Immanuel Giel
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Immanuel Giel's conversations

Die ehemalige Garnisonsstadt Frankenthal besaß einen Kanal zum Rhein und galt als Dritte Hauptstadt der Kurpfalz (Nr. 1 war Heidelberg, Nr. 2. Mannheim).

Die Ausstellungsstücke reichen von rekonstruierten merowingischen Gräbern bis zu Industrieprodukten. Die Kunst der Buchherstellung im mittelalterlichen Chorherrenstift gehört ebenso dazu wie der Luftschiffpionier August von Parseval.

Zu den Kostbarkeiten zählen Gemälde der Frankenthaler Maler um 1600, die als Glaubensflüchtlinge aus den Niederlanden gekommen waren, und die Sammlung Frankenthaler Porzellans (1755 – 1800). Die unter dem Kurfürsten angesiedelte Glockengießerei wurde Keimzelle der Frankenthaler Metallindustrie.

Der Heimatdichter Johann Martin Jäger (1853–1923) erzählt in einem Gedicht die Sage von der Entstehung des Teufelstisches:

Im Kaltenbacher Tale

Ein Tisch von Felsen steht.

Dort saß der Teufel beim Mahle.

Hört, wie die Sage geht:

Einst schritt in jenem Walde

Durch nächt’ges Dunkel schnell

Hinauf die Bergeshalde

Ein finsterer Gesell.

Hell lodert in seinen Blicken

Unheimlich wilde Hast.

Nun will er sich erquicken,

Er schaut nach guter Rast.

Umsonst! Kein Stein zum Sitzen,

Kein Tisch zum nächt’gen Mahl.

Vor Zorn seine Augen blitzen

Hin über Berg und Tal.

Da – wie mit Blitzesschnelle

Packt jetzt zwei Felsen frisch

Der grimmige Geselle

Und stellt sie auf als Tisch.

Nachdem er dran gegessen,

Ging durch die Nacht er fort.

Den Tisch, wo er gesessen,

Den ließ er einfach dort.

Das war ein ängstlich Schauen

Des Morgens drunten im Tal!

Ein jeder sprach mit Grauen:

„Dort hielt der Teufel Mahl!“

Nur einer voller Zweifel

Die Andern hell verlacht:

„Ich geh“, spricht er, „zum Teufel

Zum Mahle dort heut Nacht!“

Man warnt ihn in der Runde,

Er lacht und geht. Vom Turm

Tönt laut die zwölfte Stunde –

Da! – Welch ein Wind! Ein Sturm?

Und jetzt? – Was ist geschehen?

Welch grässlicher Todesschrei!

Entsetzt die Lauscher stehen:

„Mit dem dort ist’s vorbei!“

Der Keckste nimmer weilte

Vorm Dorfe länger draus;

Er schlug ein Kreuz und eilte

Leis schauernd fort nach Haus.

Die Katholische Pfarrkirche Heiliger Schutzengel und Sankt Jakobus der Ältere, der Dom vom Gau aus den Jahren zwischen 1724 und 1730 ist weit über den Ochsenfurter Gau sichtbar. Vom Südflügel leuchtet die vergoldete Sandsteinstatue des Schutzengels mit Kind.

Von der alten Kirche wurde lediglich der Turm beibehalten. An den Ecken der Vorhalle sind Statuen der Apostel Petrus und Paulus platziert. Zentral darüber steht die goldene Figur des Kirchenpatrons Laurentius. Davor steht das 1890 errichtete martialische Denkmal des "Stürmenden Kriegers" aus Zink.

Das Kriegerdenkmal wurde bei einer Sanierung in den 19 70er Jahren vollständig mit Kunstharz ausgegossen, der sich ausdehnte und das Denkmal beinahe platzen ließ.

Bei diesem Kriegerstandbild, das an den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 erinnert, schieden sich im Gemeinderat die Geister. Der Vertreter der Fraktion „Weinheim Plus“ meinte 40.000 Euro seien „viel Geld für die Restaurierung von altem Schrott“.

Das Wasserbecken vor der Russischen Kapelle wurde von Professor Albin Müller anlässlich der letzten Ausstellung der Künstlerkolonie 1914 entworfen.

