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Der Turm wurde vermutlich Anfang des 18ten Jahrhunderts auf die Mauern der Ruine aufgemauert. Man sieht deutlich die Farbunterschiede zwischen der alten Mauer (grau) und des "neuen" Turms (beigefarben)
Zur Geschichte des Heilbads: Es war der Abend des 17.Dezember 1906 als um 21:00 Uhr plötzlich Wasser über dem Bohrturm der Stadt Ludwigsburg in Hoheneck austritt. Nach längeren vergeblichen Bohrversuchen stieß man, auf der Suche nach Trinkwasser, in 147 m Tiefe auf eine Quelle. Mit 25 Litern pro Sekunde schoss das 18 Grad “warme” Wasser über den Bohrturm hinaus. Endlich war man fündig geworden, denn das Trinkwasser, welches das 1892 angelegte Wasserwerk bereit stellte, reichte für die ständig wachsende Stadt Ludwigsburg nicht mehr aus. Jedoch wich die Freude über den Fund bald großer Enttäuschung. In den untersuchten Wasserproben wurde ein Salzgehalt von annähernd 2% nachgwiesen, und konnte daher für Genuss- und Gebrauchszwecken nicht verwendet werden. So wurde in der Ludwigsburger Kreiszeitung eine erfolglose Bohrung bekannt gegeben. Der Nahrungsmittelchemiker Dr.Wilhelm Schmidt, der die Wasserproben untersucht hatte, gab der Stadt Ludwigsburg den Rat,das Wasser auf seinen medizinischen Wert untersuchen zu lassen. So wurden Wasserproben an Hofrat Prof.Dr. Fresenius nach Wiesbaden geschickt. Nach Untersuchung dieser Proben stand fest: Bei den Bohrarbeiten war eine Heilquelle entdeckt worden, die folgende Heilerfolge bei Bade- und Trinkkuren erwarten ließen: Gicht, Rheumatismus, Ischias, und andere entzündliche Erscheinungen der Nerven, aber auch bei Darmträgheit , Zuckerkrankheit u.s.w. Da die Bohrung durch die Stadt Ludwigsburg auf dem Grund der damals noch eigenständigen Gemeinde Hoheneck (heute Stadtteil von Ludwigsburg)stattgefunden hatte, besaß Hoheneck nun eine eigene Heilquelle. Nur wußte der Gemeinderat Hohenecks nichts von diesem Umstand, sondern nur von der erfolglosen Trinkwasserbohrung. Um die Heilquelle vermarkten zu können, musste die Stadt Ludwigsburg das Quellengrundstück von der Gemeinde Hoheneck abkaufen. Am 13.02.1907 wurde der Kaufvertrag unterschrieben. Die Stadgemeinde Ludwigsburg gab folgende Begründung für den Kauf der betreffenden Parzellen an: “Auf diesem Areal ist inzwischen von Seiten der Stadtgemeinde Ludwigsburg nach technischem Rat nach Wasser gegraben worden; das gewonnene ist als Trinkwasser nicht verwendbar. Da aber die Wiederherstellung des alten Zustandes fast unmöglich ist und da es ferner zweckmäßig erscheint, viel Grundeigentum in der Nähe des bestehenden Wasserwerks zu besitzen, so wird vom Gemeinderat unter Zustimmung des Bürgerausschusses der Kauf beschlossen” Kein Wort von der gefundenen “Goldgrube” in Form einer Heilquelle. Im April des Jahres 1907 wurde dem Gemeinderat Hohenecks wohl klar, dass der Verkauf der Grundstücke zu einem Preis von 2.-Mark/qm in keinem Verhältnis zum Wert der Quelle stand. So bat die Gemeinde Hoheneck das Königliche Ministerium des Inneren in Stuttgart auf “eine gerechte Abfindung der Gemeinde Hoheneck hinzuwirken” Leider blieb dieser Versuch erfolglos. Nun hatte die Stadt Ludwigsburg das Sagen in Sachen “Heilbad Hoheneck”. Bereits am 14. Juli 1907, knapp 8 Monate nach der erfolgreichen Bohrung, wurde eine Badeanstalt mit 12 Wannen und Trinkhalle eröffnet. In den drei Monaten der ersten Badesaison wurden bereits 9853 Bäder abgegeben. So wurde zu Beginn der 2 Badesaison bereits ein Erweiterungsbau mit 15 weiteren Holzbadewannen eröffnet.
