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Paris, Saint-Séverin 1998

Saint–Séverin

Die heutige Kirche ist kein bedeutendes Bauwerk. Ihre Geschichte allerdings ist sehr interessant. Hier soll um 650 eine Kapelle gestanden haben, gegründet von Séverin, von dem man nicht mehr weiß, als dass ein Sohn Chlodwigs sein Schüler war. Dieser Bau wurde von den Normannen zerstört. Im 11. Jahrhundert wurde eine neue Kirche errichtet, von deren Umbauten man aber auch nichts weiß. Dann kommen diverse Anbauten, über die man genauer unterrichtet ist.

Es ist ein pittoreskes Gebäude, in dem sich die verschiedenen Bauepochen mehr oder weniger glücklich miteinander verbinden. In der Mitte des 15. Jahrhunderts wurden zwei nördliche Seitenschiffe angebaut und das Gewölbe des inneren südlichen Seitenschiffes erneuert. Nach 1458 kamen fünf östliche Joche des Langhauses hinzu. Der Glockenturm wurde von 1485-87 gebaut, der Chor ab 1489-1496 (Weihe), 1498-1520 wurde ein Kapellenkranz um die Seitenschiffe herum geführt. Die Westfassade und die Südseite stammen aus der Zeit 1489–95. Das Portal wurde Mitte 13. Jahrhundert für eine andere Kirche - nämlich für Saint–Pierre–aux–Boeufs - geschaffen und im 19. Jahrhundert in die Fassade von Saint–Séverin eingesetzt.

Zusammenfassen lässt sich das Ganze in der Behauptung, dass Saint–Séverin hauptsächlich ein Bauwerk der Spätgotik ist. Das berühmteste Bauteil von Saint–Séverin ist ein gedrechselter Säulenschaft im Chor aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert.

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    by Wensky