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Es war der 19. April 1945. Der unsägliche Krieg war längst verloren. Trotzdem waren noch junge Männer im Schulalter eingezogen worden, von denen viele nur dazu verurteilt waren, noch in den letzten Kriegstagen sinnlos sterben zum müssen.
So auch der damals 19-jährige Gefreite Viktor Wagner, der erst im Juli 1944 einen Gestellungsbefehl zur Fliegerabwehr nach Würzburg und am 19. März 1945 den Abstellungsbefehl an die Front erhielt.
Bei dem Versuch, sich am 18. April durch den Schönbuch nach osten abzusetzen, geriet die Einheit zwischen Kuppingen und Nufringen unter heftigen Granatwerferbeschuß. Viktor Wagner wurde dabei am Kopf schwer verletzt und starb am 19. April im Goldersbachtal.
Sein damaliger Kompaniechef berichtet: „In großer Eile wurde das Grab gegraben und wir nahmen von ihm Abschied und konnten nicht begreifen, dass er noch im allerletzten Moment dieses Krieges hat fallen müssen.“
Drei Jahre hat es gedauert, bis es für die Eltern zur traurigen Gewissheit wurde, dass es ihr Sohn war, der im „Soldatengrab“ im Goldersbachtal liegt. 1952 sollte Viktor auf einem Soldatenfriedhof umgebettet werden. Nicht nur Bürgermeister Schneck aus Breitenholz sondern auch die Eltern von Viktor setzten sich aber beim Landratsamt Tübingen und beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge erfolgreich für die Erhaltung des Grabes in dem ruhigen Schönbuchtal ein. Hier was es längst zu einer oft besuchten Gedenkstätte geworden, für viele, deren Männer, Väter oder Söhne fern der Heimat begraben wurden. Die Mutter von Viktor schrieb: „Es freut uns, dass das Grab so viel Verehrung findet und es ist uns ein großer Trost“.
Viele Menschen aus der Umgebung haben das Grab gepflegt. 30 Jahre lang Einwohner aus Holzgerlingen und seite 1993 hat das Forstrevier Breitenholz die Pflege übernommen. Im September 2001 haben Kameraden von Viktor eine neue Grafeinfassung gestiftet. Einer konnte sich erinnern: „Ein Birkenkruez mit Stahlhelm und ein „Schlaf wohl“ waren alles, war wir noch tun konnten, denn wir mussten weiter“.
Leider haben Grabschänder in unverständlicher Weise weiderholt das Holzkreuz zerstört. Im Herbst 1992 wurde das abgesägte Kreuz dann durch ein schlichtes Metallkreuz, gestiftet von der Laufgruppe des TSV Hildrizhausen, ersetzt.
Einsiedelei
Auf dem Bromberg tauchen die Flurnamen „Glashau“ und „Glaswasen“ schon in den Forstkarten von Gadner (1596) und Kieser (1683) auf. Sie weisen auf die Glashütte hin.
Der geschichtlich sehr interessierte Forstrat Tscherning entdeckte 1867 beim Wegebau die Glashütte. Leider enthalten seien Aufzeichnungen keine genauen Ortsangaben. So bedurfte es eines glücklichen Zufalls, dass erst vor wenigen Jahren der genaue Standort wieder bekannt wurde. Spielende Kinder fanden 1986 Steine mi t Glasfluss im Goldersbach. Tübinger Mittelalterarchäologen konnten darauf hin ganz in der Nähe die Glashütte unter einer Waldwiese am Kleinen Goldersbach ausfindig machen. Die Ausgrabung wurde 1992 vom Landesdenkmalamt begonnenn und von 1994 bis 1999 vom Tübinger Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters fortgeführt.
Glashütten benötigten zur Feuerung ihrer Schmelzöfen und zur Herstellung von Holzasche, einem der Rohstoff e von Glas, viel Holz. Sie wurden deshalb direkt im Wald erbaut. Gleich danach siedelten sich vermutlich die Glasmacher an. Die zur Glasherstellung notwendigen Quarzsande konten am benachbarten Bromberg gewonnen werden. Die Nähe zur Via Rheni als wichtiger Nord-Süd-Verbindung vom Rheinland über die Schwäbische Alb nach Oberschwaben war zum Abtransport der Glasproduktion entscheidend.
