Michael Ohmsen
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Ich hinterlasse hier Zeitzeugnisse und deren Standorte und verbinde sie mit Wissenswertem, Tafeltexten, Inschriften etc in den Kommentaren: Freizeit nennt man das. *********************************** Here I present time captures including their locations, connecting them with valuable information and table texts, inscriptions, etc in the comments: this is known as leisure. ***********************************

Michael Ohmsen's conversations

Anm.: Am 28. Tischri 5722 (19. Okt. 1964) wurden von dieser Stelle die sterblichen Überreste von Moses Hess und seiner Eltern nach Ereth Israel überführt.

Jüdischer Friedhof Köln-Deutz: Begräbnisplatz der Deutzer und Kölner Juden zwischen 1695 und 1941 mit etwa 5.500 Gräbern. Erweiterungen um 1880 und 1910. 1989 wurde der Friedhof unter Denkmalschutz gestellt. Der Friedhof ist geschlossen, kann jedoch im Rahmen von Führungen und nach Rücksprache mit der Friedhofsverwaltung der Synagogen-Gemeinde Köln besichtigt werden (außer an Schabbat und jüdischen Feiertagen). Diese Tafel wurde von der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. in Köln anlässlich des 200. Geburtstages von Moses Hess sel. A. (1812-1875) gestiftet. Betreten des Friedhofs auf eigene Gefahr ! Die Synagogen-Gemeinde Köln haftet nicht für eventuell eintretende Schäden ! Synagogen-Gemeinde Köln, Ottostr. 85, 50823 Köln, Tel.: 0221-71662-0, Friedhofsverwaltung Tel.: 0221-508119. (Quelle: Tafel)

Im Jahre 1915 wurde anlässlich des Brückenbaues die nach dem grossen Eisgang des Jahres 1786 an der Freiheit wieder aufgebaute Deutzer Synagoge an diese Stelle verlegt. Am 9.11.1938 wurde die Synagoge ebenso wie die mit ihr verbundene Religionsschule zerstört. (Quelle: Tafel)

St. Georg: Auf römischen Mauern, vor dem Südtor der römischen Stadt, vielleicht im 7. Jh. ein dem hl. Caesarius geweihtes Oratorium. Nach seiner Zerstörung, vermutlich während der Normanneneinfälle 881, erbaute Erzbischof Anno II. (reg. 1056-75) an gleicher Stelle einen Neubau zu Ehren des hl. Georg. Die Chorherren-Stiftskirche war eine flachgedeckte, dreischiffige Säulenbasilika mit polygonalen Querarmen und Westchor sowie dreifach gestaffeltem Ostabschluss über einer fünfschiffigen Hallenkrypta. Die Stiftsgebäude lagen um einen Hof vor den östlichen Apsiden. Durchgehende Einwölbung im 12. Jh. Der mächtige neue Westchor mit reicher Innengliederung entstand 1180-88 an Stelle des annonischen Vorgängers; sein Aussenbau wurde offenbar nie vollendet. Eine Vorhalle, deren Erdgeschoss erhalten ist, verband seit 1581 St. Georg mit der nördlich benachbarten, im 19. Jh. abgebrochenen Pfarrkirche St. Jakob. Nach Barockisierung im 18. und historistischer Neufassung im 19. Jh. erfolgte 1927-30 eine epochemachende Restaurierung mit dem Ziel der Wiederherstellung des Zustandes des 12. Jhs.; Architekt: Clemens Holzmeister. Aus dieser Zeit ist erhalten bzw. rekonstruiert der Glasfensterzyklus von Johan Thorn Prikker. Gleichzeitig aus der Kreuzweg im neuen Kreuzgang von Milli Beckers und Wilhelm Schmitz-Steinkrüger. Nach starker Zerstörung 1943-45 rekonstruierender Wiederaufbau bis 1964, neue Dachgestaltung über dem Westchor. (Quelle: Tafel)

