KAI LARS SCHERER
908
photos
813
on Google Maps
views
I'm from Swiss,i born in 1969 and Singel.i have 2 children. currently live alone in Switzerland and Asia in Switzerland, I'm over the summer time from time to time I drive through the countryside do you like the photos I later put in here. if you want to get to know me write me kai.star @ bluemail.ch Ich bin Schweizer, geboren 1969 und Singel. habe 2 Kinder. lebe zurzeit allein in der Schweiz und Asien in der Schweiz ,bin ich über den sommer ab und zu fahre ich durch die Landschaft mach dabei Fotos die ich dann später hier rein setze. wenn du mich kennenlernen willst schreibe mir kai.star@bluemail.ch

KAI LARS SCHERER's conversations

Hallo kai.star@bluemail.ch,

Die Positionierung dieser Aufnahme ist korrekt, jedoch ist die Namensgebung dieses Fotos nicht korrekt. Oben im Bild ist das schweizerische Laufenburg zu sehen und unten der Badische Bahnhof vom Badischen Laufenburg. Es wäre mein Wunsch, dass Sie den Titel dieses Fotos dementsprechend anpassen könnten. Vielen Dank & liebe Grüsse von bienenritter

こんにちは。とても美しいビーチ&海ですね。でもこの島はKo kaiではなくKoh Lekと言います。F+L。

Very interesting composition and street scene! LIKE/FAVORITE :)
Best wishes from Oregon, US,
Sharon

excellent!!! like!!gr. roeli

Yes Kamrieng is in Cambodia, but it's a District name. The Border Village is called Daung Village or Daung Cross Border Check Point where in Thailand is called Ban Laem.

DAS FOTO IST SAGENHAFT. DAS HOCHHAUS IST 30 KM WEG VON DEM ORT WO DAS BILD GEMACHT WURDE, DIE ALPEN ERSCHEINEN GEWALTIG. VON DIESEM ZOOM BILD HER. THE PHOTO IS LIABLE TO SAY. THE HIGH HOUSE IS 30 KM AWAY FROM THE PLACE WHERE THE IMAGE WAS MADE, THE ALPS SHOW HUGE. ZOOM IMAGE OF THIS HER.

Etliche Bergkuppen im Kanton Schaffhausen tragen den Namen Galgenbuck. So der markante Höhenzug zwischen Hallau und Wilchingen, nördlich der Bahnstation. Der nächste Galgenbuck liegt am Schmerlat bei Neunkirch. Heute noch im Sprachgebrauch ist der Galgenbuck als Spitze des Bohnenbergs bei Neuhausen am Rheinfall. Im Randental von Schleitheim und Beggingen finden wir den Galgenbuck unweit des Schlatterhofes. Jenseits des Rheins ist ein Galgenbuck auf der Landkarte als Kante des Kohlfirsts bei der Station Schlatt eingezeichnet.

Schimpflichste Todesart Das waren in alten Zeiten Richtstätten mit Galgengerüsten, an denen Verbrecher zur Abschreckung weithin sichtbar baumelten. Unsere Vorfahren, die Alemannen, kannten das Henken als die schimpflichste Todesart. Aus Sittlichkeitsgründen wurde sie an Frauen nicht vollzogen. Nicht selten kam es vor, dass zum Tod Verurteilte auf Bitten der Familie zum Enthaupten begnadigt wurden.

Wahrzeichen der Macht Wurzeln des heutigen Staates liegen im Gerichtswesen. In den Besitz der vollen Gerichtsbarkeit zu kommen, die im Mittelalter in die hohe und die niedere Justiz zerfiel, war das Ziel der Machthaber. Der Galgen wurde zum Wahrzeichen der unumschränkten Herrschaft, der Souveränität. Darum wurden Galgengerüste übermässig gross und aus weiter Ferne sichtbar errichtet. Die Reichsstadt Schaffhausen erhielt vom Kaiser das Privileg, Verbrecher im Umkreis von zwei Meilen zu verhaften und zu richten. Durch Kauf kam das kapitalkräftige Wirtschaftszentrum in den Besitz der Gerichtsrechte in den Dörfern der umliegenden Landschaft. Einmal bedienten sich die Schaffhauser beim Aufbau ihres Territoriums der Waffengewalt. Im Jahr 1521 zogen sie mit zwei Kanonen gegen die rebellischen Hallauer, die unter der milden Herrschaft des Bischofs von Konstanz einen selten hohen Grad an Autonomierechten errungen hatten und sich hinter den Mauern des Friedhofs verschanzten. Sie wurden zur Übergabe aufgefordert «und detten sis nit, so wettend wir das geschütz in si gon lon». Sie pochten darauf, dass sie den «galgen habent, der uf Wilchinger bühel, den man nempt uf galgen, stat».

