Kyffhäuser

Selected for Google Maps and Google Earth

Auszug aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Reichsburg_Kyffhausen „Die Anfänge der Burg sind weitgehend ungeklärt, da die schriftlichen Quellen zur Burg erst spät einsetzen und insgesamt spärlich sind. Ihre Errichtung wird aber zweifellos in einem engen Zusammenhang mit der Verwaltung und Sicherung des umfangreichen Reichsgutes im südlichen Harzvorland und der Goldenen Aue und dem Schutz der nur zwei Kilometer entfernt gelegenen Pfalz Tilleda stehen. Zum Jahr 1118 wird in den schriftlichen Quellen bereits von einer Zerstörung des castrum etiam Cuphese durch den sächsischen Herzog Lothar von Supplinburg berichtet. Diese erfolgte im Zuge der Auseinandersetzungen mit König Heinrich V., den sogenannten Sachsenaufständen. Diese Nachricht ist zugleich die erste schriftliche Erwähnung der Burg. Ihre Errichtung dürfte damit bereits im 11. Jahrhundert wohl in der Regierungszeit des deutschen Königs Heinrich IV. erfolgt sein, im Bereich der Oberburg nach Ausweis der Funde eventuell sogar bereits im späten 10. Jahrhundert... Nach der Zerstörung 1118, die sich auch in einer bei den Ausgrabungen an mehreren Stellen in der Unterburg angetroffenen Brandschicht zeigte, erfolgte ein rascher und umfangreicher Wiederaufbau wohl schon in der Regierungszeit König Lothars von Supplinburg, der unter Friedrich I. Barbarossa abgeschlossen wurde. Ob Barbarossa während seiner Aufenthalte in der Pfalz Tilleda wie 1174 auch auf der Reichsburg Kyffhausen weilte, kann nur vermutet werden. Im 12. und 13. Jahrhundert erlebten die drei unmittelbar aufeinanderfolgenden Burgen den Höhepunkt ihrer Bedeutung. Dieser dokumentiert sich zum einen in der Zahl und Qualität der in dieser Zeit errichteten Gebäude und zum anderen in den zahlreichen und qualitätsvollen Metallfunden wie zum Teil vergoldeten Bronze- und Kupfergegenständen aus der Oberburg, der offenbar die Funktion einer Kern- oder Hauptburg zukam. Allerdings sind für diese Zeit keine Herrscheraufenthalte mehr bezeugt. In den Quellen werden für die Mitte des 12. Jahrhunderts bis zur ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts lediglich Reichsministerialen wie die späteren Herren von Mildenstein genannt, die die Burg und das Tafelgut verwalteten. Die bereits durch die Verwendung des Konglomeratschichten führenden Kyffhäuser-Sandsteines blassrot erscheinenden Mauern hatten in der Stauferzeit mindestens zweimal zusätzlich rotfarbige Putzschlämme erhalten. Nachdem solche dünnen Putze bereits bei den Untersuchungen in den 1930er Jahren an den Ringmauern der Ober- und Unterburg beobachtet worden waren, konnten sie 1995 erneut und nun auch an anderen Gebäuden im Burgbereich, insbesondere an der Burgkapelle der Unterburg, nachgewiesen werden. Der Farbe Rot, die auch andere Reichsburgen und Bauten Kaiser Friedrich I. Barbarossas wie das Augustiner-Chorherrenstift in Altenburg, die sogenannten „Roten Spitzen“, auszeichnete, kam eine besondere symbolische Bedeutung zu. Sie sollte den kaiserlichen Bauherren signalisieren und wird die optische Wirkung der Burg auf dem unbewaldeten, abgeholzten Bergrücken enorm gesteigert haben. Bereits am Ende des 13. Jahrhunderts verlor die Burg ihre strategische Bedeutung für das Königtum und erlebte in der Folgezeit mehrfache Besitzerwechsel. Nachdem die Grafen von Rothenburg als Inhaber der Burggrafschaft ausstarben, übertrug König Rudolf von Habsburg dem Grafen Friedrich V. von Beichlingen das Amt des königlichen Burggrafen. Im Jahr 1375 mussten die Grafen von Beichlingen die Burg Kyffhausen von den Thüringer Landgrafen aus dem Haus Wettin zu Lehen nehmen. Aber bereits 1378 verpfändete der Landgraf von Thüringen die Burgen Rothenburg und Kyffhausen für 970 Mark an die Grafen von Schwarzburg. Trotz des vereinbarten Rückkaufrechts kamen beide Burgen nicht mehr in den Besitz der Landgrafen von Thüringen. 1407 erhielten die Grafen von Schwarzburg-Rudolstadt das Lehen über die Burg und lösten somit die Grafen von Beichlingen ab. In der Düringischen Chronik des Johannes Rothe († 1434) wird Kyffhausen als „wustes sloz“ bezeichnet. Lediglich in der Unterburg wurde die Kapelle nochmals wiederhergestellt und 1433 als Wallfahrtskapelle „Zum heiligen Kreuz“ geweiht. Davon zeugen neben dem Bau selbst auch mehrere Bestattungen und die Funde von Pilgerzeichen. Spätestens mit der Reformation verlor auch dieses regionale Wallfahrtzentrum an Bedeutung und der Berg wurde bis zum Bau des Kyffhäuserdenkmals lediglich durch einen seit dem 15. Jahrhundert betriebenen Steinbruch genutzt“.