St. Severin: Endes des 4. Jahrhunderts Bau eines Oratoriums (Saal mit Apsis im Westen) auf einem Gräberfeld südlich der Römerstadt; zahlreiche Umbauten und Erweiterungen dieses ersten Kirchenbaus. In karolingischer Zeit erfolgt der Ausbau zu einer dreischiffigen Basilika mit Westchor. Hier angesiedelt eine erste Gemeinschaft von Klerikern (Stiftsherren). Vor 800 ist Severin, der dritte Kölner Bischof (reg. Ende des 4. Jahrhunderts) als Kirchenpatron bezeugt. Im 10. Jahrhundert Neubau als dreischiffige Basilika, jetzt mit Ostchor und darunter liegender Confessio (Heiligengrab), Seitenchören und Westbau. Um 1030 Anbau eines Langchors über Hallenkrypta, 1220/30 Erweiterung von Chor und Flankentürme, eine polygonale Apsis und wird gewölbt. 1479-1530/40 gotischer Umbau des romanischen Langhauses. 1393-1550 gotischer Westturm. 1802 wird das Stift säkularisiert; St. Severin wird Pfarrkirche. Barocke Innenraumgestaltung des 18. Jahrhunderts seit 1840 entfernt. Gründliche Instandsetzung der Kirche 1879-1917, Ausstattung im Sinne des Historismus. 1932-1937 purifizierende Neugestaltung des Inneren. 1942-1945 Kriegsschäden: Verlust der Gewölbe im Langhaus-Mittelschiff und im Turmbereich, alle Dächer zerstört. Wiederherstellung der Gewölbe und Dächer in Etappen 1945-1961, erneute Restaurierungsarbeiten 1979-1985 (Architekten: K. und G. Band; Statik: W. Schorn und O. Schwab). Reiche Ausstattung aus Mittelalter und Neuzeit. Teile des gotischen Kreuzganges erhalten. (Quelle: Tafel)

Mittelalterlicher Wehrturm der nach 1180 errichteten Stadtmauer. Erbaut aus Basalt und Tuff, nach Kriegsbeschädigung zu Wohnzwecken umgebaut. Nach Brand 1982 Wiederherstellung des Turmes und Rekonstruktion der fehlenden Turmbekrönung und Wurfnase durch privates Engagement der Prinzen-Garde Köln. Heute Sitz der Prinzen-Garde Köln 1906 e.V. (Quelle: Tafel)

An dieser Stelle stand die im 15. Jahrhundert als Pilgerstätte errichtete Wendelinus-Kapelle, wo die bäuerliche Bevölkerung aus der weiteren Umgebung Kölns für die Gesundheit des Viehs und gegen Unwetter betete. Nach Schliessung der Kapelle durch die Franzosen und Abriss im Jahre 1834 wurde die Verehrung des Hl. Wendelinus der Pfarrkirche St. Vitalis in Müngersdorf übertragen. Der Bildstock wurde im Oktober 1990 von den Krippenbauern von St. Vitalis und Pfarrangehörigen errichtet. (Quelle: Tafel)

Zur Erinnerung an die Toten und als Mahnung für die Lebenden: Im ehemaligen Fort V und dem angrenzenden Bereich befand sich während des 2. Weltkrieges das sogenannte Judenlager Müngersdorf. Hier wurden die aus ihren Häusern und Wohnungen vertriebenen Juden konzentriert und in die NS-Vernichtungslager abtransportiert. Rat der Stadt Köln 1981. (Quelle: Tafelaufschrift)

