Jardines de Alfabia

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Comments (2)

©polytropos on January 14, 2013

Da wird offenbar ziemlich viel Regen erwartet. So wie ich das sehe, sind das am Boden Entwässerungs- und nicht Bewässerungsrinnen.

Wim de Vries on January 15, 2013

poly hier ein kleiner Auszug aus Meriam :

"Ein glänzendes Beispiel maurischer Bewässerungstechnik und Wasserromantik sind die Jardíns d'Alfàbia bei Bunyola an der Straße von Palma nach Sóller. Hier, wo etliche Bergbäche der Tramuntana für einen - auf Mallorca seltenen - hohen Grundwasserspiegel sorgen, die felsigen Höhenrücken der Serra die rauen Nordwinde abhalten und eine nie versiegende Quelle sprudelt, beschloss im 12. Jahrhundert der Wesir Ben Abet, einen maurischen Mustergarten anzulegen. Ein Arboretum, ein Biotop der Extraklasse. Die windgeschützte Lage und der Wasserreichtum sorgten für das ungebremste Wachstum eines einmaligen Baumsammelsuriums, in dem neben den heimischen Oliven-, Steineichen- und Johannisbrotbäumen bis heute auch viele botanische Raritäten leben: Arten, die hier eigentlich nichts zu suchen haben. Skandinavische Tannen zum Beispiel, die Zeder, morgenländische Platanen, Aleppokiefern oder der aus China stammende Palisander. Eine immergrüne, von zahlreichen Palmenarten durchsetzte Oase in der kargen Bergwelt der Tramuntana.

Der eigentliche Reiz dieser wohltemperierten grünen Enklave aber ist das Wasser. Es spiegelt in Alfàbia nicht nur das Leben, es ist das Leben. Nützlich und lustvoll zugleich durchströmt, schmückt, strukturiert, erhält es das seit Jahrhunderten bewunderte muselmanische Paradies. Heute - ausgezeichnet als "Jardíns Histórico Artísticos" - ist es ein Teil des mallorquinischen Kulturerbes, verzaubert die Besucher mit bemoosten Wasserfällen, eleganten Springbrunnen, stillen Teichen, verspielten Grotten, versteckten Zisternen und funkelnden Kaskaden.

Ein Netz kaum sichtbarer, kleiner Kanäle verbindet all das untereinander. In den Wasserläufen fängt und spiegelt sich nicht nur das flirrende Licht, das durch die Baumkronen rieselt, sie erfüllen auch jeden Ort des Parks mit feinem melodischen Rauschen oder fröhlichem Plätschern: einst eine tönende Aquaschau für die maurischen Feingeister, heute ein Touristenmagnet. Eine Wasserpergola wird aus 24 barocken, steinernen Wasserspeiern gespeist und bildet einen langen, glitzernden Tunnel. Allerdings nicht mehr rund um die Uhr wie zu Zeiten der Mauren. Heute müssen die Besucher die Wasser per Knopfdruck zum Sprühen bringen."

Falls Du mal auf Mallorca bist, ist dieser Garten eine Reise wert :-)

Viele Grüße, Wim

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Photo details

  • Uploaded on January 12, 2013
  • © All Rights Reserved
    by Wim de Vries
    • Camera: Canon EOS 550D
    • Taken on 2012/10/05 10:41:17
    • Exposure: 0.017s (1/60)
    • Focal Length: 18.00mm
    • F/Stop: f/8.000
    • ISO Speed: ISO100
    • Exposure Bias: 0.00 EV
    • No flash

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