Es folgte nun ein stetiger Anstieg der Badegästezahlen. Zeitweise träumte die Stadt Ludwigsburg von eimem eigenen Bad im Favoritenpark. Hierzu sollte das Heilwasser per Leitung zum Favoritenpark gefördert werden. Dieses Vorhaben scheiterte, nicht zuletzt auch durch die ablehnende Haltung des Hohenecker Gemeiderats, der die Erlaubnis zum Verlegen der Leitungen auf Hohenecker Grund verweigerte. Dies hätte sonst sicherlich das Ende des Hohenecker Heilbades bedeutet. Nach der Eingemeindung Hohenecks im Jahre 1926 war die Umverlegung auch nicht mehr notwendig. 1969 gab es erste Pläne zum Bau eines neuen Heilbades. Aus Kostengründen wurden die Pläne jedoch bei Seite gelegt. Erst als von bürgerlicher Seite an die Stadtverwaltung herangetreten worden war, entschloss man sich 1973 zum längst fälligen Neubau. Nach längerer gründlicher Planungsphase, wurde im März 1976 mit den Bauarbeiten begonnen. Auf den Tag genau 71 Jahre nach der Eröffnung des ersten Hohenecker Heilbades wurde am 14.Juli 1978 das Neue Heilbad seiner Bestimmung übergeben. Die Baukosten betrugen 10,6 Millionen DM für das Bad selbst, sowie 1,8 Millionen DM für die Außenanlagen.
Das Alte Heilbad wurde größtenteils abgebrochen.
Nur das Hauptgebäude und der Bohrturm wurden restauriert. Sie laden heute Spaziergänger und Kurgäste zum Ausruhen und Erfrischen ein.
Standort ist im inneren der Burgruine. Die Burg war um 1250 erbaut worden.
Von der Burg war nach dem 30-jährigen Krieg nur noch die Mauer stehen geblieben.
Der Turm wurde erst im 18ten-Jahrundert neu aufgebaut.
Eine seltene Mischung zwischen Fachwerkhaus und Backsteinfassade, wie man Sie in dieser Gegend sehr selten antrifft. Das Gebäude stammt aus dem 16ten Jahrhundert und wurde bis vor einigen Jahren als Sattlerwerkstatt benutzt.
Heute befinden sich in den Räumen des Erdgeschosses die Produktions- und Verkaufsräume der Firma Natur-Lehmgrube. Nähere Informationen finden Sie unter www.Naturlehmgrube.de
Beim Umpflügen stießen hohenecker Bauern im Jahre 1911 auf die Überreste eines römischen Gutshofs aus dem 2.Jahrhundert n.Chr.. Der Student Oskar Paret wurde mit den Ausgrabungsarbeiten beauftragt. Während der Ausgrabungszeit von 6 Wochen wurden Baureste aufgedeckt, untersucht, vermessen, photographiert und alles wieder zugedeckt. Erst in jüngster Zeit wurde an dieser Stelle ein Freilichtmusem angelegt.
Im Vordergrund sehen Sie die Spätgotische Wolfgangkirche. Da sie als Filialkirche zum Nachbarort Neckarweihingen erbaut worden war hat sie keinen Turm sonder einen Dachreiter. Weitere Informationen zur Wolfgangkirche finden Sie unter www.wolfgangkirche.de
Im Hindergrund ist der Turm des Kohlekarftwerks (ENBW)in Marbach am Neckar, der Schillerstadt, zu sehen.