Bei der Ausgrabung wurde eine, komplett erhaltene Glashütte aus dem späten Mittelalter gefunden, in der Glasgefäße und Fensterglas hergestellt wurden. Die Technologie war für die damalige Zeit sehr fortschrittlich. Es wurden Reste dreier Öfen gefunden, die innerhalb einen hölzernen Hüttengebäudes standen. Der Glasschmelzofen bildete das Zentrum der Anlage. Die beiden anderen Öfen nahmen die Funktion von Arbeits- und Kühlöfen wahr. Die zahlreichen Funde zeigen, dass der Schwerpunkt der Produktion auf Fensterglas lag, für dessen Herstellung ein spezieller Ofen erforderlich war. Eine Menge an blassgrünen Scherben und Glasklumpen, ja sogar Teile von Glasgefäßen sind heute Zeugen einer umfangreichen Produktion, die in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts einsetzte. Es kann vermutet werden, dass die Ansiedlung der Glasmacher vom Kloster Bebenhausen initiiert wurde und die Produktion spätestens mit der Reformation ein abruptes Ende fand.
Auf dem Bromberg tauchen die Flurnamen „Glashau“ und „Glaswasen“ schon in den Forstkarten von Gadner (1596) und Kieser (1683) auf. Sie weisen auf die Glashütte hin.
Der geschichtlich sehr interessierte Forstrat Tscherning entdeckte 1867 beim Wegebau die Glashütte. Leider enthalten seien Aufzeichnungen keine genauen Ortsangaben. So bedurfte es eines glücklichen Zufalls, dass erst vor wenigen Jahren der genaue Standort wieder bekannt wurde. Spielende Kinder fanden 1986 Steine mi t Glasfluss im Goldersbach. Tübinger Mittelalterarchäologen konnten darauf hin ganz in der Nähe die Glashütte unter einer Waldwiese am Kleinen Goldersbach ausfindig machen. Die Ausgrabung wurde 1992 vom Landesdenkmalamt begonnenn und von 1994 bis 1999 vom Tübinger Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters fortgeführt.
Glashütten benötigten zur Feuerung ihrer Schmelzöfen und zur Herstellung von Holzasche, einem der Rohstoff e von Glas, viel Holz. Sie wurden deshalb direkt im Wald erbaut. Gleich danach siedelten sich vermutlich die Glasmacher an. Die zur Glasherstellung notwendigen Quarzsande konten am benachbarten Bromberg gewonnen werden. Die Nähe zur Via Rheni als wichtiger Nord-Süd-Verbindung vom Rheinland über die Schwäbische Alb nach Oberschwaben war zum Abtransport der Glasproduktion entscheidend.
Bei der Ausgrabung wurde eine, komplett erhaltene Glashütte aus dem späten Mittelalter gefunden, in der Glasgefäße und Fensterglas hergestellt wurden. Die Technologie war für die damalige Zeit sehr fortschrittlich. Es wurden Reste dreier Öfen gefunden, die innerhalb einen hölzernen Hüttengebäudes standen. Der Glasschmelzofen bildete das Zentrum der Anlage. Die beiden anderen Öfen nahmen die Funktion von Arbeits- und Kühlöfen wahr. Die zahlreichen Funde zeigen, dass der Schwerpunkt der Produktion auf Fensterglas lag, für dessen Herstellung ein spezieller Ofen erforderlich war. Eine Menge an blassgrünen Scherben und Glasklumpen, ja sogar Teile von Glasgefäßen sind heute Zeugen einer umfangreichen Produktion, die in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts einsetzte. Es kann vermutet werden, dass die Ansiedlung der Glasmacher vom Kloster Bebenhausen initiiert wurde und die Produktion spätestens mit der Reformation ein abruptes Ende fand.
This is absolutely great shot and very interesting too. I think it has worked out well and I hope that you are pleased with it too. Nice work. VOTED. Tedy.
I invite you to vote my march contest picture VILLAGE CHURCH if you think it deserves.
Gerade entdecke ich Dein RV-Brunnenbild. Toll, wirklich.
Hubert
PS: Ich habe dann auch gemerkt, dass Ihr in einem anderen Saal wart. Tut mir leid, wollte nochmals mit Dir reden.
Also Grüße
Hubert
tandem49's conversations
Nettes Winterbild von der Stadtkirche
Es war der 19. April 1945. Der unsägliche Krieg war längst verloren. Trotzdem waren noch junge Männer im Schulalter eingezogen worden, von denen viele nur dazu verurteilt waren, noch in den letzten Kriegstagen sinnlos sterben zum müssen.
