Walhalla - Goethe (1983)

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Wensky on January 21, 2012

1830-42, Bm. Klenze. Einziges deutsches Nationaldenkmal 1H19. Bis auf drei Fürstinnen lauter Männer (2003 Sophie Scholl von der ‚weißen Rose’). Hier stehen auch Schweizer und Elsässer, Holländer und Balten (großzügiges Nationaldenken).

Eröffnet 18.10.1842. Gestiftet von Ludwig I. von Bayern. 22 Jahre nach seinem Tod kam seine Vollfigur in diese „deutsche Ruhmeshalle“, alle anderen sind Brustbüsten. Ludwig war kaum 20, als ihm die Idee kam, eine Ehrenhalle der Deutschen zu planen. Schon 1807 hatte er bei Schadow in Berlin eine Büste Friedrich des Großen bestellt, obwohl Preußen gerade gegen Napoleon unterlegen war.

Giebel von Ludwig Schwantaler (Schöpfer der Bavaria).

Dachstuhl aus Eisen (bis dahin nur in Großbritannien bekannt), auf kleinen Walzen gelagert, die Temperaturschwankungen und Windstöße auffangen. Deckenverkleidung: Erzplatten, geschliffen und vergoldet. Wandmarmor: deutscher Marmor aus Bayern und Tirol.

Für eine Aufnahme in die Walhalla sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen: Die in Frage kommende Persönlichkeit muss wenigstens 20 Jahre tot sein, der deutsch - germanischen Sprachfamilie zugehören und natürlich Bedeutendes in Politik, Sozialwesen, Wissenschaft oder Kunst vorweisen können. Anträge auf Aufnahme neuer Büsten können von jedermann beim Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst eingereicht werden, das die eingehenden Anträge sammelt. Traditionell erfolgen neue Büstenaufstellungen etwa im Abstand von 5 bis 7 Jahren. Mit Einleitung eines neuen Aufstellungsverfahrens übermittelt das Staatsministerium alle vorliegenden Anträge der Bayerischen Akademie der Wissenschaften zur gutachtlichen Stellungnahme. Die Akademie gibt auf der Grundlage der Vorgaben des Stifters und der Verdienste der vorgeschlagenen Persönlichkeiten eine Bewertung ab. Diese dient als Basis für einen Aufstellungsvorschlag des Staatsministers für Wissenschaft, Forschung und Kunst an den Bayerischen Ministerrat, der die endgültige Auswahl trifft. Die mit der Anfertigung und Aufstellung der Büste verbundenen Kosten werden traditionell nicht vom Freistaat Bayern, sondern von den an der Aufstellung interessierten Persönlichkeiten und Vereinigungen getragen.

Derzeit werden in der Walhalla 125 Persönlichkeiten "teutscher Zunge" in Form von Marmorbüsten und weitere 64 durch Gedenktafeln geehrt. Für den Erbauer Ludwig I. wurde 1890 ein Standbild errichtet. Als jüngste "Walhall-Genossen" wurden Albert Einstein (1990), die Ordensgründerin Schwester Maria-Theresia Gerhardinger (1998) sowie Altbundeskanzler Konrad Adenauer (1999) und Johannes Brahms (2000) aufgenommen.

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    by Wensky

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