An dieser Zeitenwende verlor die Gemeinde Hallau ihre Gerichtsrechte an die Stadt Schaffhausen, ein säkularer Entscheid. Auf dem Galgenbuck begann die neue Ära. Vier Jahre später erwarb Schaffhausen vom Bischof von Konstanz um 8500 Gulden die Herrschaft Neunkirch mit Hallau und legalisierte den Rechtsbruch. Mit dem Erwerb der hohen Gerichtsbarkeit in den Dörfern des oberen Klettgaus von den Landgrafen von Sulz und in Gemeinden des Reiats und Hegaus kam sie in den Besitz der vollen Landeshoheit. Es war ihre grosse Leistung, in diesem Territorium ein klar geordnetes Gerichtswesen mit einem anerkannten Strafrecht aufzubauen.

Wachsende Zahl der Hinrichtungen Während der Stadtherrschaft im Zeitalter des Absolutismus stieg die Zahl der Hinrichtungen. Zum Tod am Galgen wurden Delinquenten geringer Eigentumsdelikte wegen verurteilt, 1550 ein Landstreicher wegen des Diebstahls von Rüben, wenig später drei Juden wegen Unterschlagung einer kleinen Geldsumme. Um 1558 wurde in einem Haus am Obertor eine Folterkammer eingerichtet. Unsere Vorfahren fütterten die Gauner nicht gern im Zuchthaus. Ein Gefängnis entstand erst im Jahr 1808. Missetäter wurden zur Verbannung an die Grenze gestellt oder schnell am Galgen entsorgt. Die Schaffhauser Chronik hält unter dem Jahr 1605 fest: «Am Anfang dieses Jahres wurde unter grossem Gepränge der alte Galgen abgebrochen und durch einen neuen ersetzt. Ein fremder Mörder wurde mit glühenden Zangen gezwickt, zum Galgen geführt, gehängt und endlich verbrannt.» Den Neunkirchern wurde am Freitag nach Martini 1543 befohlen «einen nüwen Galgen ze machen», weil man einen Pferdedieb hängen wollte. Die Exekutionskosten übernahm die Regierung.

Die Henker Woher kamen die Henker, die Scharfrichter? Den Schaffhauser Geschichtsquellen, den Stadtrechnungen, ist zu entnehmen, dass im Jahr 1428 dem Stadtboten Haintz acht Schillinge ausbezahlt wurden für das Abholen des Henkers aus Konstanz. Fünf Jahre später erhielt Hans Klinglin aus Zürich acht Pfund «ze henken und dem Rodenfeld die Zungen an den Stock ze heften». Seit dem 16. Jahrhundert lassen sich in Schaffhausen wohnhafte Scharfrichter nachweisen. Der erste namentlich bekannte war Christoph Käser, der sich 1575 an der Rosengasse ein mit schönen Stuckaturen geschmücktes Haus erstellte. Er war ein wohlhabender Mann, der auch das Amt des Wasenmeisters oder Schinders ausübte. Er hatte Tierkadaver im Mühlental zu verscharren. Dem Flurnamen Schinderwasen und Schalmenacker begegnen wir noch an manchen Orten im Kanton Schaffhausen. Es war ein Schimpfname. Die Wilchinger verspotteten ihre heute fusionierten Nachbarn als Osterfinger Schalmen.

