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Ruine Wildenberg im Odenwald

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Anlage und Plan der Burg Wildenberg

Die Wildenburg wurde um 1200 von den Herren von Dürn erbaut, einem Adelsgeschlecht, das plötzlich ins Rampenlicht der Geschichte trat, um nach 150 Jahren wieder zu verschwinden. Erstmals taucht der Name 'Rupertus de Durne' 1171 in einer Urkunde Friedrich I Barbarossas auf, um dann bis 1196 in und unter insgesamt 142 Urkunden Kaiser Barbarossas oder seines Sohnes Heinrichs VI. zu stehen. Er war stark in das höfische Leben der Staufer eingebunden. Sein Sohn nannte sich 1226 Cunradus de Wildenberc. Doch schon 1271 verkaufte dessen Sohn Rupert III die Burg an den Mainzer Erzbischof und das Geschlecht derer Von Dürn verschwand wieder im Dunkel der Geschichte. Die Wildenburg, eine staufische Ritterburg, hat monumentale Ausmaße von 90 x 39 Meter, das Dreifache der sonst üblichen Burganlagen des Hochmittelalters. Der Palas misst 200m², der Kamin darin hat 9m² Grundfläche und war damit so groß wie kein anderer Kamin der Stauferzeit. In den Diensten der Herren von Dürn stand auch der Minnesänger Wolfram von Eschenbach; 1203 hält er sich auf der Burg Wildenberg auf. Wolfram von Eschenbach erwähnt die Burg in seinem Werk Parzifal und vergleicht die Feuer, die in den riesigen Kaminen der Gralsburg brennen (davon gibt es gleich drei!) mit denen auf Burg Wildenberg: “Sô grôziu fiwer sît noch ê sach niemen hie ze Wildenberc.” - “So große Feuer hat noch keiner hier in Wildenberg gesehen, weder seither noch ehedem.” Man vermutet, dass auch die Wildenburg in die Beschreibung der Gralsburg eingeflossen ist, zumindest das 5. Buch ist hier entstanden.

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  • Uploaded on July 2, 2012
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    by Rita Eberle-Wessner