Immanuel Giel
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Immanuel Giel's conversations

Leise wehen Töne durch die Dunkelheit. Dann glimmt ein kleines Licht auf, das über den Fluss gleitet und sich als kleines Boot entpuppt. Im Boot steht eine singende junge Frau. Mit den letzten Klängen erlischt das Licht. Doch plötzlich erleuchten mehrere Scheinwerfer 12 steil aufregende Berge. Das ist der Beginn der Liu Sanjie-Show um die Dritte Schwester Liu (刘三姐 Liú Sānjiě), einer legendären Sängerin der Song-Dynastie.
Liu Sanjie hatte galt als begnadete Sängerin. Doch mit der Zeit begann sie über Missstände zu singen und lehnte sich damit gegen den Grundherren Mo Huairen auf. Dieser ließ sie zu einem Wettstreit gegen die besten Sänger antreten, den Liu Sanjie gewann. Da befahl Mo sie zu töten, woraufhin Liu mit ihrem Liebsten floh. Wo die beiden vorüber kamen, sangen sie die Lieder ihrer Heimat und verbreiteten sie damit über das ganze Land.
Liu Geschichte wurde 2004 vom Regisseur Zhang Yimou mit mehr als 600 Mitwirkenden in Yizhou in Szene gesetzt. Die 10.000 Zuschauer fassende Naturbühne wird als die größte der Welt betrachtet.

Das „Wasserdorf“ wurde Anfang der 1990er-Jahre vor dem Verfall gerettet, indem seine ein- oder zweigeschossigen Häuser schrittweise in ein großes Freilichtmuseum verwandelt wurden. Beidseits des zentralen Kanals befinden sich zwei gepflasterte Hauptwege, von denen zahlreiche enge Gassen abgehen. Die durchgängig gepflasterten Gassen können aufgrund der vielen Brücken nicht befahren werden, deshalb dienen vor allem Kähne als Transportmittel.

Diese südchinesische Karstregion war vor Jahrmillionen Teil des Meeresbodens. Aus den Ablagerungen des Ozeans bildete sich eine Kilometer dicke Kalkschicht bis der indische Subkontinent auf den Süden Asiens knallte und das Himalaya-Gebirge auffaltete. Nun wurde diese Gegend hier angehoben und der Meeresboden wandelte sich zu Festland. Die Kalkstein-Ablagerungen verwitterten und die Erosion schuf eigenwillige Gesteinsformationen.

Obwohl Yangshuo 240 000 Einwohner zählt, wirkt sie wie eine Kleinstadt - was sie nach chinesischen Maßstäben auch ist. Die Straßen sind durchzogen von Karstbergen, sodass die beeindruckenden Berge immer in Sichtweite sind.

Der Yulong-Fluss (遇龙河 Yùlóng Hé) ist möglicherweise nicht so beeindruckend wie der Li-Fluss (漓江 Lí Jiāng), aber er ist ruhiger und ohne Fährschiffe. Damit ist er ideal zum Genießen der Landschaft auf einem Bambusfloß, das durch den seichten Fluss gestakt wird wie ein Tübinger Stocherkahn. Es ist sehr entspannend, im Liegestuhl den Fluss hinabzugleiten und die Berge an sich vorüberziehen zu lassen.
Zwischendrin werden Staustufen überwunden, bei der man wunderschön nass werden kann. Außerdem ist es nicht verboten, andere Reisende nasszuspritzen.

Die beiden Freunde Han Shan und Shi De lebten als Mönche während der chinesischen Tang-Dynastie. Sie werden mit einer Lotus-Blüte (荷 hé) und einer Dose / Schachtel (盒 hé) dargestellt. Das ist wieder einmal ein Wortspiel, denn es klingt im Chinesischen so wie „harmonisches Zusammenleben“ (和合 héhé).
Dass aus der Dose eine Fledermaus herauslugt ist natürlich auch ein Wortspiel, denn im Chinesischen sind Fledermaus (蝠 fú) und Glück (福 fú) ebenfalls homophon, kein Wunder bei einer Sprache, die gerade einmal 400 Silben ihr Eigen nennt.

Hast du als Schlossherr dort gelebt?

Nein, Immanuel, wir waren dort im letzten Kriegsjahr evakuiert. Das Haus ist das Geburtshaus meines Vaters und war damals im Besitz seiner Schwester (heute deren Nachkommen).

Vielen Dank für Deine Antwort und liebe Grüße

Uli (weiblich ;-) )

Ich kann den chinesischen Kritikern nicht widersprechen, Immanuel! Hoffen wir nur, dass dieser Monumentalbau nicht das gleiche Schicksal erleidet wie das Flughafendach in Paris ;-).

Viele Grüße

Uli F.

Mir gefällt es auch ;-) !

Viele Grüße

Uli F.

Du bist sehr gut unterrichtet, Immanuel!

Viele Grüße

Uli F.

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