Photos by Benedikt Jorns : on the map, in Google Earth (KML)
Projekt Kernkraftwerk Gösgen II
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Projekt Kernkraftwerk Beznau III
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Kraftwerk Felsenau
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Solarenergie auf Piz Nair
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KKW Beznau
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Projekt Kernkraftwerk Beznau III
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Projekt Kernkraftwerk Mühleberg II
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Bremgartenlauf 2008
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Projekt Kernkraftwerk Gösgen II
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Training macht Spass
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Kernkraftwerk Mühleberg
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Kernkraftwerk Mühleberg
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Büsselimoos im Riederenwald
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Casino de Montbenon
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Benedikt Jorns's conversations
Von einem Rückgang des Stromkonsums in der Schweiz, wie ihn einige Optimisten voraussagen, ist weit und breit nichts zu sehen! Seit Jahren steigt die Grafik unseres Stromverbrauchs beeindruckend konstant nach oben. Im letzten Jahr haben wir sogar noch zugelegt. Beobachter 15.04.09: „War wohl nichts mit Sparen: Der Elektrizitätsverbrauch in der Schweiz ist im Jahr 2008 um 2,3 Prozent auf 58,7 Milliarden Kilowattstunden gestiegen – so viel wie noch nie.“ Auch wenn im laufenden Jahr der Stromverbrauch als Folge des Konjunktureinbruchs mit einigen nicht mehr voll laufenden Produktionsanlagen leicht zurückgehen sollte, wird ab 2010 oder spätestens 2011 die Verbrauchsgrafik wieder die langfristig steigende Tendenz zeigen.
Die bei uns zur Diskussion stehenden neu zu erstellenden Kernkraftwerke sollen von ca. 2025 – 2085 im Einsatz stehen. In dieser Zeit werden Erdöl- und Erdgas weltweit zunehmend knapp. Ersetzbar sind sie nur durch elektrischen Strom, direkte Wärmeproduktion, Nutzung von Biomasse und via Wasserstoffproduktion (zum Teil über Elektrolyse und damit auch wieder el. Strom). Bereits heute ist klar ersichtlich: Im Laufe dieses Jahrhunderts müssen weltweit noch sehr viele Anlagen zur Strom- und Wasserstofferzeugung erstellt werden. Solaranlagen jeder Grösse, Windgeneratoren in dazu geeigneten Gebieten, Wärmepumpen zur Nutzung der Erdwärme, geothermische Kraftwerke mit Tiefenbohrungen zur Nutzung von Hochtemperaturvorkommen sowie ab ca. 2030 Kernkraftwerke der Generation IV mit völlig neuartigen Konzepten (Brennstoff für maximal einige Jahrtausende) und ab ca. 2050 Kernkraftwerke der Generation V mit Kernfusion (Brennstoff praktisch unbeschränkt) sind weltweit in grosser Zahl zu erwarten.
Ob die Umstellung der Energieproduktion in dieser doch sehr kurzen Zeit möglich ist oder ob Zeiten mit Energieknappheit unseren technischen Fortschritt und unsere wirtschaftliche Entwicklung gefährden werden, wissen wir nicht. Weltweite schwere Wirtschaftskrisen oder gar Kriege in den Gebieten mit Vorkommen von Erdöl, Erdgas und Kohle sind denkbar. Im Moment sind wir noch sehr weit davon entfernt, die fossilen Brennstoffe durch andere Energiequellen ersetzen zu können. Die Forschung, die Entwicklung und das Sammeln von Erfahrungen sind in allen Bereichen der Energieversorgung und –nutzung sowohl für die heutige wie für die kommenden Generationen wichtige und leider nicht ganz einfache Aufgaben.
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Die kommenden Volksabstimmungen über Kernkraftwerke werden wohl eine „spürbare Klimaerwärmung“ im Schweizer Volk bewirken. Es ist zu hoffen, dass das notwendige Fachwissen eine sachliche Diskussion ermöglicht, welche nicht nur von Ideologien oder vom „Bauchgefühl“ her bestimmt ist. Die Abstimmungsresultate sind von beiden Seiten zu respektieren.
Das Marktforschungsinstitut Demoscope führte im Oktober 2008 bereits zum fünften Mal eine repräsentative Umfrage zum Thema „Sollen die bestehenden Kernkraftwerke bei Bedarf ersetzt werden?“ durch. Befragt wurden 2‘205 Personen mittels Telefoninterviews in der französisch-, italienisch- und deutschsprachigen Schweiz. Dabei ist eine zunehmende Akzeptanz durch die Schweizer Bevölkerung klar zu erkennen. Neu sind 56.8% für neue KKW, 35.6% dagegen. Siehe Grafik. Auch im Ausland ist der Bau von neuen KKW im Aufwind. In Finnland, Frankreich, Grossbritannien, Schweden, Norwegen, Slowakei, Polen, Rumänien, Bulgarien, Italien, Albanien, USA, Russland, Ukraine, Argentinien, Japan, China, Indien, Iran, Pakistan, Südkorea, Taiwan, … sind Kernkraftwerke geplant oder bereits in Bau.
