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Abendstimmung am Gnadensee in Allensbach

Die Legende vom Gnadensee

Der Name des Gnadensees kommt aus der Zeit, als die Gerichtsbarkeit auf der Insel Reichenau angesiedelt war.

Wurde ein Angeklagter zum Tode verurteilt, so konnte die Vollstreckung des Urteils nicht auf der Insel ausgeführt werden sondern nur am Festland, da die ganze Insel heiliger Boden war. Deshalb wurde der Verurteilte mit einem Boot zum Festland in Richtung des heutigen Allensbach gebracht, damit das Urteil dort vollstreckt werden konnte.

Wenn nun der Abt den Verurteilten doch noch begnadigen wollte, so ließ er eine Glocke läuten, bevor der Verurteilte am anderen Ufer ankam. Damit wurde dem Henker am Festland signalisiert, dass der Verurteilte Gnade erfahren hatte.

Diese Deutung ist eine wunderschöne Legende. Der Name Gnadensee lässt sich aber besser mit der gnädigen Mutter Maria, der Gnadenfrau erklären, nämlich als Ellipse der Gnaden[frau]see. Mittelzell war ein Marienkloster. Die Hauptstadt des Kantons Thurgau, Frauenfeld, war ebenfalls in Besitz der Reichenau: dieser Ortsname deuten wir: unserer Frauen Feld ‘das Feld unserer Frau (dem Marienkloster auf der Reichenau)’. Vgl. Thurgauer Namenbuch. Aus wikipedia

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    by herba