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Michael Ohmsen
Ich hinterlasse hier Zeitzeugnisse und deren Standorte und verbinde sie mit Wissenswertem, Tafeltexten, Inschriften etc in den Kommentaren: Freizeit nennt man das.
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Here I present time captures including their locations, connecting them with valuable information and table texts, inscriptions, etc in the comments: this is known as leisure.
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Jedes Blatt ist ein Spiegel, grünt im Licht, welkt im Schnee – das Blatt des Gingko ist Spiegel im Spiegel, zeigt dich – und wie du sein könntest. (Quelle: Gravur)
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Gradierbau der ehemaligen Saline Philippshall, erbaut 1847, 1992 teilweise abgebrannt, 1997 Wiederinbetriebnahme, 2007 zerstört durch Brandstiftung, 2009 Eigentumsübergang von Staatsbad an Stadt, 2010 Wiederinbetriebnahme. (Quelle: Tafel)
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Ganz herzlichen Dank , Quentin ! Ich freue mich sehr über dein nettes Feedback und deinen Besuch in meiner Galerie !
Beste Grüße , Willy
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Altes Rathaus Hardenburg 1855 als Schulhaus errichtet, diente es von 1911 bis 1969 als Sitz der Gemeindeverwaltung Hardenburger Schulgeschichte/n Schon im 17. Jahrhundert gab es Bemühungen in der Grafschaft Leiningen, ein reguläres Schulwesen einzuführen. Eine öffentliche Schule für alle Kinder wurde aber erst 1787 eröffnet. Unter bayerischer Herrschaft wurde nach 1816 das Schulwesen neu geordnet. 1820 entstand auch in Hardenburg eine Volksschule, damit nicht „die dortige Jugend in zügelloser Ungebundenheit aufwachse und auf das gewissenloseste verwildere“. Eine eigene Schule gab es nicht, der Unterricht fand in einem Privathaus statt. Da man einen protestantischen Lehrer einstellte, ging ein Teil der katholischen Schüler daraufhin in Dürkheim zur Schule. 1830 erwarb die Gemeinde das ehemalige Leiningische Forsthaus zur Nutzung als Schulhaus. Von der Schule zum Rathaus Nachdem die Zahl der Kinder stark gestiegen war, errichtete die Gemeinde 1855 unmittelbar neben dem alten Schulhaus die neue Schule. Damit entsprach man neuen behördlichen Anforderungen an die Schulen zur Errichtung zweier konfessionell getrennter Klassen. Zwei Lehrer wurden beschäftigt und erhielten Dienstwohnungen in der alten Schule, in der auch das Gemeindebüro untergebracht wurde. “Die Schule brennt“ In der Silvesternacht 1910/11 brannte die ehemalige Schule mit den Lehrerwohnungen nieder. Inzwischen hatte man aber bereits mit dem Bau eines geräumigen Schulgebäudes in der Kaiserslauterer Straße (heute Kindergarten) begonnen, das der erneut gestiegenen Schülerzahl gerecht wurde und auch neue Wohnräume für die Lehrer besaß. Mit seiner Fertigstellung 1911 nutzte man die bisherige Schule als Rathaus. Nach der Eingemeindung von Hardenburg nach Bad Dürkheim im Jahr 1969 wurde das Anwesen 1978 an die Familie Niepel verkauft. Was die Stunde schlägt Im Jahr 1900 erhielt das Schulhaus seinen Turm mit Uhr. Das eigentliche Uhrwerk war im Gebäude untergebracht und über ein Gestänge mit den Zeigern verbunden. Bis zum heutigen Tag verrichtet die alte Mechanik zuverlässig ihren Dienst. Eine Glocke trug der Turm von 1925 bis 1977. seither läutet sie auch dem Hardenburger Friedhof. (Quelle: Tafel)