So auch der damals 19-jährige Gefreite Viktor Wagner, der erst im Juli 1944 einen Gestellungsbefehl zur Fliegerabwehr nach Würzburg und am 19. März 1945 den Abstellungsbefehl an die Front erhielt.
Bei dem Versuch, sich am 18. April durch den Schönbuch nach osten abzusetzen, geriet die Einheit zwischen Kuppingen und Nufringen unter heftigen Granatwerferbeschuß. Viktor Wagner wurde dabei am Kopf schwer verletzt und starb am 19. April im Goldersbachtal.
Sein damaliger Kompaniechef berichtet: „In großer Eile wurde das Grab gegraben und wir nahmen von ihm Abschied und konnten nicht begreifen, dass er noch im allerletzten Moment dieses Krieges hat fallen müssen.“
Drei Jahre hat es gedauert, bis es für die Eltern zur traurigen Gewissheit wurde, dass es ihr Sohn war, der im „Soldatengrab“ im Goldersbachtal liegt. 1952 sollte Viktor auf einem Soldatenfriedhof umgebettet werden. Nicht nur Bürgermeister Schneck aus Breitenholz sondern auch die Eltern von Viktor setzten sich aber beim Landratsamt Tübingen und beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge erfolgreich für die Erhaltung des Grabes in dem ruhigen Schönbuchtal ein. Hier was es längst zu einer oft besuchten Gedenkstätte geworden, für viele, deren Männer, Väter oder Söhne fern der Heimat begraben wurden. Die Mutter von Viktor schrieb: „Es freut uns, dass das Grab so viel Verehrung findet und es ist uns ein großer Trost“.
Viele Menschen aus der Umgebung haben das Grab gepflegt. 30 Jahre lang Einwohner aus Holzgerlingen und seite 1993 hat das Forstrevier Breitenholz die Pflege übernommen. Im September 2001 haben Kameraden von Viktor eine neue Grafeinfassung gestiftet. Einer konnte sich erinnern: „Ein Birkenkruez mit Stahlhelm und ein „Schlaf wohl“ waren alles, war wir noch tun konnten, denn wir mussten weiter“.
Leider haben Grabschänder in unverständlicher Weise weiderholt das Holzkreuz zerstört. Im Herbst 1992 wurde das abgesägte Kreuz dann durch ein schlichtes Metallkreuz, gestiftet von der Laufgruppe des TSV Hildrizhausen, ersetzt.
Einsiedelei Auf dem Bromberg tauchen die Flurnamen „Glashau“ und „Glaswasen“ schon in den Forstkarten von Gadner (1596) und Kieser (1683) auf. Sie weisen auf die Glashütte hin.
Der geschichtlich sehr interessierte Forstrat Tscherning entdeckte 1867 beim Wegebau die Glashütte. Leider enthalten seien Aufzeichnungen keine genauen Ortsangaben. So bedurfte es eines glücklichen Zufalls, dass erst vor wenigen Jahren der genaue Standort wieder bekannt wurde. Spielende Kinder fanden 1986 Steine mi t Glasfluss im Goldersbach. Tübinger Mittelalterarchäologen konnten darauf hin ganz in der Nähe die Glashütte unter einer Waldwiese am Kleinen Goldersbach ausfindig machen. Die Ausgrabung wurde 1992 vom Landesdenkmalamt begonnenn und von 1994 bis 1999 vom Tübinger Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters fortgeführt.
Glashütten benötigten zur Feuerung ihrer Schmelzöfen und zur Herstellung von Holzasche, einem der Rohstoff e von Glas, viel Holz. Sie wurden deshalb direkt im Wald erbaut. Gleich danach siedelten sich vermutlich die Glasmacher an. Die zur Glasherstellung notwendigen Quarzsande konten am benachbarten Bromberg gewonnen werden. Die Nähe zur Via Rheni als wichtiger Nord-Süd-Verbindung vom Rheinland über die Schwäbische Alb nach Oberschwaben war zum Abtransport der Glasproduktion entscheidend.
