Das Krenkinger Schlößle - Krenkinger Castle

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Das Krenkinger Schlößle steht, durch einen Einschnitt von der Altstadt abgesetzt, auf der Südspitze des Engener Spornesd. Äußerungen über einen hier gelegenen römischen oder frühmittelalterlichen Bau sind spekulativ. Die erste schriftliche Nachricht über das "an Engen gelegene schloß Krenkingen" findet sich in einem Hewener Urbar (ein Grundbuch) im 15. Jh. Allerdings gibt es Hinweise auf eine hochmittelalterliche Burg: Eine Zeichnung in Ruegers "Schaffhausener Chronik" 1605 zeigt einen quadratischen, mit Buckelquadern verkleideten Turm. Auf der Stadtansicht in Merians "Topographia" ist er ebenfalls dargestellt. Baunachrichten fehlen.

In der Herrschaft der Herren von Hewen kam die Burg an die Landgrafen von Lupfen-Stühlingen. Johann von Lupfen (1532-37), Bischof von Konstanz, war angeblich der Erbauer der Felsenscheuer innerhalb des Burgberinges die mit dem "Schloß an der Straße" gleichgesetzt wurde, das nach seinem Rücktritt erbaut wurde. Die Funktion als Schloß wurde in Frage gestellt. doch paßt der 1571 datierte aufwändige Renaissance-Erker nicht zu einem Ökonomiegebäude.

1536 und 1555 datierte Wappensteine belegen Baumaßnahmen an der Hauptburg. 1554-56 wurde der Südflügel aufgestockt. Im 30-jährigen Krieg steckten 1640 schwedische und hohentwielsche Soldaten Teile der Stadt und das Schloß in Brand. Der Nordflügel wurde niedriger neu aufgebaut. Ein viereckiger Treppenturm verband die Flügel.

Wohl nach der Zerstörung 1640 wurde der Hauptturm abgerissen. Er stand wohl frei vor der Nordseite des Nordflügels und besaß im letzten Ausbauzustand ein verputztes oberes Stockwerk und als Abschluß einen polygonalen Aufsatz (Türmerstube).

1800 plünderten und verwüsteten französische Truppen das Schloß. Nach dem Verkauf durch die Grafen von Fürstenberg 1829 an einen Gastwirt und Brauer war das Schloß Lagerhaus und Gartenwirtschaft. 1891 erwarb es der badische Staat; nach dem Ausbau 1892/93 befanden sich Amtsstuben darin. Die letzte Sanierung erfolgte bis 2001. Zu dieser Zeit war die Polizeistation und ein Notariat in dem Gebäude untergebracht, seit 2001 dient es als Forstamt.

Der Kernbau setzt sich aus zwei stumpfwinklig aneinanderstoßenden Flügeln zusammen. Der dreistöckige Südflügel mit Treppengiebeln ist im Grundriß innen trapezförmig, außen fünfeckig. Der kleinere Flügel erhielt beim Ausbau 1892/93 seine Gestalt. Damals entstand der runde Treppenturm (Wetterfahne 1893 datiert) anstelle des eckigen.

Merians Darstellung zeigt neben dem Wohnbau und dem Wohnturm mehrere z. T. in Fachwerk errichtete Nebengebäude. Bemerkenswert ist die großenteils erhaltene, im Wechsel von innen runden Feuerwaffenscharten und von großen Öffnungen durchbrochene Zwinger-Gartenmauer an der Südseite. An ihrer Südweststrecke erhebt sich ein runder Flankenturm mit Maulscharten, der vermutlich in mehreren Bauphasen entstand, sein wesentliches Erscheinungsbild aber etwa um 1500 erhielt.

Quelle: Schild am Gemäuer des Krenkinger Schlößles

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Comments (3)

Goldfoto on June 8, 2012

das ist schon kein Schlössle mehr sondern eine recht imposante Schloßanlage...LIKE und viele Grüße, Karl-Heinz !

Strucki on June 9, 2012

Das "le" wird bei uns in Baden an alles Erdenkliche angehängt, Karl-Heinz, das hört sich dann gleich viel netter an.

Hier ein paar Beispiele: Badisches Zwiebelsüpple, ... Städtle, ... Dörfle, ... Ländle, ... Kässpätzle, ... Kampfhundle, ... Kathaströphle, ... Atombömble, ... Massenmörderle, ... ;)

Liebe Grüßle

Struckile

herba on June 23, 2012

Hoi, Strucki , der Anblick ist genial!

Beste Grüße von herba

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Photo details

  • Uploaded on June 7, 2012
  • © All Rights Reserved
    by Strucki
    • Camera: Canon EOS 7D
    • Taken on 2012/05/17 15:47:59
    • Exposure: 0.005s (1/200)
    • Focal Length: 65.00mm
    • F/Stop: f/8.000
    • ISO Speed: ISO100

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