Interior de Termas do Gravatal ©Germano Schüür

Selected for Google Maps and Google Earth

Comments (8)

Germano Schüür on January 31, 2007

Responsáveis pelo desenvolvimento turístico e econômico da região, as águas termais de Gravatal são consideradas as segundas do mundo, superadas em qualidade apenas pelo complexo de Aux-Les Therm, na França. Captada e aproveitada "in natura" por sete hotéis instalados no complexo termal, a água jorra a uma temperatura média de 37ºC, com vazão de 40 litros por segundo. A cidade também tem História: visite a Igreja de São Sebastião, com mais de 150 anos, localizada no centro da cidade, a Gruta Nossa Senhora da Saúde e o Santuário do Sagrado Coração de Jesus.

Natureza

Faça o Passeio Ferroviário de locomotiva a vapor, percorrendo o trecho entre Tubarão e Urussanga, sempre no terceiro domingo de cada mês. Também é uma boa opção passear pelo centro e comprar algumas peças do artesanato local, famoso pela qualidade dos acolchoados de lã de carneiro, travesseiros de pena e pluma de ganso, mantos e tapetes confeccionados em teares manuais, além das peças em cerâmica, tricô e crochê. Outra boa dica são os produtos coloniais.

Infra-estrutura turística

A rede hoteleira de Gravatal é considerada de primeira linha, com hotéis de categoria internacional, cabanas, áreas de camping e pousadas. A rede gastronômica também é de primeira, com predomínio dos pratos da culinária italiana. A cidade conta com boa infra-estrutura de lazer e entretenimento, além de centros comerciais e pontos de venda de produtos típicos.

Fonte: Santa Catarina - Municípios - Gravatal

Conheça meu trabalho em PHOTOGRAPHIA

Krewinkel-Terto de A… on June 23, 2009

Germano Schüür, Obrigado pela reação. Mais uma pergunta: A árvore nesta foto é um benjamim? Ats, J. Terto de Amorim

Geerten on August 8, 2009

Hello Germano, is your family of Dutch descent??

in Dutch, the word schuur means shed in the back of the garden. I cannot think of any other language where the word 'schuur' exists...

greetings, Geerten.

Germano Schüür on August 8, 2009

Alô Geerten.

Mein Grossvatter Brief von Emden (Ostfriesland) (http://www.panoramio.com/user/120756/tags/Ostfriesland)

Brief von Heinrich Menno Schüür, geb. 4.2.1872, der im Januar 1924 mit seiner Frau und seinen Kindern nach Brasilien auswanderte

Geschrieben na Bord während der Überfahrt na seine Mutter Ida Hauke Schüür

"Carta do Navio", escrita durante a viagem por Heinrich M. Schüür à sua mãe Hauke que ficou na Alemanha.

A tradução está abaixo e foi feita por Dorothéa F. Walter

In Gottes Hut. An Bord von Villa Garcia, den 29.1.1924

An unsere Lieben in Sulingen!

Morgen abend in der Nacht werden wir wohl in Spanien anlaufen und möchten wir gerne noch einige Zeilen schreiben. Ihr werdet doch wohl gerne wissen wollen, wie es uns geht und wir wollen ja auch gerne einen Sorgenstein don Deinem Herzen nehmen liebe Mutter. Die voraussichtliche schlimmste Tour, wo uns Stürme hätten treffen können, haben wir jetzt hinter uns. Die Nordsee, der englische Kanal und der Golf von Biskaya sind ja die schlimmsten Punkte auf der Reise. Wir sind, dem Herr sei Dank, alle recht gesund und wohl. Hoffentlich Ihr Lieben auch noch. Nun wollen wir Euch das Leben an Bord schildern und wie es uns hierher ergangen ist. Dann könnt Ihr uns in Gedanken begleiten und bitten Dich, liebe Mutter, uns auch in Deinen Gebeten zu gedenken.

Nachdem wir am 26.Jan. nach vielem Hin- und Her and Bord gebracht wurden (ich weiss nicht, ob ich davon in Briefen noch davon berichtet habe) mussten wir uns gleich trennen. Die Frauen und Kinder kamen nach vorne in die Frauenabteilung und die Männer hinten ins Schiff. Wie wir unten in den Abteilungen ankamen, stand unser Verstand fast still, so erschraken wir. Hier waren Bett an Bett übereinander, mehrere Hundert in einem Raum nur durch kleine Gänge hin und her getrennt. Von den Füssen muss man hinein kriechen und bis oben hinauf klettern. Ich bin gleich zu meinem 1. Offizier gewesen, ob wir nicht noch Kammern bekommen; aber es waren keine mehr da, wie er sagte. Nun mussten wir uns ja in das Unvermeidliche fügen und uns Lagerstätten aussuchen. Ein fürchterlicher Geruch herrschte überall. Sein Gepäck musste man schon mit ins Bett nehmen. Es war auch nur eine Matratze nicht mal überzogen. Nur eine Wolldecke stand uns zur Verfügung. Bei den Frauen war durch das viele Kindergeschrei ein lärm und bei den Männern durch das Johlen, Singen und Musizieren mit Handharmonikas ein wüster Lärm. Wie wir uns dann an Deck begaben und einen Rundgang machten, kam ich auch in den schönen Speisesaal der 3.Klasse. Hier waren um einen schreibenden Schiffsoffizier viele Leute herum und als ich mich erkundigte was da los war, hörte ich, dass noch Kammern zu vergeben waren. Da habe ich gleich 2 Kammern mit je 4 Betten genommen, was uns 72 Dollar kostete. Wie froh waren wir nun, als wir unsere schönen Kammern mit Brechgefäss und Töpfchen versehen, beziehen konnten. Nun können wir uns doch ungestört ausziehen und beieinander sein. Auch das Essen ist viel angenehmer. Wir wurden im Speisesaal hotelmässig bedient. Jeder hatte seinen numerierten Platz. Morgens um ½ 7 Uhr wird geweckt, um 7 Uhr ist Frühstück. Da gab es Kaffee, Brot, Butter, Marmelade und eine Milchsuppe (Reis, Haferflocken oder dergl.) oder 2 Eier. Um 11 Uhr ist Mittag. Da gab es erst eine kräftige Fleischsuppe, dann Fleisch, Gemüse, Kartoffeln und Brot und Kaffee hinterher. Um 3 Uhr gab’s Kaffee mit Kuchen (feines Weizenbrot mit Rosinen). Abends 5 Uhr gab es schon wieder Abendessen. Da gab es feinen Tee, Brot, Butter, Käse oder Wurst und Fleisch mit Gemüse. Alles Essen ist sehr schmackhaft und man kann so viel essen wie man will und kann. Besser und schöner können wir es niemals bekommen. Die Wohndeck-Passagiere haben es nicht so gut bekommen, aber auch genug, nur die schöne Bedienung fehlte und Verschiedenes.

