Pont du Gard 1980

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Wensky on October 30, 2011

19 v. Chr. H40/70 Agrippa, Augustus’ Schwiegersohn, wollte Nîmes mit einer Wasserleitung versorgen. Die Steinblöcke wiegen bis zu 6t, sind trocken gemauert. Die Brücke wurde mehrfach instand gesetzt. Die Wasserleitung war ca. 1,80 hoch und mit Steinplatten überdeckt, um Verdunstung zu verhindern (Oberste Bogenreihe). Täglich 20.000 Liter. Neigung 34 cm pro km.

Fahrstraße erst im 18. Jh.

Die Neigung, die nötig war, um das Wasser fließen zu lassen, betrug 34 cm pro km. Wie die damaligen Baumeister das exakt berechnet haben, ist das größte Geheimnis. Denn die Wasserleitung ist alles andere als gerade. Die Luftlinie zwischen Quelle und Ziel beträgt zwar nur 20 km, aber dazwischen lag Gebirge und man musste einen großen Umweg von 50 km in Kauf nehmen. Trotzdem ist das gesamte Gefälle nicht höher als 17 m auf 50 km. Und dabei hat man noch auf die jeweilige Beschaffenheit der Teilstrecken Rücksicht nehmen müssen. In Kurven musste die Fließgeschwindigkeit gesenkt werden, das Gefälle demnach auch.

Die ganze Konstruktion wird in der Literatur einhellig als technische Meisterleistung gelobt. Nicht alles, was hier zu sehen ist, ist antik. Die Brücke, die sich neben das Aquädukt anlehnt, wurde im Mittelalter errichtet und im 18. Jh. grundlegend erneuert, als auch die Fahrstraße aufgesetzt wurde. Überall am Mauerwerk ragen unregelmäßige Steine hervor, an denen bei der Konstruktion die Baugerüste verankert wurden. Man ließ sie nach der Fertigstellung stehen, um bei eventuellen Reparaturen sofort neue Gerüste anlegen zu können.

oben: L-275 35 Bögen H-49 Mitte: L-242 11 Bögen unten: L-142 6 Bögen

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