Die römische Hafenstraße: Das römische Köln besaß ein ziemlich regelmäßiges Straßensystem, durch das die einzelnen Stadtquartiere, die insulae, festgelegt waren (vgl. den Stadtplan). Dieses Straßensystem, das in das Gesamtvermessungssystem (Limitationsraster) der Civitas Ubiorum, des Stammesgebiet der Ubier, eingepasst war, bestand wahrscheinlich schon im Oppidum Ubiorum. So hieß die vermutlich um 38 vor Chr. gegründete ‚Hauptstadt’ der Ubier, die die Römer im Gebiet von Köln angesiedelt hatten. Dieses Oppidum Ubiorum erhielt im Jahre 50 nach Chr. Stadtrechte und hieß seitdem Colonia Claudia Ara Agrippinenssium (CCAA). Die beiden Hauptstraßen waren von Anfang an die Hohe Straße (Cardo Maximus) und die Schildergasse (Decumanus). Auf dieses ‚Straßenkreuz’ waren alle anderen Straßen schachbrettartig bezogen. Bei den Ausgrabungen um den Kölner Dom in den Jahren 1969/70 konnte dieses Straßensystem in größeren Teilen aufgedeckt und untersucht werden. Dabei ergab sich, dass die Straßen verschieden breit waren. Wahrscheinlich waren sie von Anfang an auf das jeweilige ‚Verkehrsaufkommen’ hin angelegt. Daran lässt sich ablesen, wie weitsichtig die Planer damals vorgingen. Die Hohe Straße hatte von Beginn an eine Breite von 32 m. Sie übernahm damit die Breite der römischen Limesstraße, die als eine der römischen Hauptstraßen am Rhein vorbeigeführt war. Diese Straße wurde innerhalb der Stadt von Laubengängen begleitet, so dass der eigentliche Straßenkörper noch 22 m breit war. Die heutige Breite der Hohe Straße beträgt nur ca. 6 m. Die beiden östlich der Hohe Straße parallel laufenden Straßen waren nur noch 20 m breit. Auch sie waren von Laubengängen begleitet, so dass auf ihnen einen freier Straßenkörper von 11 m Breite zur Verfügung stand. Die von Westen nach Osten zum Hafen führende Straße war mit 22,50 m wieder breiter. Die Laubengänge ließen hier einen 14,50 m breiten Straßenkörper frei. Zunächst waren alle Straßen nur als Kiesschüttungen ausgebildet. Bisweilen waren dem Kies Kalkmörtel beigemengt, um ihn zu festigen. Nur die Hohe Straße (Cardo Maximus) war als Hauptstraße wohl von Anfang an mit großen Basaltsteinen gepflastert. Die neben dem Römisch-Germanischen Museum zum Teil wieder ausgelegte, bei den Ausgrabungen 1969/70 aufgedeckte Pflasterung der Hafenstraße entstand erst am Ende des 3., wenn nicht gar erst am Anfang des 4. Jhdts. nach Chr. Sie besteht aus großen längsrechteckigen Blaubasaltblöcken. Die gepflasterte Trasse war ungefähr 5,10 m breit. In römischer Zeit war der Straßenkörper leicht gewölbt. Wir haben die Steine aus Sicherheitsgründen flach ausgelegt, außerdem die bei der Ausgrabung festgestellten Fehlstellen wieder mit Steinen geschlossen. Mitten unter der Straße verlief ein breiter Abwasserkanal. Die einzelnen Häuser an der Hafenstraße waren durch Holzleitungen mit ihm verbunden. Auf diese Weise wurden die ‚Schmutzwasser’ aus den Häusern abgeleitet und die die Straßenkanäle in die Auffangbecken im Osten der Stadt geführt, von wo die Abwässer nach Reinigung in den Rhein geleitet wurden. (Quelle: Tafel)

Auf Befehl des Reichsführers-SS vom 16.12.1942 – TGB.Nr. I 2652/42AD./FR/V – sind Zigeunermischlinge, Rom-Zigeuner und nicht deutschbluetige Angehoerige zigeunerischer Sippen balkanischer Herkunft nach bestimmten Richtlinien auszuwaehlen und in einer Aktion von wenigen Wochen in ein Konzentrationslager einzuweisen. Dieser Personenkreis wird im Nachstehenden als „zigeunerische Personen“ bezeichnet. –Die Einweisung erfolgt ohne Ruecksicht auf den Mischlingsgrad familienweise in das Konzentrationslager – Zigeunerlager – Auschwitz. (Quelle: Text)

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