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nicht nur die Dampfwolke, vor allem die Nebenwirkungen sind zu gross

nicht nur die Dampfwolke, vor allem die Nebenwirkungen sind zu gross

by Markus Irniger

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Comments

Markus Irniger, on April 10, 2008, said:

Nicht nur Atomenergie schliesst die Energielücke Windenergie ist in Europa inzwischen rund 50% billiger als Atomenergie. Auch die Investitionen in andere erneuerbare Energien wie Geothermie, Biomasse und Solartechnik sind in den letzten Jahren generell stark gestiegen. Die Gestehungskosten sinken. Schon im Jahre 2010 wird es in Europa mehr Windkraft als Atomkraft geben (Leistung) und bis Mitte des nächsten Jahrzehnts wird die Windenergie die Atomenergie auch in kWh überholen. Verschiedene Szenarien weisen nach, dass eine Vollversorgung mit erneuerbaren Energien – auch ein Ersatz der fossilen Energieträger – bis ins Jahr 2050 möglich ist. Auf Atomenergie können wir verzichten. quelle:http://www.sp-ps.ch/index.php?id=476

Benedikt Jorns, on April 29, 2008, said:

Zum Glück sind "die Grünen" heute nicht mehr die einzigen umweltbewussten Bürger in unserem Land. Es gibt eine wachsende Zahl von Personen, welche versuchen, die komplexen Zusammenhänge in unserer Umwelt zu verstehen und entsprechend darauf zu reagieren. In einem Punkt zeigt sich allerdings eine grundlegende Differenz zu "den Grünen": Während diese fest davon überzeugt sind, bis ins Jahr 2050 sei ein Ersatz der fossilen Energiequellen durch erneuerbare Energie, bessere Energieeffizienz und zunehmendem Sparwillen möglich, sind die Vorhersagen der "nicht grünen" Umweltbewussten sehr viel pessimistischer. Die neusten verfügbaren Statistiken vom Bundesamt für Energie (2006) zeigen z.B., dass der Anteil der Sonnen- und Windenergie an der Gesamtenergie in der Schweiz nur gerade 0.064% ausmacht. Man muss sich bewusst sein, das ist noch nicht einmal ein Tausendstel unserer heutigen Energiebedürfnisse. Bei diesen mikroskopisch kleinen Anteilen der neuen erneuerbaren Energien sind grosse Zuwachsraten schnell einmal möglich: In der Schweiz betrug dieser Anteil im Jahr 2005 noch 0.047%. Doch weltweit gesehen nimmt der Anteil der neuen erneuerbaren Energien wegen dem stark wachsenden Gesamtenergiekonsum leider sogar noch ab. Dass wir unsere Bemühungen für die Erhaltung unserer Umwelt massiv verstärken müssen, ist offensichtlich. Eine zu optimistische Prognose aus dem Reich der Fantasien ist dabei alles andere als förderlich.

Markus Irniger, on April 30, 2008, said:

Beim Wetter kann man wissenschaftliche Prognosen machen. Bei der Entwicklung des Energieverbrauchs und der Verteilung dessen auf die verschiedenen Energieträger sind Prognosen immer Interessengeteuert. Wenn "Umweltfreunde" aus SVP und FDP die Prognosen machen, dann wissen sie eben schon, dass sie im Parlament und in den Verwaltungsräten in denen sie sitzen alles tun werden um nicht für die Umwelt sondern für den Gewinn der Energieunternehmen zu entscheiden. Man kann nicht für die Umwelt sein und alle Massnahmne die nur ein wenig in diese Richtung gehen ablehnen mit dem Argument entweder es bringt nichts oder es ist zu teuer. Welche Prognosen schlussendlich stimmen hängt von unserem Verhalten, gerade auch vom Wählerverhalten ab.

Wichtiger als Prognosen sind bei Dingen die wir beeinflussen können die Ziele. Wenn wir uns heute zum Ziel setzten bis 2050 komplett unabhängig von fossilen Energien zu sein und nur noch erneurbare Energien zu verbrauchen, so haben wir zumindest die Chance dieses Ziel zu erreichen. Woran es noch fehlt ist der Wille. Wann sich dieser ändert, ist der Unsicherheitsfaktor in den Prognosen. Prognosen sind also schwierig zu stellen, aber zwei Prognosen sind gewiss: 1. je mehr CO2 in die Luft geht, desto mehr verändert sich das Klima mit katastrophalen Folgen für Menschen und Natur. Und je mehr Kernkraftwerke, desto grösser das (Rest)-Risiko, desto mehr radioaktive Abfälle. 2.Je weniger nichterneuerbare Energie verbraucht wird, desto eher leben wir nachhaltig.Und nur wenn die Menschheit, wie alles andere auf der Erde, nachhaltig lebt, wird sie langfristig überleben.

Lieber Herr Jorns wollen sie das oder nicht?

Benedikt Jorns, on May 1, 2008, said:

Lieber Herr Irniger

Es macht Freude, Menschen zu begegnen, welche sich für eine gute Zukunft unseres Planeten einsetzen. Es ist auch mein Ziel, dass wir noch möglichst lange auf unserer fantastischen Erde glücklich leben können. In gewissen Bereichen eine unterschiedliche Sicht zu haben, ist bei ehrlich engagierten Personen kaum zu vermeiden und manchmal für die Erreichung von neuen Erkenntnissen sogar nützlich.