Klaus Bendel's conversations
Der Turm wurde vermutlich Anfang des 18ten Jahrhunderts auf die Mauern der Ruine aufgemauert. Man sieht deutlich die Farbunterschiede zwischen der alten Mauer (grau) und des "neuen" Turms (beigefarben)
Zur Geschichte des Heilbads: Es war der Abend des 17.Dezember 1906 als um 21:00 Uhr plötzlich Wasser über dem Bohrturm der Stadt Ludwigsburg in Hoheneck austritt. Nach längeren vergeblichen Bohrversuchen stieß man, auf der Suche nach Trinkwasser, in 147 m Tiefe auf eine Quelle. Mit 25 Litern pro Sekunde schoss das 18 Grad “warme” Wasser über den Bohrturm hinaus. Endlich war man fündig geworden, denn das Trinkwasser, welches das 1892 angelegte Wasserwerk bereit stellte, reichte für die ständig wachsende Stadt Ludwigsburg nicht mehr aus. Jedoch wich die Freude über den Fund bald großer Enttäuschung. In den untersuchten Wasserproben wurde ein Salzgehalt von annähernd 2% nachgwiesen, und konnte daher für Genuss- und Gebrauchszwecken nicht verwendet werden. So wurde in der Ludwigsburger Kreiszeitung eine erfolglose Bohrung bekannt gegeben. Der Nahrungsmittelchemiker Dr.Wilhelm Schmidt, der die Wasserproben untersucht hatte, gab der Stadt Ludwigsburg den Rat,das Wasser auf seinen medizinischen Wert untersuchen zu lassen. So wurden Wasserproben an Hofrat Prof.Dr. Fresenius nach Wiesbaden geschickt. Nach Untersuchung dieser Proben stand fest: Bei den Bohrarbeiten war eine Heilquelle entdeckt worden, die folgende Heilerfolge bei Bade- und Trinkkuren erwarten ließen: Gicht, Rheumatismus, Ischias, und andere entzündliche Erscheinungen der Nerven, aber auch bei Darmträgheit , Zuckerkrankheit u.s.w. Da die Bohrung durch die Stadt Ludwigsburg auf dem Grund der damals noch eigenständigen Gemeinde Hoheneck (heute Stadtteil von Ludwigsburg)stattgefunden hatte, besaß Hoheneck nun eine eigene Heilquelle. Nur wußte der Gemeinderat Hohenecks nichts von diesem Umstand, sondern nur von der erfolglosen Trinkwasserbohrung. Um die Heilquelle vermarkten zu können, musste die Stadt Ludwigsburg das Quellengrundstück von der Gemeinde Hoheneck abkaufen. Am 13.02.1907 wurde der Kaufvertrag unterschrieben. Die Stadgemeinde Ludwigsburg gab folgende Begründung für den Kauf der betreffenden Parzellen an: “Auf diesem Areal ist inzwischen von Seiten der Stadtgemeinde Ludwigsburg nach technischem Rat nach Wasser gegraben worden; das gewonnene ist als Trinkwasser nicht verwendbar. Da aber die Wiederherstellung des alten Zustandes fast unmöglich ist und da es ferner zweckmäßig erscheint, viel Grundeigentum in der Nähe des bestehenden Wasserwerks zu besitzen, so wird vom Gemeinderat unter Zustimmung des Bürgerausschusses der Kauf beschlossen” Kein Wort von der gefundenen “Goldgrube” in Form einer Heilquelle. Im April des Jahres 1907 wurde dem Gemeinderat Hohenecks wohl klar, dass der Verkauf der Grundstücke zu einem Preis von 2.-Mark/qm in keinem Verhältnis zum Wert der Quelle stand. So bat die Gemeinde Hoheneck das Königliche Ministerium des Inneren in Stuttgart auf “eine gerechte Abfindung der Gemeinde Hoheneck hinzuwirken” Leider blieb dieser Versuch erfolglos. Nun hatte die Stadt Ludwigsburg das Sagen in Sachen “Heilbad Hoheneck”. Bereits am 14. Juli 1907, knapp 8 Monate nach der erfolgreichen Bohrung, wurde eine Badeanstalt mit 12 Wannen und Trinkhalle eröffnet. In den drei Monaten der ersten Badesaison wurden bereits 9853 Bäder abgegeben. So wurde zu Beginn der 2 Badesaison bereits ein Erweiterungsbau mit 15 weiteren Holzbadewannen eröffnet.
