Rachelsee

Selected for Google Maps and Google Earth

Der Rachelsee am Fuße und gut 800 Meter südöstlich des Großen Rachel ist der stillste Bayerwaldsee und nur auf Fußwegen zu erreichen. Er wird ebenso wie der Große Arbersee von einer steilen Seewand überragt. Unter der dunkelbraun gefärbten Wasseroberfläche verbirgt sich eine Tiefe von 13,5 m. Der 5,7 Hektar große See ist wegen seines Mangels an Kalksalzen und der Bodenversauerung arm an Wassertieren. Um den See herum hat sich, da seit der Einrichtung des Naturschutzgebietes hier kein Baum mehr gefällt wurde, ein Urwald gebildet, der nur auf einem Urwaldlehrpfad durchquert werden darf.

Der See entstand in der Würmeiszeit als eiszeitlicher Karsee, nachdem die Schmelzwässer des geschmolzenen Rachelgletschers durch einen Wall von Moränen aufgestaut wurden. Der geologische Untergrund besteht vor allem aus Gneis. Im Norden erhebt sich die Seewand, ebenfalls am Nordrand liegt eine etwa zehn Meter breite Verlandungszone. Das nördliche Becken erreicht eine Wassertiefe von bis zu drei Metern, das von einer unter dem Wasserspiegel liegenden Felsbarrierre getrennte südliche bis zu 13 Metern. Der gesamte Seeboden ist mit einem bis zu 6,5 Metern mächtigen, tonig-schluffigen Lockersediment ausgekleidet, das in seinen oberen Lagen reich an Holzteilen ist.

Das vordere Becken wird durch eine steil abfallende Endmoräne abgedämmt. Zu- und Abfluss ist der Seebach, der in etwa 1300 Metern Höhe an der Seewand entspringt und einen der Quellbäche der Großen Ohe bildet. Durch die geschützte Lage des Sees hat der Wind wenig Zutritt, so dass kaum eine Durchmischung der obersten Wasserschichten stattfindet.

Der Rachelsee ist wegen seines Einzugsgebiets im Bergfichtenwald aufgrund ausgeschwemmter Huminsäuren von Natur aus ein saures Gewässer. Der normalerweise um 5 liegende pH-Wert sank bis zum Jahr 1987 auf durchschnittlich 3,8, stieg danach aber wieder auf 5. Im See wurden unter anderem Larven von Köcherfliegen, Schlammfliegen und Libellen sowie verschiedene Algen und Mikroorganismen gefunden. Die spärlichen Wasserpflanzen sammeln sich vor allem in der Verlandungszone der Nordbucht. Festgestellt wurden Schnabelsegge, Rasenbinse und mehrere Moosarten.

Am Südufer steht die Rachelsee-Schutzhütte. Im Norden steht auf einem Felsvorsprung gut 140 Meter oberhalb des Rachelsees die Rachelkapelle, die über den Kapellensteig zu erreichen ist.

Show more
Show less
Save Cancel Want to use bold, italic, links?

Comments (108)

votoja cz on August 11

Nice scene with a lake - nice evening for you - Greetings from Czech Republic - Jaroslav II

Alexkarl on August 14

Vielen Dank, Jaroslav II,

für Deinen Besuch, den netten Kommentar und LIKE.

Herzliche Grüße, Alexandra & Karl-Heinz

Olga L. on August 18

Здравствуйте Alexandra & Karl-Heinz! Удивительной красоты место и фото! F31+L58. С Уважением, Ольга.

Alexkarl on August 19

Thank you very much, Olga,

for your visit, nice comment, LIKE & FAV.

Best regards, Alexandra & Karl-Heinz

piękne miejsce like + Favorite pozdrawiam Anna

Alexkarl on November 9

Thank you very much, Anna,

for your visit, nice comment, LIKE & FAV.

Best wishes, Alexandra & Karl-Heinz

Georg Schreiner 9 days ago

Eine herrliche Naturidylle, exzellent fotografiert. F+L - Wuensche Euch ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes, gutes neues Jahr 2015. Freundliche Gruesse - Georg

Alexkarl 3 days ago

Vielen Dank, Georg,

für Deinen Besuch, den netten Kommentar, LIKE & FAV.

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in ein glückliches und gesundes NEUES JAHR 2015 wünschen Dir und Deinen Lieben

mit herzlichen Grüßen,

Alexandra & Karl-Heinz

Sign up to comment. Sign in if you already did it.

Photo details

  • Uploaded on October 8, 2013
  • © All Rights Reserved
    by Alexkarl
    • Camera: Lumix GX1

Groups