„Nachhaltig“ können wir unsere Lebensweise genau dann nennen, wenn sie mit der längst möglichen Dauer von höherem Leben auf unserer Erde vereinbar ist. Einige Vorhersagen in diesem Bereich sind sehr präzise möglich. Unser Leben auf der Erde ist von einem riesigen Kernfusionsreaktor abhängig. Das Leben von Pflanzen und Tieren (= höhere Organismen) auf der Erde ist nur möglich, solange die Sonne durch ihre Strahlung die Energie für die Photosynthese der Pflanzen liefert. Zudem muss die Erde innerhalb eines bestimmten Temperaturbereichs von der Sonne aufgeheizt werden. Die Sonnenstrahlung ist eine Folge von Fusionsprozessen im Innern der Sonne. Die Umwandlung von Wasserstoff in Helium ist dabei vorherrschend. Dieser mehrstufige Prozess dauert noch 4.55 Milliarden Jahre (+-1 Prozent). Aus heutiger Sicht wird als Folge der Zunahme der Leuchtkraft unserer Sonne in ca. 2 Mia. Jahren alles Wasser der Erde verdampft sein. Mit den zu erwartenden höheren Temperaturen und dem von Experten vorausgesagten allmählichen Verschwinden des Kohlendioxids in der Atmosphäre (notwendig für die Photosynthese der Pflanzen) bietet die Erde Pflanzen und Tieren noch einige hundert Mio. Jahre intakte Lebensbedingungen.

Hier zwei Beispiele für nachhaltiges Leben:

Die Nutzung von Biomasse für die Energieversorgung muss mit dem langfristigen Nachwachsen von Pflanzen vereinbar sein und darf unsere Versorgung mit Lebensmitteln nicht konkurrenzieren. Die heute vorliegenden Abschätzungen sind noch etwas ungenau. Berücksichtigt man auch die nicht kommerziell genutzte Biomasse, dürften weltweit ca. 11% der Primärenergie aus Biomasse stammen. In der Schweiz ist dieser Anteil nur ungefähr halb so gross und sollte noch fast verdoppelt werden. In anderen Gebieten der Erde ist die Nutzung der Biomasse nicht nachhaltig. Die übermässige Nutzung ist dort schon bald einmal nicht mehr möglich.

Kernkraftwerke sind nachhaltig, sobald ihre Weiterentwicklung folgende Kriterien erfüllt: Die Sicherheit muss so hoch sein, dass keine unzumutbaren Risiken mit der Verstrahlung von grossen Gebieten besteht. Die auftretende Radioaktivität darf nur noch schwach sein und muss nach einer kurzen überblickbaren Zeit verschwinden. Der Brennstoff muss unerschöpflich in grosser Menge vorhanden und die Energiekosten müssen tragbar sein. Ob diese Kriterien erfüllbar sind, steht heute noch nicht fest. Die momentan stattfindende Forschung und Entwicklung im Bereich der Reaktortechnik wird in den kommenden Jahrzehnten Klarheit bringen. Wer sich wie ich intensiv mit der Materie befasst, sieht gute Chancen für eine nachhaltige Nutzung der Kernenergie. Zukünftige Kernkraftwerke werden voraussichtlich die genannten Kriterien erfüllen und nachhaltig einen grossen Teil der Energie liefern können, welche die Menschheit je benötigt. Kernkraftwerke werden in Ballungs- und insbesondere in Industriezentren voraussichtlich eine ideale Ergänzung zur Nutzung der erneuerbaren Energien sein. Es wäre absurd, mit den völlig falschen Feststellungen zu argumentieren, Kernenergie sei grundsätzlich an das Vorkommen von Uran gebunden und somit mengenmässig beschränkt, das Restrisiko eines Kernkraftwerks sei auch in Zukunft nicht zu verantworten und die Halbwertszeit von „Atommüll“ betrage zwangsläufig mehrere zehntausend Jahre.

Und hier noch das uns allen bekannte Beispiel für nicht nachhaltiges Leben:

Die Nutzung von fossilen Brennstoffen hat ihren Zenith bereits überschritten. In einigen hundert Jahren wird man nur noch den Kopf schütteln, wenn man lesen wird, dass früher einmal in verantwortungsloser Art und Weise die nicht mehr neu entstehenden kostbaren Vorkommen von Öl, Gas und Kohle verbraucht wurden, dass man dabei die CO2-Konzentration bis auf 620ppm ansteigen liess und damit während langer Zeit eine drastische Klimaveränderung mit all ihren Konsequenzen bewirkte. (Heute sind wir bei 383ppm, der grosse Anstieg auf 620 +- 90ppm findet erst jetzt statt.)

Markus Irniger, on May 7, 2008, said:

Kernkraft wie sie heute zur Verfügung steht ist eindeutig nicht nachhaltig. Das bestreitet niemand. Investitionen in eine solche Energie sind darum abzulehnen. Ob zukünftig nachhaltige Kernreaktoren entwickelt werden ist noch ungewiss. Trotz jahrzehntelanger Forschung ist kein Verfahren in Sicht.Irgend wann wird man mit grosser Wahrscheinlichkeit auch diese Forschungsmillionenverschlingenden Träume aufgeben müssen. Wind und Solarenergie bringt denen die sie erforschen und weiterentwickeln garantierte Gewinne.

Benedikt Jorns, on May 8, 2008, said:

Die weltweit koordiniert stattfindende Entwicklung von nachhaltigen Kernkraftwerken des Typs Tokamak ist weiter fortgeschritten als vielen Leuten bekannt ist. Folgender Film informiert anschaulich über den zur Zeit stattfindenden Bau des ersten Energie produzierenden Fusionskraftwerkes ITER in Cadarache. Und hier weitere Informationen zur Kernfusion.

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  • Uploaded on April 1, 2008
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    by Markus Irniger
  • Extra information
    • Camera: NIKON COOLPIX S4
    • Taken on 2008/03/08 19:10:24
    • Exposure: 0.003s (1/360)
    • Focal Length: 6.30mm
    • F/Stop: f/4.000
    • ISO Speed: ISO50
    • Exposure Bias: 0.00 EV
    • No flash