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Tanken Anno Tobak II

Quelle Wikipedia. Als die ersten Verbrennungsmotoren konstruiert wurden, gab es Benzin und andere Treibstoffe, wie Petroleum, nur in Apotheken. Als erste „Tankstelle“ der Welt wird deshalb die Stadt-Apotheke in Wiesloch genannt, wo Bertha Benz bei ihrer Automobil-Überlandfahrt Anfang August 1888 von Mannheim nach Pforzheim, an die seit 2008 die offizielle deutsche Ferienstraße Bertha Benz Memorial Route erinnert, das Leichtbenzin Ligroin einkaufte. Ligroin diente damals in erster Linie der Reinigung von Kleidung (Waschbenzin).

Etwa ab 1900 entstanden auch andere Verkaufsstellen für Treibstoffe. Das erste Tankstellenverzeichnis in Deutschland stammt aus dem Jahr 1909. Es handelt sich um eine Aufstellung von ca. 2500 Drogerien, Kolonialwarenhändlern, Fahrradhandlungen, Hotels und Gaststätten, die Benzin bereithielten.[2]

Das zur damaligen Zeit verkaufte Benzin wurde in beliebige Behälter abgefüllt, die den heutigen Sicherheitsvorschriften in keiner Weise entsprachen. Häufig dienten nicht mehr benötigte Milchkannen oder Flaschen diesem Zweck. Die Folge waren schwere Unfälle durch Entzündung des Treibstoffs, vor allem wenn beim Umfüllen in den Fahrzeugtank geraucht wurde. Erst langsam etablierten sich die heute gültigen Normen wie beispielsweise die Verordnung über brennbare Flüssigkeiten.

Mit verstärktem motorisierten Verkehr entstanden dann die ersten Zapfstellen, oft im Zusammenhang mit Autowerkstätten, die sich oft aus einer Schmiede oder Schlosserei entwickelten. Dabei handelte es sich in den ersten Jahrzehnten oft um Fasspumpen, wie sie lange auch noch in der heimischen Garage benutzt wurden (Fasstankstelle).

Später kamen Handpumpen-Säulen mit unter der Straßen- oder Bürgersteigdecke eingelassenen Benzintanks. Die Standard Oil of Indiana stellte 1917 den Einheitstyp der Tankstelle vor, der unter Abwandlungen bis heute besteht, damals „Großtankstelle“ genannt. Die Zapfsäulen und die tankenden Kunden werden von einem frei stehendem Dach, unter das mit dem Kraftfahrzeug gefahren werden kann, gegen Regen geschützt. Das zu den Zapfsäulen hin voll verglaste Kassenhäuschen befindet sich einige Meter abseits und ein Preismast bewirbt die Preise an der Straße. Tankstellen in dieser Bauart entstanden seit den 1920er Jahren. Die erste Tankstelle im Deutschen Reich wurde Ende 1922 von der Mineralölfirma OLEX am Raschplatz in Hannover eröffnet. Die gleiche Firma errichtete in ihrem Geschäftshaus in Berlin-Schöneberg an der Mühlenstraße eine Tankstelle. Am 11. August 1927 konnten die Autofahrer nach dem US-amerikanischem Vorbild (wo dies bereits seit 1907 möglich war) erstmals in Hamburg an einer Zapfsäule tanken. Jetzt betankte man die Autos direkt durch den Füllrüssel, so dass der Tankwart nicht mehr umständlich mit den Kanistern zu hantieren brauchte.

Der Tankwart wurde 1952 in der Bundesrepublik zum "Lehrberuf" mit einer dreijährigen Lehrzeit erklärt[3][4]. Damit griff das Bundesverkehrsministerium eine Idee von 1942 wieder auf, die damals wegen des Krieges nicht mehr umgesetzt wurde. Die Nationalsozialisten hatten den Tankwart als "Anlernberuf" definiert.

Das Sortiment der ersten Tankstellen beinhaltete – neben dem Treibstoff – Schmieröle, Reifen, Zündkerzen und Zubehör, bei manchen war auch eine Werkstatt angegliedert. Später kamen noch Autoradios dazu.

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Photo details

  • Uploaded on May 24, 2012
  • © All Rights Reserved
    by alfonso II
    • Camera: Canon EOS 500D
    • Taken on 2012/05/24 10:14:49
    • Exposure: 0.008s (1/125)
    • Focal Length: 23.00mm
    • F/Stop: f/11.000
    • ISO Speed: ISO100
    • Exposure Bias: 0.00 EV
    • No flash