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Diese Plastik erinnert an den alten Dorfkern von Hardenburg, den Gänseplatz, gestaltet von Theo Rörig, gestiftet vom Heimatverein Hardenburg e.V. 1996. (Quelle: Tafel)
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Das Gasthaus „Zum Hirsch“ Hier an dieser Stelle stand das Gasthaus „Zum Hirsch“, dessen Geschichte sich bis 1740 zurückverfolgen lässt. Johann Wilhelm Ritter, der älteste bekannte Wirt der Gaststätte, war zudem von 1740 bis 1760 Schultheiß im Dorf. Danach führte sein Sohn Johann Jakob Ritter die Wirtschaft weiter. 1850 erwarb der Hardenburger Bürgermeister Johann Ritter die Gaststätte. Von 1888 bis 1903 ist Theodor Schmitt Wirt im „Hirsch“. Er durfte am 16. Juni 1897 einen besonderen Gast begrüßen, den Jugend- und Reiseschriftsteller Dr. Karl May. Im 20. Jahrhundert wechselte das Gasthaus mehrmals den Besitzer. Eine steinerne Jagszene über dem Eingang wies auf den Namen des Hauses hin, das rund 300 Jahre für Gastlichkeit in Hardenburg stand. Am 28.12.1865 fand in den Räumen der Gaststätte eine Bürgerversammlung der 81 waldberechtigten Hardenburger Familien statt. Anlass war der gewonnene Prozess gegen die bayerische Regierung um die Waldrechte. Über viele Jahre war den Familien die rechtmäßige Holznutzung verwehrt worden. Das Gericht sprach ihnen eine Entschädigung von 39.000 Gulden zu. Bei der Sitzung wurde einstimmig beschlossen, die gesamte Summe nicht unter den einzelnen Familien aufzuteilen, sondern der Gemeinde zur Verbesserung der dörflichen Infrastruktur zu überlassen. Diesem Beschluss wird noch heute jedes Jahr am 28.12. beim Hardenburger Waldfest gedacht. (Quelle: Tafel)
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Das Gasthaus „Zum Hirsch“ Hier an dieser Stelle stand das Gasthaus „Zum Hirsch“, dessen Geschichte sich bis 1740 zurückverfolgen lässt. Johann Wilhelm Ritter, der älteste bekannte Wirt der Gaststätte, war zudem von 1740 bis 1760 Schultheiß im Dorf. Danach führte sein Sohn Johann Jakob Ritter die Wirtschaft weiter. 1850 erwarb der Hardenburger Bürgermeister Johann Ritter die Gaststätte. Von 1888 bis 1903 ist Theodor Schmitt Wirt im „Hirsch“. Er durfte am 16. Juni 1897 einen besonderen Gast begrüßen, den Jugend- und Reiseschriftsteller Dr. Karl May. Im 20. Jahrhundert wechselte das Gasthaus mehrmals den Besitzer. Eine steinerne Jagszene über dem Eingang wies auf den Namen des Hauses hin, das rund 300 Jahre für Gastlichkeit in Hardenburg stand. Am 28.12.1865 fand in den Räumen der Gaststätte eine Bürgerversammlung der 81 waldberechtigten Hardenburger Familien statt. Anlass war der gewonnene Prozess gegen die bayerische Regierung um die Waldrechte. Über viele Jahre war den Familien die rechtmäßige Holznutzung verwehrt worden. Das Gericht sprach ihnen eine Entschädigung von 39.000 Gulden zu. Bei der Sitzung wurde einstimmig beschlossen, die gesamte Summe nicht unter den einzelnen Familien aufzuteilen, sondern der Gemeinde zur Verbesserung der dörflichen Infrastruktur zu überlassen. Diesem Beschluss wird noch heute jedes Jahr am 28.12. beim Hardenburger Waldfest gedacht. (Quelle: Tafel)
