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Abu Simbel 2007

Abu Simbel

TEMPEL RAMSES’ II.

Südtempel für die Reichsgötter Amun–Re von Theben und Re–Harachte von Heliopolis.

Abu Simbel, zwei Felsentempel am westl. Nilufer zw. der 1. und 2. Stromschnelle, von Ramses II. (1290–1224 vZ) angelegt. Vor der Fassade des größeren Tempels erheben sich vier aus dem Felsen gehauene, bis zu 22 m hohe Sitzbilder des Königs; der Tempel erstreckt sich 63 m in den Felsen hinein und ist dem Amun von Theben, dem Re von Heliopolis und dem Ptah von Memphis sowie dem zum Gott erhobenen König selbst geweiht. Vor dem kleineren, der Göttin Hathor und der Gemahlin des Königs geweihten Tempel stehen sechs 10 m hohe Standbilder des Königs und der Königin. Der ursprüngl. Standort der Tempel liegt heute im Nassersee. Die Tempel wurden deshalb 1964–68 nach einer Initiative der UNESCO verlegt: Sie wurden dazu aus dem Fels heraus in 1 036 Blöcke (von 7–30 t) zersägt und in gleicher Lage auf der Hochfläche 60 m über dem ursprüngl. Standort unter zwei armierten Betongewölben (bis 60 m Spannweite) wieder aufgebaut. Die Gewölbe wurden mit Felsbrocken und Sand abgedeckt, sodass sie als natürl. Hügel erscheinen. Die Rettungsaktion, an der 48 Nationen beteiligt waren, kostete 41,7 Mio. US–$. Die UNESCO hat Abu Simbel zum Weltkulturerbe erklärt. Sekundärliteratur: C. Desroches–Noblecourt u. a.: Die Welt rettet Abu Simbel (Neuausg. 1974)

Name bedeutet: „Vater der Kornähre“. Südliche Grenze der ägyptischen = zivilisierten Welt. Gegenüber dem Ausland sollte die ordnende Macht Ägyptens demonstriert werden. Gleichzeitig sollte damit der Nil geehrt und beschworen werden, der hier zum ersten Mal auf ägyptischen Boden kommt.

Nirgendwo sonst in Ägypten ist der Göttlichkeitsanspruch des Königs so intensiv und gleichzeitig so glaubwürdig zum Ausdruck gebracht wie hier.

Die vier Statuen sind ‚eigentlich’: Amun (Theben), Re–Horakhte (Sonnengott von Heliopolis), Ptah (Schöpfergott von Memphis) und Ramses II. selber – sehen aber alle gleich aus, sodass man auch von einer Vierfach–Darstellung des Pharaos selber sprechen kann. Die ganze Fassade ist gebaut wie ein Pylon.

H–21 (größte jemals in Ägypten gebaute Statuen) mit Doppelkrone, Kopftuch, Uräus und Kinnbart, den Ramses–Namen auf Brust, Arm und Beinen, zwischen denen kleine Figuren der Königsfamilie stehen.

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  • Uploaded on August 19, 2011
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    by Wensky