Lugano Paradiso. An der Schiffshaltestelle, an der Promenade der Stadt Lugano. Im Hintergrund CAMPIONE D`ITALIA 17.06.13

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Der besondere Status Campiones geht auf das Jahr 777 zurück, als der langobardische Herrscher Toto von Campione in seinem Testament das Gebiet dem Kloster Sant'Ambrogio in Mailand vermachte. In dessen Besitz blieb es 1020 Jahre lang. Während Jahrhunderten, insbesondere vom 12. bis 14. Jahrhundert, war Campione für seine Kunsthandwerker, die berühmten Maestri Campionesi, bekannt: Steinmetze, Bildhauer, Maler, Architekten und Bauherren, deren Werke überall in Norditalien entstanden.

Napoleon hob bei seiner Ankunft 1797 sämtliche Kirchengüter auf und schlug Campione der neugeschaffenen Cisalpinischen Republik zu, während das Tessin 1798 ebenfalls durch Napoleon vom Untertanengebiet der Innerschweiz zum gleichwertigen eidgenössischen Kanton erhoben wurde. Napoleon hat also bei seinem Entscheid die historischen Verhältnisse aus dem Mittelalter berücksichtigt. Bereits 1800 und erneut während des Wiener Kongresses 1814/15 versuchte das Tessin, den Wechsel von Campione an die Schweiz zu erreichen. Als Tauschobjekt wurde „die abgelegenste Gemeinde der Schweiz“, Indemini, angeboten. Beide Vorstöße blieben jedoch erfolglos.

Die Lombardei und damit auch Campione wurden 1861 Teil des Königreichs Italien. Im selben Jahr wurde eine Grenzbereinigung zwischen dem Königreich Italien und der Schweizerischen Eidgenossenschaft vereinbart. Zuvor hatte das Territorium von Campione auch die gegenüberliegende Küste von San Martino mit dem Teil der Poststraße zwischen Lugano und Melide umfasst. Seither verläuft die Grenze in der Seemitte.[2] Dies war für die wenige Jahre später erbaute Gotthardbahn von Bedeutung, die so bis Chiasso ausschließlich auf schweizerischem Gebiet zu liegen kam. Im Gegenzug erhielt Campione freien Zugang zum schweizerischen Markt.

Der Zusatz d’Italia wurde 1933 unter Mussolini an den Namen angehängt, um die Zugehörigkeit des Territoriums zu Italien zu unterstreichen. In dieser Zeit entstand auch der Torbogen am Ortseingang.

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Comments (4)

Karl Eggenmüller on July 5, 2013

Hallo Walter,

das ist ja schon Urlaub pur. Schön festgehalten.

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Noch ein sonniges Wochenende,

Kar

Walter Lempen on July 5, 2013

Dankeschön Karl, aber leider waren es nur zwei Tage, und immer wieder waren zwischenduch Besprechungen, und am Abend noch ein Sitzungstermin. Nun ja aber wir hatten auch noch Programm, und so kam meine kleine PANASONIC, zwischendurch auf ihre Rechnung. Es war übrigens sehr interessant, und so kamen doch noch einige Bilder zu stande. LG Walter

Kadri Eroğlu on July 6, 2013

Hallo Walter, Anfang der 90er waren wir sehr oft und gerne im Tessin. Wir haben uns die Tessiner Architektur angeschaut. Die landschaftlichen Reize waren eine wunderbare Beilage. Viele Grüsse, Kadri

Walter Lempen on July 8, 2013

Ich Danke für deine Voten, Kadri! Das Tessin ist immer mal wieder eine Reise wert. Beste Grüsse nach Kassel Walter

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Photo details

  • Uploaded on July 5, 2013
  • © All Rights Reserved
    by Walter Lempen
    • Camera: Panasonic DMC-TZ8
    • Taken on 2013/06/17 19:07:24
    • Exposure: 0.004s (1/250)
    • Focal Length: 4.10mm
    • F/Stop: f/4.000
    • ISO Speed: ISO80
    • Exposure Bias: 0.00 EV
    • No flash

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