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120 Jahre Waldfest 1865 – 1985 / Das „Hardenburger Waldfest“ – Erinnerung an bürgerlichen Gemeinsinn / Langer Streit um uralte Rechte Seit dem 15. Jahrhundert besaßen die Hardenburger Nutzungsrechte im Wald der Grafen von Leiningen-Hartenburg. Unter der französischen Herrschaft wurde dieses Privileg 1797 in Frage gestellt, da die entsprechenden Urkunden verloren gegangen waren. Nach einer Anhörung im Jahr 1803 wurde die Holzentnahme aber weiterhin geduldet. Ab dem Jahr 1816 gehörte die Pfalz zum Königreich Bayern. Die neuen Landesherren versuchten den geplünderten Wald durch Aufforstung, schärfere Kontrolle und Überprüfung der Waldrechte zu schützen. Nachdem die Hardenburger ihre Rechte zunächst weiter wahrnehmen konnten, wurde ihnen dies 1838 untersagt. Für die Bewohner, meist arme Tagelöhner und Waldarbeiter, bedeutete dies eine Existenzbedrohung. Sie konnten sich die von der Forstverwaltung geforderten Preise für das dringend benötigte Holz nicht leisten. Ein Dorf gewinnt gegen den König 1841 erhob der rat der Gemeinde Klage vor Gericht. Nachdem der Hardenburger Adjunkt Johann Wilhelm Behret und der Dürkheimer Stadtschreiber Friedrich Bernhard Resch die Rechte der der hardenburger glaubwürdig beweisen konnten, erging 1854 das Urteil, dass die Gemeinde das Holzrecht ausüben dürfe. Viel Geld für gute Zwecke Bis 1865 wurde um eine rückwirkende Entschädigung gestritten. Schließlich musste der bayerische Staat 39.000 Gulden für den entstandenen Schaden zahlen. Jeder der 81 berechtigten Hardenburger Familien hätten somit rund 481 Gulden zugestanden, was in etwa zweieinhalb durchschnittlichen Jahreslöhnen entsprach. Stattdessen entschied man gemeinschaftlich, die Entschädigungssumme der Gemeinde zur Finanzierung von öffentlichen Aufgaben zu spenden. Mit dem Geld konnten ein neues Schulgebäude, das Feuerwehrgerätehaus, eine Wasserleitung und die Friedhofskapelle errichtet werden. Ein Fest zur Erinnerung Dieser hocherzige Verzicht wird seitdem jedes Jahr am 28. Dezember als „Hardenburger Waldfest“ mit einem Festakt begangen. Holzrecht und Waldweiderecht: lebenswichtig für die Bevölkerung Die meisten Wälder gehörten im Mittelalter den Landesherren. Den Untertanen war allerdings die Nutzung der Wälder in einem bestimmten Umfang erlaubt. Das Sammeln von Brennholz und von Laub als Stalleinstreu, aber auch die Beschaffung von Bauholz und die Ausübung von Waldweiderechten war für die Bevölkerung in früheren Zeiten lebenswichtig. Daher wurde auf die Einhaltung der Rechte streng geachtet. „Waldfrevel“, die unerlaubte Entnahme von Holz, wurde schwer bestraft. Wald im Wandel Bis ins 20. Jahrhundert wurde der Wald auf vielfältige Weise wirtschaftlich genutzt. Viele alte Gewerbe – wie die Köhlerei, die Herstellung von Pottasche oder die Glasschmelzerei – sind inzwischen weitgehend verschwunden. Lediglich die Holzproduktion spielt heute noch eine Rolle. Neben der Nutzfunktion hat der Wald für den Naturschutz, Wasserschutz und die Erholung an Bedeutung gewonnen. (Quelle: Tafel)
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Hier wohnte
Philipp Gneis, JG. 1899, im Widerstand, ‚Schutzhaft’ 1933, Dachau, verhaftet 1936, verurteilt 1937, Buchenwald, tot 13.1.1940
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Hier wohnte
Georg David Sally Reiss, JG. 1916, Flucht 1938 Holland, verhaftet 1941, Mauthausen, tot 23.10.1941
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