Der Wohlstand des Schaffhauser Henkers stammte aus seiner lukrativen Tätigkeit als Wundarzt und Schröpfer. Es war ihm gestattet, im Egelsee bei Buchthalen Blutegel zu züchten. (Beim Nägelsee ist, als es keine Egel mehr gab, das n grammatikalisch zum e gerutscht.). Seit dem 17. Jahrhundert lag das Scharfrichteramt in den Händen der Familie Volmar. Sie übte ihr makabres Amt des Henkens und Köpfens auch in Winterthur und Baden zum Tarif von 100 Gulden aus und wurde in Schaffhausen mit allerlei unangenehmen Aufgaben betraut, wie das Entleeren von Aborten und Güllenlöchern. Welches Misstrauen zurzeit der Glaubenskriege, wenn wir in der Schaffhauser Chronik des Jahres 1582 lesen, dass «alle Heringe in der Stadt confisciert und vom Henker in den Rhein geschmissen werden sollen». Es hatte sich das Gerücht verbreitet, dass die Katholiken in den Niederlanden alle Fische, die in protestantische Länder gehen sollten, vergifteten.

Verfemtes Handwerk Das Sonderbarste! Die Henker und Scharfrichter übten ein «unehrliches Handwerk» aus und waren von Zünften und Gesellschaften ausgeschlossen. Daraus ergaben sich menschliche Tragödien, Stoff für historische Romane und Dramen. Im März 1671 klagte die Gemeinde Wilchingen gegen den Mitbürger Clewi Hallauer, der die Tochter des Schaffhauser Scharfrichters heiraten wollte, was die Gemeinde als Schimpf empfand. Die Obrigkeit gab ihr Recht. Noch im Jahr 1763 verlor Maria Ermatinger das Schaffhauser Bürgerrecht, weil sie ein Verhältnis mit dem Henkerssohn hatte. Es wurde ihr verboten, ihr Tuch auf dem Markt feilzuhalten. Immerhin gab es schon früher Schaffhauser, welche diese Diskriminierung für saublöd hielten. Ein Ratsbeschluss von 1652 hielt zwar fest, dass der Scharfrichter nicht in eine Zunft aufgenommen werden dürfe «so aber jemand zu ihme sitzen und mit ihme trinken welle, lassen es Mine Gnädigen Herren geschehen».

Die letzte Hinrichtung Über alle Staatsumwälzungen und Verfassungsrevisionen hinweg hielten sich in Schaffhausen die Todesstrafe und der monumentale Galgen auf dem Bohnenberg bei Neuhausen. Es sind im 19. Jahrhundert noch elf Todesurteile ausgesprochen und vollstreckt worden. Die letzte Enthauptung traf den Löhninger Bäckermeister J. Schilling, der seine Frau im Jahr 1847 mit dem Rattengift Strychnin ermordet hatte. Die letzte Hinrichtung am Galgen erfolgte am 18. Februar 1822. An diesem Tag endete das Leben des Appenzellers Baptist Wild, dessen Spezialität Einbrüche in Pfarrhäuser gewesen war, wo er den grössten Wohlstand vermutete. Im Grossen Rat, der als Kriminalgericht amtete, stimmten von 55 Mitgliedern 51 für den Strang, zwei für das Schwert, ein einziger sprach sich grundsätzlich gegen die Todesstrafe aus. Die Schaffhauser marschierten nie an der Spitze der Humanität. Die Hinrichtung des Baptist Wild wurde zum wahren Volksfest.

Der Abbruch des Galgens Lange noch blickte der Galgen, altes Symbol der Souveränität, über das Land, bis auch ihm selber das letzte Stündlein schlug. Es vollzog sich ein Mentalitätswandel. Man begann sich seiner zu schämen und ihn als Relikt des dunklen Mittelalters zu betrachten. Am 25. Januar 1840 erhielt der Kantonsbaumeister Widmer den Auftrag, das Schandmal ohne Aufsehen möglichst rasch zu beseitigen.

Über den Schlussakt hat sich im Archiv ein Bericht des Maurermeisters Jakob Schalch erhalten. Es heisst darin: «Den 30. Jenner 1840 Morgens um vier Uhr rückte Meister Jakob Schalch, Maurer, und Meister Georg Schneider, Zimmermann, jeder mit zwei Gesellen, mit Leitern und dem gehörigen Handwerks Geschirr zum Mühlenthor hinaus. Es war stockfinster, und Licht wurde keins mitgenommen. Auf dem Platz angelangt, wurde beraten, wie die Sache am besten anzufangen wäre.» Es stellte sich heraus, dass die Holzbalken ganz verfault waren. Die Handwerker befestigten oben an den Steinsäulen ein Seil, zogen daran und das Denkmal stürzte zusammen. «Ehe der Tag anbrach, war schon alles auf dem Boden.»