Dieses Wasserbecken mit seinen gedrungenen Säulen an der Stirnwand schuf den Bezug zur Russischen Kapelle. Nicht nur die Säulen wiederholen sich, mit den „Maria und Joseph – Ruhe auf der Flucht“ von Bernhard Hoetger rechts und links auf der Brüstungsmauer wird auch eine Verbindung zu Maria Magdalena über dem Portal der Russischen Kapelle hergestellt.

Der Boden des Beckens ist mit Keramikfliesen ausgekleidet. Eingelagert sind Ornamentfliesen in Lilienform – daher auch die Bezeichnung Lilienbecken. Zahlreiche Wandfliesen tragen das Monogramm Albin Müllers und die Jahreszahl 1913/1914.

Durch das besonders harte Wasser Darmstadts lagert sich jede Menge Kalk auf den Fliesen ab, was immer wieder Reinigungsaktionen verlangt. Alle vier bis sechs Wochen muss das mit Chlor geimpfte Wasser ausgetauscht und das Becken gereinigt werden.

Diese Myrte (Myrtus communis) im Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof gilt als ältestes und größtes Exemplar in Deutschland.

Sie wurde 1879 aus einem Brautkranz der Familie Freudenberg gezogen und wuchs zu einem Baum von zehn Metern Höhe heran, der zur Überwinterung ein eigenes Glashaus beansprucht. Sonst würde die Myrte den Winter nicht überstehen. Für die Familie Freudenberg ist der Baum das Herzstück des Gartens. Noch heute darf sich jede Braut aus dem Haus Freudenberg vor der Hochzeit daraus einen Brautstrauß abschneiden.

Schöpfer der Kunstfiguren Bas Gret und Vetter Philp war der Heimatdichter Karl Zöller. Von Januar 1928 bis Februar 1954 kommentierten die beiden in einer Kolumne des Weinheimer Anzeigers und dann in den Weinheimer Nachrichten "gradnaus" das Geschehen der Stadt.

Die „Bas Gret“ zeigt mit der Fingerspitze die Fußgängerzone hinauf, der „Vetter Philp“ schmökert amüsiert in seiner Zeitung.

Die Weinheimer Karnevalsgesellschaft machte aus den Mundartfiguren der Tageszeitung Bühnenfiguren ihrer Fastnacht.

Mit dem Neubau eines Eingangsgebäudes für das Hessische Staatstheater sollte die davor liegende Freianlage neu gestaltet werden. Diese war bis dahin nichts anderes als eine Grünfläche, die die darunterliegende Tiefgarage überdachte.

Die breite Stufenanlage ist auf das Eingangsgebäude des Staatstheaters ausgerichtet. Sie ist in wechselnden Streifen mit Rasen und Betonplatten gestaltet und kann auch als Zuschauerraum genutzt werden.

Die klassizistische Ludwigskirche ist die katholische Hauptkirche von Darmstadt. Ihre markante Kuppel wird im Volksmund auch als Käseglocke bezeichnet. Sie entstand 1822–1827 nach Plänen von Georg Moller als erste katholische Kirche Hessen-Darmstadts seit der Reformation. Als Vorbild diente das Pantheon in Rom mit um ein Fünftel verminderten Gesamtmaßen. Den Bauplatz stellte Großherzog Ludwig I. zur Verfügung. Deshalb wurde die Kirche nach dem Heiligen Ludwig von Frankreich benannt.

Das „Georg Büchner-Denkmal“ hatte ursprünglich gar nichts mit Georg Büchner zu tun. Was sie eigentlich darstellt konnte mir niemand erklären. Vermutlich weiß es auch niemand. Das Gefasel mancher Kunstkenner kann ich nicht als Erklärung gelten lassen. Mir gefällt die Scheibe trotzdem.

Die Skulptur wurde 1973 von der Stadt Darmstadt zu einem Kaufpreis von 338.183 DM als „Grande Disco“ (Große Scheibe) dem italienischen Künstler Arnaldo Pomodoros abgekauft und 1974 als „Georg Büchner-Denkmal“ vor dem Staatstheater aufgestellt.

Die Große Scheibe ist aus Bronze hat einen Durchmesser von 3,55 Meter und lässt sich drehen. Um sie zu drehen muss man aber durch das umgebende Wasser plantschen. Im Winter fehlt das Wasser und dann kann die Plastik durch Vandalismus leichter beschädigt werden. Deshalb wurde auch ein Scheinwerfer installiert, der „den Angstraum um die Plastik herum“ beseitigen soll.

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