Auszug aus: http://www.kyffnet.de/Ausflugsziele/Burgen/BurgKyffhausen/burgkyffhausen.html: “Die erste mittelalterliche Burg entstand auf dem Burgberg etwa im 11. / Anfang des 12. Jahrhunderts und wurde nur kurz nach ihrer Fertigstellung nach dreijähriger Belagerung bei Kämpfen im Jahre 1118 zerstört. Nur kurze Zeit später wurde die Burg wieder aufgebaut und erreichte ihre uns heute bekannten Ausmaße. Der Aufbau der Burg dauerte vermutlich bis in die Regierungszeit von Friedrich I. (Barbarossa). Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Burg zu einem imposanten Bauwerk entwickelt: das gesamte Mauerwerk war weiß verputzt, die Außenwände der Wohn- und Kirchenbauten reich bemalt, die Palas- und Kirchenbauten mit silbrig schillernden Bleiplatten und die Gebäude und Türme mit farbig abgesetzten, großformatigen Mönch- und Nonnenhohlziegeln eingedeckt. Aus Sicherheitsgründen war der Burgberg bis zu einem Abstand von 300 m um die Ringmauer abgeholzt und völlig kahl. Das Burgareal unterteilte sich in die drei Teile Ober-, Mittel- und Unterburg, die durch Abschnittsgräben voneinander getrennt waren. In dieser Form spielte die gewaltige Burganlage weniger als 100 Jahre eine Rolle, da das Interesse des Reiches am Kronbesitz in dieser Gegend durch staufisch-welfische Gegensätze und den Niedergang des Stauferreiches stark zurückgegangen war. Die Burg diente bald nur noch adligen Verwaltern als Wohnung, wurde verteidigungstechnisch nicht weiter ausgebaut und die ursprüngliche romanische Bauform blieb erhalten. Vermutlich war die Burg schon zu Beginn des 16. Jahrhunderts bis auf die Kapelle der Unterburg eine Ruine, die in den letzten Jahrhunderten für Bauzwecke der Bevölkerung der umliegenden Ortschaften abgetragen und immer wieder von Schatzsuchern aufgesucht wurde, die in den Ruinen der Reichsburg Schätze des Kaisers vermuteten und dabei wertvolle Geschichtszeugnisse zerstörten”

Show more
Show less
Save Cancel Want to use bold, italic, links?

Sign up to comment. Sign in if you already did it.

Photo details

  • Uploaded on January 17, 2008
  • © All Rights Reserved
    by waldwind
    • Camera: Canon PowerShot A95
    • Taken on 2007/12/25 08:45:14
    • Exposure: 0.002s (1/640)
    • Focal Length: 7.81mm
    • F/Stop: f/2.800
    • Exposure Bias: 0.00 EV
    • No flash

Groups