Michael Ohmsen
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Ich hinterlasse hier Zeitzeugnisse und deren Standorte und verbinde sie mit Wissenswertem, Tafeltexten, Inschriften etc in den Kommentaren: Freizeit nennt man das. *********************************** Here I present time capsules including their locations, connecting them with valuable information and table texts, inscriptions, etc in the comments: this is known as leisure. ***********************************

Michael Ohmsen's conversations

Palais Hirsch Der erste Bewohner des heutigen „Palais Hirsch“ war der politisch einflussreiche Erzieher und Beichtvater des Kurfürsten Carl Thedor, der Jesuitenpater Seedorf. Das aus Staatsmitteln 1748/49 erbaute Anwesen war das erste repräsentative Gebäude am damals neu angelegten Marktplatz, der zur Verschönerung der Sommerresidenz diesen sollte. Nach dem Todes Seedorfs wurde das wegen des einst ausgedehnten Gartens so genannte Gartenhaus von den Staatsministern Freiherr von Zettwitz und später Graf Christian Reichsgraf von Oberndorff bewohnt. 1818 ging das Haus in Privatbesitz über und wurde zum Gasthof und Hotel „Goldener Hirsch“. Aus dieser Zeit stammen der seitliche Anbau und das Relief über dem Eingang. Nach umfangreichen Umbauarbeiten dient das Gebäude seit 1981 der Stadt Schwetzingen für repräsentative Zwecke und Veranstaltungen. (Quelle: Tafel)

Altes katholisches Schulhaus: Das repräsentative Barockhaus wurde 1789 als neues Schulhaus der katholischen Gemeinde bezogen. Auch nach der Aufhebung der rein konfessionellen Volksschulen 1876 wurden einige Räume für den Schulunterricht genutzt, bis sie ab 1900 vom katholischen Kindergarten bezogen wurden. Bis 1978 lebten hier die katholischen Ordensschwestern, deren soziale und karitative Arbeit von der bis 1988 im alten Schulhaus untergebrachten Sozialstation fortgeführt wurde. Die Schwestern unterhielten überdies bis in die 1970er Jahre einen Hort für Schulkinder und eine bereits 1892 gegründete Nähschule. Heute sind in dem Haus neben Wohnungen Veranstaltungsräume der katholischen Kirchengemeinde untergebracht. In der Ecknische an der Außenseite des Gebäude steht seit 1985 die von Volker Dursy geschaffene Plastik der Heiligen Drei Könige. (Quelle: Tafel am Alten Schulhaus)

Katholische Kirche St. Pankratius Die St. Pankratius-Kirche steht im Zentrum des mittelalterlichen Ortskern auf dem ältesten Kirchplatz Schwetzingens. Ihr Name geht auf den frühchristlichen Märtyrer Sankt Pankratius zurück, der 1435 als patrone der Pfarrkirchen zu Swettzingen aktenkundig wurde. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die kleine Dorfkirche zerstört, die lange Zeit als einzige Kirche am Ort je nach Konfession des Landesherren katholische und evangelische Gläubige beherbergte. Erst im Zuge der Pfälzischen Kirchenteilung 1705 wurde das notdürftig wieder aufgebaute Gotteshaus den Katholiken zugesprochen. Ihr heutiges Aussehen erhielt die Kirche im 18. Jahrhundert. Am 11. März 1737 erfolgte die Grundsteinlegung für den Neubau, an dem die kurfürstlichen Hofbaumeister Sigismund Zeller, Franz Wilhelm Rabaliatti und Nicolas de Pigage beteiligt waren. Der 1750 errichtete Ostturm geht auf einen Entwurf Rabaliattis zurück, während die frühklassizistische Eingangsfassade ein Werk des Lunéviller Baumeisters Nicolas de Pigage ist. Im Zuge der Bauarbeiten wurde 1758 auch der bei der Kirche gelegene Friedhof verlegt, von dem sich einige wenige Grabsteine erhalten haben. In der Krypta unter dem Chorraum wurden noch bis 1784 Priester, Bürger und Angehörige des kurpfälzischen Hofes bestattet. (Quelle: Tafel an der Kirche)

gemalt von Heinz Friedrich 1984. (Quelle: Signierung)

Hier wohnte

Sofie Wetterhahn geb. Herzfeld, JG. 1876, deportiert 1940, Gurs, ???

Wohn- und Geschäftshaus Das stattliche Wohn- und Geschäftshaus mit neubarocken Verzierungen und Jugendstilelementen wurde 1906 von den Eheleuten Recha und Issak Heil erbaut. Architekt war Max Seckbach, Frankfurt a. M., der auch die Synagoge in der Ehretstraße entworfen hatte. Bürgerstiftung Weinheim. (Quelle: Tafel)

Hier wohnte

Recha Heil geb. Neu, JG. 1867, deportiert 1940, Gurs, tot 16.12.1940

Friedrich Rapp, JG. 1888, deportiert 1940, Gurs, 1942 Auschwitz, ermordet

Tilli Rapp geb. Heil, JG. 1902, deportiert 1940, Gurs, 1942 Auschwitz, ermordet

Bas Greth und Vetter Philp Sie kommt vom „Müll“, dem Stadtteil Müllheim, er aus der Hinnergass’ in der Altstadt. Beide sind originelle Mundartfiguren des Heimatdichters Karl Zöller. Von Januar 1928 bis Februar 1954 ließen Zöller und später Philipp Pflästerer Bas Greth und Vetter Philp in einer Kolumne der Zeitung humorvoll-kritisch und „gradnaus“ das Geschehen in der Stadt kommentieren. In der Fastnacht hat das unterhaltsame Paar bei den „Weinheimer Blüten“ über Jahrzehnte hinweg seinen festen Platz. Die Bronzefiguren schufen Bildhauer Martin Hintenlang aus Abtsteinach und die Kunstgießerei Walter Rom aus Tirol im Auftrag von Heinrich Diesbach, Herausgeber und Verleger der Weinheimer Nachrichten, alos Sinnbild für freie Meinungsäußerung und Heimatverbundenheit. Weinheim im Juni 2008. (Quelle: Tafel)

Hier wohnte

Marianne Katz geb. Simon, JG. 1886, deportiert 1940, Gurs, ermordet 1942, Auschwitz

Hier wohnte

Josef Katz, JG. 1870, deportiert 1940, Gurs, ermordet 1943, Auschwitz

Thekla Katz geb. Teutsch, JG. 1881, deportiert 1940, Gurs, tot 14.12.1940

Hier wohnte

Ludwig Levy, JG. 1878, deportiert 1940, Gurs, ermordet 1942, Ausschwitz

Barbara ‚Blüta’ Levy, JG. 1880, deportiert 1940, Gurs, ermordet 1942, Auschwitz

Helene Rosenstiel, JG. 1889, deportiert 1940, Gurs, ermordet 1942, Auschwitz

Julius Levy, JG. 1886, deportiert 1940, Gurs, ermordet 1942, Auschwitz

Elsa Levy geb. Rosenstiel, JG. 1894, deportiert 1940, Gurs, ermordet 1942, Auschwitz

Helmut Levy, JG. 1925, deportiert 1940, Gurs, 1942 Auschwitz, Todesmarsch 1945, tot im KZ Buchenwald

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