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Gebäude der Marinekameradschaft Worms von 1888

Die hier aufgestellte Seemine ist eine von der Bundesmarine ausgemusterte und deaktivierte Ankertaumine vom Typ „EMC“, die uns, der MK Worms 1888 e.V. durch Vermittlung eines unserer Ehrenmitglieder, ehemals Kommandant unseres Patenbootes, S. 54 „Elster“, von der Bundesmarine überlassen wurde. Minen gehören zur Gattung der Sperrwaffen, mit ihnen kann man feindliche Wasserfahrzeuge auf oder unter Wasser vernichten oder schwer beschädigen. Es gibt zwei Arten: Ankertau- und Grundminen. Ankertauminen können in Gewässern bis etwa 60 Meter Tiefe gelegt werden. Sie bestehen aus einem Minenwagen oder Anker, der auf den Meeresgrund absinkt, und dem Minengefäß, das mit einem Drahtseil, dem sogenannten Ankertau, am Minenwagen befestigt ist und auf Grund seines Auftriebs dicht unter der Meeresoberfläche schwimmt. Ankertauminen sind üblicherweise mit einer Reihe von Berührungszündern ausgestattet und werden durch Kontakt mit einem Schiffsrumpf ausgelöst. In größeren Tiefen werden Ankertauminen auch gegen U-Boote eingesetzt. Herkömmliche Zündmechanismen bestehen aus den Sensoren (die „Hörner“ auf der Mine), in denen sich ein Glasröhrchen mit Säure befindet, und einem trockenen Galvanik-Element, welches den Strom über den Zündmechanismus erzeugt. Wird eines der „Hörner“ verbogen, bricht das Glasröhrchen, die Säure fließt aus und bildet mit dem Galvanik-Element eine Batterie, deren Strom die Zündung auslöst und so die ca. 300 kg TNT (Sprengstoff) im Minengefäß (der Kugel) zur Explosion bringt. Diese Ankertauminen wiegen ca. 500 kg und werden meistens von größeren Überwasser-Fahrzeugen (z.B. Minenlegern, Fregatten u.ä.) nach einem bestimmten Plan gelegt (Minnesperren oder Minenfelder). Ankertauminen werden geräumt, indem man das Ankertau durchtrennt und die aufschwimmende Mine durch Beschuss zur Explosion bringt. Ebenso verfährt man mit Treibminen, deren Ankertaue durch Korrosion oder schweren Seegang gerissen sind. (Quelle: Tafel) Abschriftlich ein Info-Service von Michael Ohmsen

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  • Uploaded on October 10, 2011
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    by Michael Ohmsen