Quedlinburg, Stiftskirche St. Servatius, 1990 - Langhaus, Kapitell

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Nach 1070 Neubau, 1129 erneute Weihe der Stiftskirche im Beisein Kaiser Lothars III. von Supplinburg. Es handelt sich um eine ottonische Basilika, obwohl damals seit 1030/50 eigentlich mit dem neuen Herrscherhaus auch der salische Stil bestimmend geworden war. Aber hier im Herzland der sächsischen Ottonen blieb man der eigenen Tradition treu. Eine große Aufwertung des reichunmittelbaren Stiftes bedeutete die Überführung der Gebeine des hl. Servatius aus Maastricht nach Quedlinburg. Nach ihm wurde die neue Kirche benannt.

Schlichtes Nordportal (neben Mainz das älteste deutsche Säulenportal).

INNEN Basilika im sächsischen Stützenwechsel (Pfeiler-Säule-Säule-Pfeiler); die vier Pfeiler stellen symbolisch die vier Evangelisten dar. Die 12 Säulen stehen für die 12 Apostel. Ausgeschiedene Vierung und kurzes Querhaus. Reiche, lombardisch beeinflusste Ornamentik. Einer der schönsten Innenräume der ottonischen Baukunst. Die umlaufenden Schmuckfriese und die Kapitellplastik zeigen deutlich Parallelen zur Kirche S. Ambrogio in Como: doppelter Zahnschnitt mit Tauband in der Mitte, Kerbschnittmanier der Kapitelle, doppelt abgetreppter Rundbogenfries. Das Band besteht aus zwei übereinander liegenden Teilen, oben einem Band mit tierischen und vegetabilen Motiven und unten ein Ornamentband: doppelter Zahnschnitt mit Tauband in der Mitte. 1308 wurde der romanische Chor abgebrochen und bis 1347 durch den gotischen ersetzt. Der südwestliche Turm stammt von 1882, zu dieser Zeit wurden auch der Nordwestturm und die Turmhalle ergänzt. Eine weitere Restaurierung führte zu einem recht zweifelhaften Ergebnis: Innerhalb des gotischen Chores wurde die romanisch nachempfundene Apsis eingezogen.

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  • Uploaded on October 1, 2011
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    by Wensky

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