Es folgte nun ein stetiger Anstieg der Badegästezahlen. Zeitweise träumte die Stadt Ludwigsburg von eimem eigenen Bad im Favoritenpark. Hierzu sollte das Heilwasser per Leitung zum Favoritenpark gefördert werden. Dieses Vorhaben scheiterte, nicht zuletzt auch durch die ablehnende Haltung des Hohenecker Gemeiderats, der die Erlaubnis zum Verlegen der Leitungen auf Hohenecker Grund verweigerte. Dies hätte sonst sicherlich das Ende des Hohenecker Heilbades bedeutet. Nach der Eingemeindung Hohenecks im Jahre 1926 war die Umverlegung auch nicht mehr notwendig. 1969 gab es erste Pläne zum Bau eines neuen Heilbades. Aus Kostengründen wurden die Pläne jedoch bei Seite gelegt. Erst als von bürgerlicher Seite an die Stadtverwaltung herangetreten worden war, entschloss man sich 1973 zum längst fälligen Neubau. Nach längerer gründlicher Planungsphase, wurde im März 1976 mit den Bauarbeiten begonnen. Auf den Tag genau 71 Jahre nach der Eröffnung des ersten Hohenecker Heilbades wurde am 14.Juli 1978 das Neue Heilbad seiner Bestimmung übergeben. Die Baukosten betrugen 10,6 Millionen DM für das Bad selbst, sowie 1,8 Millionen DM für die Außenanlagen.
Das Alte Heilbad wurde größtenteils abgebrochen.
Nur das Hauptgebäude und der Bohrturm wurden restauriert. Sie laden heute Spaziergänger und Kurgäste zum Ausruhen und Erfrischen ein.
Standort ist im inneren der Burgruine. Die Burg war um 1250 erbaut worden. Von der Burg war nach dem 30-jährigen Krieg nur noch die Mauer stehen geblieben. Der Turm wurde erst im 18ten-Jahrundert neu aufgebaut.
Tolle Aufnahme! Man sieht sogar die Georgskirche in Poppenweiler -- gaaanz hinten!
Eine seltene Mischung zwischen Fachwerkhaus und Backsteinfassade, wie man Sie in dieser Gegend sehr selten antrifft. Das Gebäude stammt aus dem 16ten Jahrhundert und wurde bis vor einigen Jahren als Sattlerwerkstatt benutzt. Heute befinden sich in den Räumen des Erdgeschosses die Produktions- und Verkaufsräume der Firma Natur-Lehmgrube. Nähere Informationen finden Sie unter www.Naturlehmgrube.de
Beim Umpflügen stießen hohenecker Bauern im Jahre 1911 auf die Überreste eines römischen Gutshofs aus dem 2.Jahrhundert n.Chr.. Der Student Oskar Paret wurde mit den Ausgrabungsarbeiten beauftragt. Während der Ausgrabungszeit von 6 Wochen wurden Baureste aufgedeckt, untersucht, vermessen, photographiert und alles wieder zugedeckt. Erst in jüngster Zeit wurde an dieser Stelle ein Freilichtmusem angelegt.
weitere Informationen
Im Vordergrund sehen Sie die Spätgotische Wolfgangkirche. Da sie als Filialkirche zum Nachbarort Neckarweihingen erbaut worden war hat sie keinen Turm sonder einen Dachreiter. Weitere Informationen zur Wolfgangkirche finden Sie unter www.wolfgangkirche.de Im Hindergrund ist der Turm des Kohlekarftwerks (ENBW)in Marbach am Neckar, der Schillerstadt, zu sehen.