Bei der Ausgrabung wurde eine, komplett erhaltene Glashütte aus dem späten Mittelalter gefunden, in der Glasgefäße und Fensterglas hergestellt wurden. Die Technologie war für die damalige Zeit sehr fortschrittlich. Es wurden Reste dreier Öfen gefunden, die innerhalb einen hölzernen Hüttengebäudes standen. Der Glasschmelzofen bildete das Zentrum der Anlage. Die beiden anderen Öfen nahmen die Funktion von Arbeits- und Kühlöfen wahr. Die zahlreichen Funde zeigen, dass der Schwerpunkt der Produktion auf Fensterglas lag, für dessen Herstellung ein spezieller Ofen erforderlich war. Eine Menge an blassgrünen Scherben und Glasklumpen, ja sogar Teile von Glasgefäßen sind heute Zeugen einer umfangreichen Produktion, die in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts einsetzte. Es kann vermutet werden, dass die Ansiedlung der Glasmacher vom Kloster Bebenhausen initiiert wurde und die Produktion spätestens mit der Reformation ein abruptes Ende fand.
Einsiedelei
Auf dem Bromberg tauchen die Flurnamen „Glashau“ und „Glaswasen“ schon in den Forstkarten von Gadner (1596) und Kieser (1683) auf. Sie weisen auf die Glashütte hin.
Der geschichtlich sehr interessierte Forstrat Tscherning entdeckte 1867 beim Wegebau die Glashütte. Leider enthalten seien Aufzeichnungen keine genauen Ortsangaben. So bedurfte es eines glücklichen Zufalls, dass erst vor wenigen Jahren der genaue Standort wieder bekannt wurde. Spielende Kinder fanden 1986 Steine mi t Glasfluss im Goldersbach. Tübinger Mittelalterarchäologen konnten darauf hin ganz in der Nähe die Glashütte unter einer Waldwiese am Kleinen Goldersbach ausfindig machen. Die Ausgrabung wurde 1992 vom Landesdenkmalamt begonnenn und von 1994 bis 1999 vom Tübinger Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters fortgeführt.
Glashütten benötigten zur Feuerung ihrer Schmelzöfen und zur Herstellung von Holzasche, einem der Rohstoff e von Glas, viel Holz. Sie wurden deshalb direkt im Wald erbaut. Gleich danach siedelten sich vermutlich die Glasmacher an. Die zur Glasherstellung notwendigen Quarzsande konten am benachbarten Bromberg gewonnen werden. Die Nähe zur Via Rheni als wichtiger Nord-Süd-Verbindung vom Rheinland über die Schwäbische Alb nach Oberschwaben war zum Abtransport der Glasproduktion entscheidend.
Bei der Ausgrabung wurde eine, komplett erhaltene Glashütte aus dem späten Mittelalter gefunden, in der Glasgefäße und Fensterglas hergestellt wurden. Die Technologie war für die damalige Zeit sehr fortschrittlich. Es wurden Reste dreier Öfen gefunden, die innerhalb einen hölzernen Hüttengebäudes standen. Der Glasschmelzofen bildete das Zentrum der Anlage. Die beiden anderen Öfen nahmen die Funktion von Arbeits- und Kühlöfen wahr. Die zahlreichen Funde zeigen, dass der Schwerpunkt der Produktion auf Fensterglas lag, für dessen Herstellung ein spezieller Ofen erforderlich war. Eine Menge an blassgrünen Scherben und Glasklumpen, ja sogar Teile von Glasgefäßen sind heute Zeugen einer umfangreichen Produktion, die in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts einsetzte. Es kann vermutet werden, dass die Ansiedlung der Glasmacher vom Kloster Bebenhausen initiiert wurde und die Produktion spätestens mit der Reformation ein abruptes Ende fand.
Hi Edward, thanks for having a look up in my country. This churchtower is the tallest on earth.
Greetings from here.
und da ist die Einsiedelei
Klasse Foto!
Btw das Inselchen ist die Insel Hoy!
cu
This is absolutely great shot and very interesting too. I think it has worked out well and I hope that you are pleased with it too. Nice work. VOTED. Tedy.
I invite you to vote my march contest picture VILLAGE CHURCH if you think it deserves.
Gerade entdecke ich Dein RV-Brunnenbild. Toll, wirklich. Hubert PS: Ich habe dann auch gemerkt, dass Ihr in einem anderen Saal wart. Tut mir leid, wollte nochmals mit Dir reden. Also Grüße Hubert
Ha doo guck noo! Gruaß Rapi
PS.: Miir waared em T4 ond iir em T1. Dia Schdemm fo oosra Schauschbiileren waar guad. (Klois Missfrschdendnis)