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Leipzig, Alte Nikoleischule

Die Geschichte der Alten Nikolaischule geht bis zum Ende des 12. Jahrhundert zurück. Am 11. März 1395 wurden die Ratsherren der Stadt Leipzig durch Erlass von Papst Bonifatius IX. ermächtigt, eine Stadtschule am Nikolaikirchhof oder Umgebung zu errichten. Zunächst gab es aber weiterhin nur eine Privatschule Schola Nikolaitana, die 1490 erstmals erwähnt wurde. Wegen der Gründung der Universität Leipzig 1409 fasste der Rat dann aber erst am 14. März 1498 einen Beschluss zur Errichtung der Schule, so dass 1511 das baufällige Haus Nikolaikirchhof 2 gekauft und zusammen mit der daneben liegenden Küsterei abgebrochen werden konnte. Am 6. Dezember 1512, dem Tag des heiligen Nikolaus, konnte die erste weltliche Schule Leipzigs eingeweiht werden. Auch nach Umbau und Erweiterung des Gebäudes im Jahre 1530, die wegen steigender Schülerzahlen erforderlich wurden, standen den Knaben vom 17. bis 19. Jahrhundert nur vier Schulstuben zum Unterricht zur Verfügung. Sie waren im Erdgeschoss und im dritten Stockwerk eingerichtet, während der Küster mit seiner Familie die gesamte erste Etage bewohnte. Als in Leipzig 1539 die evangelische Lehre eingeführt wurde, kam es zur Reformation der Nikolaischule. 1551 brannte das Schulhaus ab, und 1568 wurde ein Neubau errichtet, der 1596/97 im Renaissancestil umgestaltet wurde. 1611 war die Nikolaischule dann eine sechsklassige Lateinschule, erst 1716 fand die Ausbildung in deutscher Sprache Eingang in die Schulordnung. Eine Schulaula ebenso wie der bis dahin noch gänzlich fehlende Karzer standen erst nach der 1824–1827 erfolgten Angliederung des benachbarten Eckhauses zur Verfügung. Im in diesem Jahr im zweiten Obergeschoss des Hauses im spätklassizistischen illusionistischen Stil errichteten „Redesaal“ (Aula) der Schule erhielt Richard Wagner Musikunterricht. Dieser wohl schönste Raum wurde 1994 stilgerecht rekonstruiert und bietet heute bei Veranstaltungen 100 Personen Platz. Bis zum 19. Jahrhundert diente das Gebäude Schulzwecken. Nachdem am 15. April 1872 die Schule in ein neues Schulgebäude in der Königstraße 30 (heute Goldschmidtstraße) umgezogen war, waren hier unterschiedliche Einrichtungen untergebracht. So zum Beispiel 1886–1889 das Interim der Königlichen Baugewerkeschule, ab 1897 die 1. Sanitätswache des Samaritervereins, 1907–1910 die Hauptwache der Garnison, Lager, Geschäftsräume und Räume für die Leipziger Messe, eine Polizeiwache oder 1890–1896 die Geschäftsstelle der „Gemeinsamen Ortskrankenkasse für Leipzig und Umgegend“. Zu Zeiten der DDR ging das Gebäude 1953 in die Rechtsträgerschaft der Universität über. Nach einer Nutzung durch die Handelshochschule in den 1970er Jahren verfiel es mehr und mehr, so dass es die Bauaufsicht 1976 sperren musste, aus: Wikipedia

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Photo details

  • Uploaded on October 18, 2012
  • © All Rights Reserved
    by Rainer D
    • Camera: Canon EOS 50D
    • Taken on 2012/10/04 15:15:21
    • Exposure: 0.017s (1/60)
    • Focal Length: 17.00mm
    • F/Stop: f/5.600
    • ISO Speed: ISO100
    • Exposure Bias: 0.00 EV
    • No flash