Trauriges Andenken Der Bericht endet mit der Bemerkung, dass der Staat die Rechnung von 17 Gulden und 24 Kreuzern prompt bezahlt habe. «Von diesem Geld mussten sich Meister und Gesellen bey den Handwerkern wider ehrlich machen lassen, welches für jeden 40 Kreuzer kostete.» Das Mittelalter dauerte in Schaffhausen bis weit in die Neuzeit hinein. Vom Galgen ist im Museum zu Allerheiligen noch ein rostiger Eisennagel von 31 Zentimeter Länge zu sehen. Ein trauriges Andenken!

Die letzte Hinrichtung Über alle Staatsumwälzungen und Verfassungsrevisionen hinweg hielten sich in Schaffhausen die Todesstrafe und der monumentale Galgen auf dem Bohnenberg bei Neuhausen. Es sind im 19. Jahrhundert noch elf Todesurteile ausgesprochen und vollstreckt worden. Die letzte Enthauptung traf den Löhninger Bäckermeister J. Schilling, der seine Frau im Jahr 1847 mit dem Rattengift Strychnin ermordet hatte. Die letzte Hinrichtung am Galgen erfolgte am 18. Februar 1822. An diesem Tag endete das Leben des Appenzellers Baptist Wild, dessen Spezialität Einbrüche in Pfarrhäuser gewesen war, wo er den grössten Wohlstand vermutete. Im Grossen Rat, der als Kriminalgericht amtete, stimmten von 55 Mitgliedern 51 für den Strang, zwei für das Schwert, ein einziger sprach sich grundsätzlich gegen die Todesstrafe aus. Die Schaffhauser marschierten nie an der Spitze der Humanität. Die Hinrichtung des Baptist Wild wurde zum wahren Volksfest.

Der Abbruch des Galgens Lange noch blickte der Galgen, altes Symbol der Souveränität, über das Land, bis auch ihm selber das letzte Stündlein schlug. Es vollzog sich ein Mentalitätswandel. Man begann sich seiner zu schämen und ihn als Relikt des dunklen Mittelalters zu betrachten. Am 25. Januar 1840 erhielt der Kantonsbaumeister Widmer den Auftrag, das Schandmal ohne Aufsehen möglichst rasch zu beseitigen.

Über den Schlussakt hat sich im Archiv ein Bericht des Maurermeisters Jakob Schalch erhalten. Es heisst darin: «Den 30. Jenner 1840 Morgens um vier Uhr rückte Meister Jakob Schalch, Maurer, und Meister Georg Schneider, Zimmermann, jeder mit zwei Gesellen, mit Leitern und dem gehörigen Handwerks Geschirr zum Mühlenthor hinaus. Es war stockfinster, und Licht wurde keins mitgenommen. Auf dem Platz angelangt, wurde beraten, wie die Sache am besten anzufangen wäre.» Es stellte sich heraus, dass die Holzbalken ganz verfault waren. Die Handwerker befestigten oben an den Steinsäulen ein Seil, zogen daran und das Denkmal stürzte zusammen. «Ehe der Tag anbrach, war schon alles auf dem Boden.»

Die letzte Hinrichtung Über alle Staatsumwälzungen und Verfassungsrevisionen hinweg hielten sich in Schaffhausen die Todesstrafe und der monumentale Galgen auf dem Bohnenberg bei Neuhausen. Es sind im 19. Jahrhundert noch elf Todesurteile ausgesprochen und vollstreckt worden. Die letzte Enthauptung traf den Löhninger Bäckermeister J. Schilling, der seine Frau im Jahr 1847 mit dem Rattengift Strychnin ermordet hatte. Die letzte Hinrichtung am Galgen erfolgte am 18. Februar 1822. An diesem Tag endete das Leben des Appenzellers Baptist Wild, dessen Spezialität Einbrüche in Pfarrhäuser gewesen war, wo er den grössten Wohlstand vermutete. Im Grossen Rat, der als Kriminalgericht amtete, stimmten von 55 Mitgliedern 51 für den Strang, zwei für das Schwert, ein einziger sprach sich grundsätzlich gegen die Todesstrafe aus. Die Schaffhauser marschierten nie an der Spitze der Humanität. Die Hinrichtung des Baptist Wild wurde zum wahren Volksfest.

