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Köln, St. Georg - Krypta

ST. GEORG

Bauzeit ab 1059-1067 (Weihe).

Chorherrenstift. Einzige im Rheinland erhaltene frühromanische Säulenbasilika. Stiftung Erzbischof Annos vom 1.5.1059.

Früher stand neben St. Georg noch St. Jakob.

WESTBAU

1180 Umbau des Westchores. Statt des runden Westchores des annonischen Baues mit seinen Chorflankentürmen, entstand der wuchtige staufische Westbau. Er blieb innen und außen unvollendet (Finanzdecke zu knapp); unter dem Dach (außen) sind noch die Ansätze der weiterführenden Planung zu erkennen. Eine Zwerggalerie sollte ringsum geführt werden. Auf den gut vier Meter starken Mauern hätte sich ein markanter Westbau errichten lassen. Blockhafter Westbau, jede Wand drei Nischen, 2schaliger Triumphbogen zum Langhaus, stark gebuste Hängekuppel; er diente hauptsächlich dem Laiengottesdienst. Anfang der Reihe 2schaliger Wandgliederungen in Köln (zusammen mit Xanten)

1551 Nord-Vorhalle in Renaissance-Formen, früher neo-romanische Fassade.

Um 1700 barock schiefergedeckte hölzerne Glockenstube und mächtiges Haubendach und bekrönende Zwiebel.

E18 Verlust der Kreuzschiffe, Grund unbekannt.

Weitgehender Verfall und drohender Abriss; 1927-30 durchgreifende Restaurierung durch den österreichischen Architekten Clemens Holzmeister. Die auf betonte Schlichtheit reduzierte Ästhetik wurde stilbildend für die Restaurierung anderer Kölner Kirchen nach dem Krieg. Das Mauerwerk der Wände und Gewölbe wurde geschlämmt, die Pfeiler blieben steinsichtig.

Bereits zur Römerzeit stand hier an der Heeres- und Gräberstraße ein Bauwerk bislang unklaren Zweckes, wahrscheinlich eine Benefiziarier-Station, also eine Polizeistation (Benefiziarier = altgediente Soldaten). Seine Mauern konnten unter dem Mittelschiff und der Vierung der heutigen Kirche entdeckt werden.

Querschiff, polygonale Konche, fast Trikonchos. Die Seitenschiffe werden über die Vierung hinaus nach Osten geführt und mit kleinen Apsiden geschlossen. Allerdings liegt der ganze Chorbereich höher als Vierung und Schiff, bedingt durch die Krypta darunter.

Die dreiseitig geschlossenen Apsiden der Querhäuser sind ein Verbindungsglied zwischen den ebenso gestalteten Apsiden des ottonischen Baus von St. Andreas und den staufischen am Bonner Münster oder am Chor von St. Severin.

Annos Bau war konservativ. Wie Bischof Bernold in Utrecht ruft er hier die spätantike Säulenbasilika römischer Herkunft in Erinnerung und mit der Außengliederung der Wände durch steile Pilaster greift er über die ottonische Kirche in Essen und Werden auf die Pfalzkapelle in Aachen oder noch weiter in die Spätantike mit dem Baptisterium St. Jean in Poitiers zurück. Auch die Nischen in den Apsiden der Querhäuser oder in der Ostapsis gehen auf die Bauten von Essen und Werden zurück - und finden dann ein neues Leben in den Apsidengliederungen von Groß St. Martin, St. Aposteln oder St. Kunibert. Die schlanken Säulen mit einfachen Würfelkapitellen scheinen aus antiken Bauten übernommen und einheitlich übermalt worden zu sein. UMBAU um 1140 schwere Veränderungen: zwei Kreuzgratgewölbe-Joche + Pfeilereinbauten (neben den alten Säulen). Der Raum wurde niedriger, nur die Gewölbescheitel erreichten die Höhe der alten Holzdecke.

GABELKRUZIFIX 1H14

Westchor

TAUFSTEIN 1240;

BEWEINUNGSALTAR: Werkstatt B. Bruyn der Jüngere, vor 1558

FENSTER 1930 Thorn-Prikker.

KRYPTA 5s gewölbte Halle

Lit.:

Schäfke, Werner: Kölns romanische Kirchen. Köln 1984. (DuMont Kunst-Reiseführer), S. 76, Abb. 18-23;

Kubach, Hans Erich / Verbeek, Albert: Romanische Kirchen an Rhein und Maas -[1970/71]. Neuss 31978. S. 344, Abb. 66,174,175,194,236,359,360,369

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  • Uploaded on September 24, 2011
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    by Wensky