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Luther-Denkmal: Weltdenkmal der Reformation 1868. Luthers Lied »Ein feste Burg ist unser Gott« wurde umgesetzt in Stein. Dr Martin Luther steht über den Vorreformatoren, umgeben von Fürsten und Gelherten sowie Personifikationen von Städten der Reformation.

Dreifaltigkeitskirche (Marktkirche): Reformationsgedächtniskirche zur heiligen Dreifaltigkeit, erbaut 1709-25. Vorher stand hier die »Münze«, genannt »Das schönste Haus der Welt«, 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg durch Truppen Ludwig XIV. zerstört. Die Kirche wurde an dieser Stelle errichtet, weil die Wormser Bürger inzwischen glabuten, daß Martin Luther hier 1521 vor dem Kaiser gestanden hat. Nach einem Bombenangriff 1945 ausgebrannt, wurde die Kirche bis 1959 wiederhergestellt.

Bischofshof: An die Nordseite des Domes war bis zur Stadtzerstörung 1689 der Bischofshof angebaut, der Wohnsitz des Wormser Bischofs. Hier wohnte Kaiser Karl V. während des Reichstags 1521. Sitzungsort war der Bürgerhof (hinter der heutigen Dreifaltigkeitskirche). Dr Martin Luther wurde aber am 17. und 18. April hierher gebracht, wo er sich vor Kaiser und Reich zu seinen Schriften bekannte und ihren Widerruf verwiegerte: Es sei falsch, gegen ein Gewissen zu handeln, das Gott verpflichtet sei. Vielleicht sagte er auch: »Hier stehe ich. Ich kann nicht anders. Gott helfe mir. Amen.«

http://en.wikipedia.org/wiki/Johann_Nikolaus_G%C3%B6tz

http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Nikolaus_G%C3%B6tz

Rathaus Mosbachs: Das im Renaissancestil errichtete Rathaus entstand in den Jahren 1558-9 anstelle der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Cäcilienkirche. Die Genehmigung zum Abriss der Kirche und Neubau des Rathuases wurde nach Einführung der der Reformation in Mosbach (1546) von Kurfürst Otto Heinrich zu Heidelberg im Jahre 1558 erteilt. Der dreischiffige, in Ost-West-Richtung errichtete Bau beherbergte im Erdgeschoss Markthallen, im 1. Obergeschoss den Bürgersaal, in dem noch heute der Gemeinderat tagt, die kleine Ratsstube, das Archiv und die Ratsküche. Das 2. Obergeschoss enthielt eine große Stube, eine Rüstkammer und einen Tanzboden. Die Speicherräume dienten als Kornkammer. Im Bürgersaal tagte auch das Gericht--u.a. wurde hier ein Prozeß der Stadt Mosbach mit Götz von Berlichingen verhandelt. Außerdem ist bekannt, daß Götz von Berlichingen im Mosbacher Rathaus gefeiert und gezecht hat. Alleiniger Zugang war ursprünglich die Freitreppe der Südwand. Erst im 19. Jahrhundert baute die Stadt das Treppenhaus vis-à-vis dem Verwaltungsbau ein. Der Turm stammt im unteren Drittel noch von der ehemaligen Cäcilienkirche und wurde 1566 von ursprünglich 25 bis 30 Metern zu seiner heutigen Höhe von 34 Metern aufgestockt und mit einer welschen Haube bekrönt. Er besitzt im Erdgeschoss noch einen gotischen Altarraum der ehemaligen Nikolaus-Kapelle, im oberen Teil eine Glockenstube mit drei Glocken, von denen eine aus dem Jahre 1458 und damit von der ehemaligen Cäcilienkirche stammt. Darüber liegt die ehemalige Türmerwohnung, in der bis 1909 ein Türmer über die Stadt wachte. Zum Gedächtnis an die glückliche Errettung der Pfalzgräfin Johanna läutet allabendlich um 22.45 Uhr vom Rathaus das sogenannte »Lumpenglöckle«. Ihrem Klang folgend, soll die im Wald »Michelherd« verirrte Pfalzgräfin Johanna in die Stadt zurückgefunden haben.