Der Abbruch des Galgens Lange noch blickte der Galgen, altes Symbol der Souveränität, über das Land, bis auch ihm selber das letzte Stündlein schlug. Es vollzog sich ein Mentalitätswandel. Man begann sich seiner zu schämen und ihn als Relikt des dunklen Mittelalters zu betrachten. Am 25. Januar 1840 erhielt der Kantonsbaumeister Widmer den Auftrag, das Schandmal ohne Aufsehen möglichst rasch zu beseitigen.

Über den Schlussakt hat sich im Archiv ein Bericht des Maurermeisters Jakob Schalch erhalten. Es heisst darin: «Den 30. Jenner 1840 Morgens um vier Uhr rückte Meister Jakob Schalch, Maurer, und Meister Georg Schneider, Zimmermann, jeder mit zwei Gesellen, mit Leitern und dem gehörigen Handwerks Geschirr zum Mühlenthor hinaus. Es war stockfinster, und Licht wurde keins mitgenommen. Auf dem Platz angelangt, wurde beraten, wie die Sache am besten anzufangen wäre.» Es stellte sich heraus, dass die Holzbalken ganz verfault waren. Die Handwerker befestigten oben an den Steinsäulen ein Seil, zogen daran und das Denkmal stürzte zusammen. «Ehe der Tag anbrach, war schon alles auf dem Boden.»

Die letzte Hinrichtung Über alle Staatsumwälzungen und Verfassungsrevisionen hinweg hielten sich in Schaffhausen die Todesstrafe und der monumentale Galgen auf dem Bohnenberg bei Neuhausen. Es sind im 19. Jahrhundert noch elf Todesurteile ausgesprochen und vollstreckt worden. Die letzte Enthauptung traf den Löhninger Bäckermeister J. Schilling, der seine Frau im Jahr 1847 mit dem Rattengift Strychnin ermordet hatte. Die letzte Hinrichtung am Galgen erfolgte am 18. Februar 1822. An diesem Tag endete das Leben des Appenzellers Baptist Wild, dessen Spezialität Einbrüche in Pfarrhäuser gewesen war, wo er den grössten Wohlstand vermutete. Im Grossen Rat, der als Kriminalgericht amtete, stimmten von 55 Mitgliedern 51 für den Strang, zwei für das Schwert, ein einziger sprach sich grundsätzlich gegen die Todesstrafe aus. Die Schaffhauser marschierten nie an der Spitze der Humanität. Die Hinrichtung des Baptist Wild wurde zum wahren Volksfest.

Der Abbruch des Galgens Lange noch blickte der Galgen, altes Symbol der Souveränität, über das Land, bis auch ihm selber das letzte Stündlein schlug. Es vollzog sich ein Mentalitätswandel. Man begann sich seiner zu schämen und ihn als Relikt des dunklen Mittelalters zu betrachten. Am 25. Januar 1840 erhielt der Kantonsbaumeister Widmer den Auftrag, das Schandmal ohne Aufsehen möglichst rasch zu beseitigen.

Über den Schlussakt hat sich im Archiv ein Bericht des Maurermeisters Jakob Schalch erhalten. Es heisst darin: «Den 30. Jenner 1840 Morgens um vier Uhr rückte Meister Jakob Schalch, Maurer, und Meister Georg Schneider, Zimmermann, jeder mit zwei Gesellen, mit Leitern und dem gehörigen Handwerks Geschirr zum Mühlenthor hinaus. Es war stockfinster, und Licht wurde keins mitgenommen. Auf dem Platz angelangt, wurde beraten, wie die Sache am besten anzufangen wäre.» Es stellte sich heraus, dass die Holzbalken ganz verfault waren. Die Handwerker befestigten oben an den Steinsäulen ein Seil, zogen daran und das Denkmal stürzte zusammen. «Ehe der Tag anbrach, war schon alles auf dem Boden.»

« Previous1234Next »

Friends

  • loading Loading…

 

KAI LARS SCHERER's groups