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Pompeji (1982)

DER AUSBRUCH DES VESUVS

Am 24. August des Jahres 79 n. Chr. brach der Vulkan Vesuv aus. Wieder–Entdeckung von Pompeji im 16. Jh., große Ausgrabung ab 1748.

13 Uhr: Explosion der Vulkanspitze: kochende Lava steigt bis zu 15 km in den Himmel – die Bewohner Pompejis betrachten interessiert das einmalige Schauspiel – von Misenum auf der anderen Buchtseite aus beobachtet Plinius den Ausbruch.

Die Feuersäule verliert an Kraft und breitet sich aus – der Wind weht Richtung Pompeji und nicht Richtung Meer wie sonst – der Himmel verdüstert sich – die gasförmige Lava verbindet sich mit der Luft, kühlt ab und fällt zur Erde.

*13,30 Uhr: aus der Mischung von Lava und Luft entsteht Bimsstein, der jetzt stundenlang auf Pompeji fällt. Zwischen dem leichten Bimsstein fallen auch schwere Gesteinsbrocken mit 200 km/h auf die Erde.

14 Uhr: Panik breitet sich aus.

Nachmittag: mehr als 100 Mio. Tonnen Bimsstein und Asche sind auf Pompeji gefallen – die Dächer stürzen unter dem Gewicht allmählich ein.

17 Uhr: Herculaneum ist bis jetzt nicht betroffen, trotzdem fliehen viele Einwohner und hoffen am Strand auf Rettung – die Wolke aus Magma und Asche reicht nun 25 km in den Himmel.

20 Uhr: die immer noch herunterfallenden Bimssteine blockieren die Türen und schließen die Bewohner ein – jede Sekunde werden ca. 100.000 Tonnen in den Himmel geschleudert. Gleichzeitig entwickelt sich im Innern des Vulkans eine weitere Phase: die Magmakammer leert sich – jetzt wird Gestein nach oben gedrückt – dadurch wird der Schlot instabil und droht einzustürzen.

21 Uhr: Bimsstein und Asche ziehen die Feuchtigkeit aus der Luft, bei den Menschen werden Mund und Hals trocken und beginnen zu brennen.

Ein Teil des Schlots mit dem schweren Gestein bricht zusammen und stürzt wie ein Flutwelle den Vulkanhang hinunter: eine Lawine aus extrem heißer Asche und geschmolzenem Stein (pyroklastische Welle) – diese Welle rollt auf Herculaneum und seinen Strand zu – der Tod tritt sofort ein, die Menschen verkohlen (300 Skelette sind gefunden worden). Nach Ende der Katastrophe bedeckt Herculaneum eine 25 Meter dicke Schicht aus Vulkangestein.

25. August

3 Uhr: die Brunnen in Pompeji sind allmählich verstopft, das Wasser wird knapp.

6 Uhr: sämtliche Bewohner an der Bucht von Neapel geraten in Gefahr – im Zentrum des Vulkans stürzt die Magmakammer ein – Folge: eine weitere pyroklastische Welle, die direkt auf Pompeji zuläuft – die Lawine stoppt vor der nördlichen Stadtmauer, aber die tödliche Wolke aus CO2 verbreitet sich schnell in der Stadt, verätzt Augen und Mund und nimmt den Menschen den Atem.

Die Eruptionen des Vesuvs lassen nach – jetzt ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis der ganze Schlot zusammenstürzt – auf einer Seite des Schlotes explodiert eine Blase aus Asche und Stein – diese pyroklastische Welle ist weitaus heißer und zerstörerischer als alle ihre Vorgänger, mit über 100 km/h erreicht sie in wenigen Minuten Pompeji.

7 Uhr: 18 Stunden nach Beginn des Ausbruchs stürzt der Fuß des Schlots zusammen – eine letzte große Giftwolke hängt über der Bucht von Neapel – die Giftwolke tötet Tausende, die aus Pompeji aufs Land geflohen waren – Plinius d. J. kommt davon und konnte das Geschehen genau beschreiben.

Seine lange Zeit teilweise als unglaubhaft bewerteten Beschreibungen konnten mittlerweile von der Wissenschaft bestätigt werden – solche Wolken heißen heute ‚Plinius–Wolken’. Mehr als 10 Mrd. Tonnen Bimsstein, Felsen und Asche hatte der Vesuv in 18 Stunden ausgespieen. Mehr als 5000 Einwohner sterben. Man schätzt, dass sich eine solche Explosion alle 2000 Jahre ereignet.

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  • Uploaded on November 29, 2011
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    by Wensky