Rathaus Mosbachs: Das im Renaissancestil errichtete Rathaus entstand in den Jahren 1558-9 anstelle der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Cäcilienkirche. Die Genehmigung zum Abriss der Kirche und Neubau des Rathuases wurde nach Einführung der der Reformation in Mosbach (1546) von Kurfürst Otto Heinrich zu Heidelberg im Jahre 1558 erteilt. Der dreischiffige, in Ost-West-Richtung errichtete Bau beherbergte im Erdgeschoss Markthallen, im 1. Obergeschoss den Bürgersaal, in dem noch heute der Gemeinderat tagt, die kleine Ratsstube, das Archiv und die Ratsküche. Das 2. Obergeschoss enthielt eine große Stube, eine Rüstkammer und einen Tanzboden. Die Speicherräume dienten als Kornkammer. Im Bürgersaal tagte auch das Gericht--u.a. wurde hier ein Prozeß der Stadt Mosbach mit Götz von Berlichingen verhandelt. Außerdem ist bekannt, daß Götz von Berlichingen im Mosbacher Rathaus gefeiert und gezecht hat. Alleiniger Zugang war ursprünglich die Freitreppe der Südwand. Erst im 19. Jahrhundert baute die Stadt das Treppenhaus vis-à-vis dem Verwaltungsbau ein. Der Turm stammt im unteren Drittel noch von der ehemaligen Cäcilienkirche und wurde 1566 von ursprünglich 25 bis 30 Metern zu seiner heutigen Höhe von 34 Metern aufgestockt und mit einer welschen Haube bekrönt. Er besitzt im Erdgeschoss noch einen gotischen Altarraum der ehemaligen Nikolaus-Kapelle, im oberen Teil eine Glockenstube mit drei Glocken, von denen eine aus dem Jahre 1458 und damit von der ehemaligen Cäcilienkirche stammt. Darüber liegt die ehemalige Türmerwohnung, in der bis 1909 ein Türmer über die Stadt wachte. Zum Gedächtnis an die glückliche Errettung der Pfalzgräfin Johanna läutet allabendlich um 22.45 Uhr vom Rathaus das sogenannte »Lumpenglöckle«. Ihrem Klang folgend, soll die im Wald »Michelherd« verirrte Pfalzgräfin Johanna in die Stadt zurückgefunden haben.

Altes Hospital: Das Gebäude gehört zu den ältesten Häusern der Stadt. Die Struktur des Fachwerks lässt eine Datierung auf die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts zu. Bereits 1421 kaufte die Stadt Mosbach ein Haus für die armen Leute und Pilger. Ein Spital bestand schon einige Jahre früher, die erste Erwähnung stammt aus dem Jahr 1417. Das Spital war weniger ein Krankenhaus im heutigen Sinne als eine soziale Einrichtung, die den »armen Siechen«, aber auch wohlhabenden Bürgern im Alter Unterkunft und Verpflegung (»Pfründe«) gewährte. Der Grundriss zeigt die zellenartige Raumaufteilung des Gebäudes. Jedes Geschoss hatte dreizehn Zimmer mit einer durchschnittlichen Größe zwischen 8 und 10 Quadratmetern. Ein geschlossener Fachwerkgang verbindet das Hauptgebäude mit der Spitalkapelle. Die hier zu sehenden spätgotischen Fresken aus dem 15. Jahrhundert sind--wie in Spitalkapellen allgemein üblich--der Leidensgeschichte Christi gewidmet. Das Alte Hospital, 1979 zu einem Teil des städtischen Kulturzentrums umgestaltet, beherbergt heute neben dem Museum noch verschiedene kommunale Einrichtungen.

Elektrizitätswerk/Mosbacher Stadtwerke: Mit der Entdeckung des dynamoelektrischen Prinzips 1866 begann der Siegeszug der Elektrizität, die mit ihren vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten die Welt veränderte. Erst zögerlich verbreiteten sich um 1880 Bogen- und Glühlampen für eine zunächst punktuelle und später flächenhafte Elektrifizierung. Mosbach beteiligte sich bereits 1891 erstbals für die elektrische Straßenbeleuchtung an einem Wasserkraftwerk bei Neckarzimmern. Im Sommer 1900 fand die Eröffnung des E-Werkes in Mosbach statt, um in der Folgezeit Haushalte und Unternehmen mit Strom beliefern zu können. Das Mosbacher Elektrizitätswerk is ein anschauliches Beispiel für historische Industriearchitektur des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Dem Zeitgeist entsprechend versuchte man, neue Technik in herrschaftsbezogene repräsentative Architekturformen aus dem kirchlichen (Kloster) oder weltlichen Bereich (Burg, Schloß) zu kleiden. Der Betrachter sollte die Funktion des Gebäudes nicht sofort erkennen. Die Gebäudehülle diente als architektonische Ummantelung für neuartige Produktionsprozesse. Den burgähnlichen Charakter unterseicht die trutzige Außenfassade mit dem Rustikamauerwerk und dem Turm. Bis in die 1920er Jahre wechselte das Elektrizitätswerk mehrfach den Eigentümer, bis es dann 1922 die Stadt Mosbach zurückkaufte. 1930 kam es zum Abschluß eines Stromliefervertrages zwischen der Stadt und der Badischen Elektrizitätsversorgungs-AG Karlsruhe (Badenwerk). In der Folgezeit erhöhte sich ständig die Stromleistung; auch weitete sich das Aufgabenfeld der Stadtwerke mit der Wasser-, Fernwärme-, und Stromversorgung erheblich aus.

Evangelische St Ulrichskirche: Ursprünglich von den Herren von Weinsberg gestiftet. Im Kern um 1250/80 auf einem Vorgängerbau errichtet und im 13./14. Jahrhundert zur Wehrkirche ausgebaut. Erhöht um 1550. Nach der Zerstörung des Dorfes im Jahr 1636 bis zum Sommer 1650 wieder hergestellt. Orgeleinbau im 18. Jahrhundert. Jüngere Renovationen 1880, 1950/60, 2004.

(Am links) Seit 1510 Bürgertrinkstube, Neubau, 1731 von Johann Ulrich Heimb, 1802 württ. Oberamt, 1936 Landratsamt.

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