011

Very nice photo! LIKE!

Greetings Z.

Talavan on September 13, 2011

Bonito castillo. Saludos desde España

Erik van den Ham on September 13, 2011

Hello Zanot and Talavan I'm really glad you Like this. The castle is certainly beautiful.

Greetz, Saludos, Erik

Galishev Pavel on September 15, 2011

Великолепные места! Мне нравится эта фотография! LIKE


С самыми добрыми пожеланиями

Pavel Galishev

picsonthemove on October 18, 2011

Hello Erik,

you captured in from a good point of view, in good light, too.

I like your shot

Ciao

picsonthemove

Sign up to comment. Sign in if you already did it.

Photo details

  • Uploaded on August 8, 2011
  • © All Rights Reserved
    by Erik van den Ham

Groups