Kloster Steinfeld 1995

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KLOSTER STEINFELD

Steinfeld wurde zwischen 920 und 950 als Frauenkloster für Benediktinerinnen gegründet, 1097 aber im Verlauf der großen Reformbewegung aufgelöst und durch Augustiner-Chorherren neu besetzt.

EHEM. PRÄMONSTRATENSERABTEI

Nach Knechtsteden die bedeutendste Gründung der Prämonstratenser im Rheinland.

Hier wirkte der hl. Hermann Josef (1150-1241), dessen Grab in der Klosterkirche verehrt wird.

1802 säkularisiert, 1844 Fürsorgeanstalt, seit 1923 Salvatorianerkolleg mit Gymnasium.

ABTEIKIRCHE ST. MARIA UND POTENTINUS

Angeblich 1142 begonnen und relativ schnell einheitlich vollendet. 1873 nach Brand durch Heinrich Wiethase restauriert, dabei das Westwerk neu gestaltet (runde Geschosse der Flankiertürme) und 1884 der Vierungsturm erneuert. Wiethases Restaurierung liegen einige spätgotische Faustskizzen des Westbaus zugrunde, die in den Putz der südlichen Chorkapelle eingekratzt und heute noch schwach sichtbar sind.

Umfassende Instandsetzung 1925-36.

Die Ostlösung, die durch die Gottesdienstordnung der Reformorden bedingt ist, folgt dem Chorschema der Zisterzienser. Die schmucklose, horizontal aufgebaute Hauptapsis ist der Knechtstedener Westapsis nahe verwandt. Der Langhausbau mit seinem Wechsel von Kreuzpfeilern und quadratischen Stützen, sowie den paarweise angeordneten Rundbogenfenstern im Obergaden, die auf der Nordseite noch die romanischen Holzrahmen aufweisen, steht in der Tradition der frühstaufischen Gewölbebasiliken des niederrheinischen Raumes (Maria Laach, Brauweiler, Knechtsteden).

Spätgotische Gewölbemalerei A16 (1930-34 freigelegt) durch Hubert von Aachen, reiche Barockausstattung. An den Gurtbögen Renaissance-Arabesken.

Querschiff: erheblich restaurierte Wandgemälde.

Orgel: 1690 und 1727 von den Kanonikern Winterer und Windhausen gebaut.

Kreuzgang 1495-1587, im 18. Jahrhundert um ein Geschoß erhöht.

Brunnenhaus 17. Jahrhundert (aber spätromanische Brunnenschale A13 aus Eruptivgestein).

Glasgemäldezyklus 1H16 aus einer Kölner Werkstatt (75 Teile); 1785 ausgeglast, auf ungeklärte Weise in den Kunsthandel gekommen, teilweise heute im Viktoria-and-Albert-Museum in London (38 Scheiben).

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  • Uploaded on August 9, 2011
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