Nun über die Fahrt und was drum und dran hängt.

Am 26. Januar abends um 6 Uhr fuhren wir in Hamburg ab und kamen nachts, als wir schliefen, in die Nordsee. Das Wetter war ruhig als wir abfuhren. Als wir morgens erwachten und an Deck kamen, war die See ein schönes Bild, überall Wellen und Wellen mit weissen Schaumkappen, es war herrlich. Das Schiff wogte auf und ab. Jetzt wurden viele Seekrank. Bei uns fing Anny erst damit an. Darauf folgten Lini, Volkmar, Heini, Kea. Niklas und ich haben uns abends auch einmal gebrochen. Wie froh waren wir nun, ungestört in unseren Kabinen liegen konnten und wir ungeniert brechen konnten. Wie sah es nun in den Wohndeck-Abteilungen aus? Die ganzen Gänge waren voll. Die oben lagen spien auf die Unteren und dabei ein Geruch, ein Stückchen Hölle.

Am Montag Mittag waren alle wieder mobil. Das Wetter war recht ruhig als wir durch den englischen Kanal fuhren. Auch bis heute, den 30. Jan., ist die See recht ruhig und herrlich, immer linde Luft sodass wir immer an Deck sein konnten. Unser Clärchen hat nichts von der Seekrankheit gehabt.

Mit uns fahren viele Baptisten und Freunde, die das gleiche Ziel haben. Wir singen, lesen und beten zusammen an Deck und freuen uns so recht in dem Herrn. Wir möchten alle zusammen bleiben und wollen eine Siedlungsgenossenschaft gründen und versuchen von der brasilianischen Regierung ein Siedlungsgebiet zu bekommen, von mindestens 100 Kolonisten mit denen wir dann eine Gemeinde mit Kirche und Schule bilden können. Wir Fühlen uns alle vom Herrn abhängig und Er wird es uns gelingen lassen, obwohl die meisten nichts oder nur sehr wenig haben.

Hier ist auch eine Siedlungsgemeinschaft aus Hagen in Westfalen an Bord, die steigen in Santos in Brasilien aus und bekommen von der Regierung Land im Urwald. Haben auch von der Regierung alle mögliche Hilfe. Werden bis zur nächsten Ernte umgepflügt bekommen. Land auf Kredit und auch Baumaterial geliefert.

Wir haben uns 2 Liegestühle gemietet für die ganze Reise. Dann ist es gemütlich an Deck. Herrlich ist die Fahrt bis hierher gewesen. Jetzt ist hier ½ 6 Uhr (bei Euch ist es schon nach 8 Uhr). Um 8 Uhr kommen wir in La Coruna in Spanien an. Um 12 Uhr geht’s weiter. Morgen Mittag werden wir in Vigo sein, wo wir auch einige Stunden an Land gehen wollen.

Es grüsst und küsst Euch in inniger Liebe

Heinrich Schüür, Kea und Kinder

Geerten on August 9, 2009

this is very interesting! what a story. maybe you know that Friesland lies in Holland, so Ostfriesland is just over the border in Germany. Is that why you are called Germano? thanks for the story.

Geerten

Germano Schüür on August 9, 2009

Alo Geerten.

Germano ist Hermann in portuguese

João Fontoura on August 10, 2009

Magnifica.

Paulo Yuji Takarada on February 2, 2010

Germano Schüür, linda tomada da rusticidade das construções no mio rural, parabéns pelo registro.

Postei no primeiro tópico do fórum sobre o seu questionamento, deixei recado para Cleber, ok?

Saudações, de Dourados - Mato Grosso do Sul - Brasil

Sign up to comment. Sign in if you already did it.

Germano Schüür
Caxias do Sul \u002D Rio Grande do Sul, República Federativa do Brasil

Photo details

  • Uploaded on February 1, 2007
  • Attribution-Noncommercial-No Derivative Works
    by Germano Schüür

Groups