Die sich weltweit abzeichnende Renaissance des Kernkraftwerkbaus wird vorerst jedoch durch den Mangel an erfahrenen Spezialisten gebremst. Dies ist nach einem Stillstand von mehreren Jahrzehnten eine ganz normale Erscheinung. Auch in der Deutschschweiz waren z.B. Vorlesungen über Reaktorphysik bei den Studenten lange Zeit nicht mehr gefragt und die Ausbildung wurde vom Lehrplan gestrichen. Erst seit wenigen Jahren gibt es wieder einen Lehrstuhl an der ETH für diese Fachrichtung. Prof. Prasser unterrichtet seither eine wachsende Zahl von Studenten in einem Bereich, der für den Bau und den Betrieb von KKW unbedingt erforderlich ist. Auch die notwendigen Ingenieure und Techniker müssen ausgebildet werden. Insgesamt ergibt dies kalkulierbare Verzögerungen beim Bau von neuen Kernkraftwerken. Bei den langwierigen Entscheidungswegen in der Schweizer Politik werden wir allerdings bei weitem nicht die ersten sein, welche ein solches Projekt realisieren und der europäische Arbeitsmarkt wird bekanntlich nicht mehr an unserer Landesgrenze gestoppt.
Ob wir heute mehr oder weniger KKW bauen, Solarpannels installieren und Windkraftwerke erstellen ist weniger wichtig, als dass wir alle denkbaren Arten von Anlagen in so grosser Zahl und in verschiedenen Ländern betreiben, dass die allseitig zu fördernde Weiterentwicklung der Energiegewinnung gewährleistet ist. Im Moment sind wir auch beim Erreichen einer optimalen Energieeffizienz noch sehr weit davon entfernt, die fossilen Energiequellen ersetzen zu können. Die Forschung, die Entwicklung und das Sammeln von Erfahrungen sind in allen Bereichen der Energieversorgung und –nutzung sowohl für die heutige wie für die kommenden Generationen wichtige und leider nicht ganz einfache Aufgaben.
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Die kommenden Volksabstimmungen über Kernkraftwerke werden wohl eine „spürbare Klimaerwärmung“ im Schweizer Volk bewirken. Es ist zu hoffen, dass das notwendige Fachwissen eine sachliche Diskussion ermöglicht, welche nicht nur von Ideologien oder vom „Bauchgefühl“ her bestimmt ist. Die Abstimmungsresultate sind von beiden Seiten zu respektieren.
Das Marktforschungsinstitut Demoscope führte im Oktober 2008 bereits zum fünften Mal eine repräsentative Umfrage zum Thema „Sollen die bestehenden Kernkraftwerke bei Bedarf ersetzt werden?“ durch. Befragt wurden 2‘205 Personen mittels Telefoninterviews in der französisch-, italienisch- und deutschsprachigen Schweiz. Dabei ist eine zunehmende Akzeptanz durch die Schweizer Bevölkerung klar zu erkennen. Neu sind 56.8% für neue KKW, 35.6% dagegen. Siehe Grafik. Auch im Ausland ist der Bau von neuen KKW im Aufwind. In Finnland, Frankreich, Grossbritannien, Schweden, Norwegen, Slowakei, Polen, Rumänien, Bulgarien, Italien, Albanien, USA, Russland, Ukraine, Argentinien, Japan, China, Indien, Iran, Pakistan, Südkorea, Taiwan, … sind Kernkraftwerke geplant oder bereits in Bau.
Die sich weltweit abzeichnende Renaissance des Kernkraftwerkbaus wird vorerst jedoch durch den Mangel an erfahrenen Spezialisten gebremst. Dies ist nach einem Stillstand von mehreren Jahrzehnten eine ganz normale Erscheinung. Auch in der Deutschschweiz waren z.B. Vorlesungen über Reaktorphysik bei den Studenten lange Zeit nicht mehr gefragt und die Ausbildung wurde vom Lehrplan gestrichen. Erst seit wenigen Jahren gibt es wieder einen Lehrstuhl an der ETH für diese Fachrichtung. Prof. Prasser unterrichtet seither eine wachsende Zahl von Studenten in einem Bereich, der für den Bau und den Betrieb von KKW unbedingt erforderlich ist. Auch die notwendigen Ingenieure und Techniker müssen ausgebildet werden. Insgesamt ergibt dies kalkulierbare Verzögerungen beim Bau von neuen Kernkraftwerken. Bei den langwierigen Entscheidungswegen in der Schweizer Politik werden wir allerdings bei weitem nicht die ersten sein, welche ein solches Projekt realisieren und der europäische Arbeitsmarkt wird bekanntlich nicht mehr an unserer Landesgrenze gestoppt.
Ob wir heute mehr oder weniger KKW bauen, Solarpannels installieren und Windkraftwerke erstellen ist weniger wichtig, als dass wir alle denkbaren Arten von Anlagen in so grosser Zahl und in verschiedenen Ländern betreiben, dass die allseitig zu fördernde Weiterentwicklung der Energiegewinnung gewährleistet ist. Im Moment sind wir auch beim Erreichen einer optimalen Energieeffizienz noch sehr weit davon entfernt, die fossilen Energiequellen ersetzen zu können. Die Forschung, die Entwicklung und das Sammeln von Erfahrungen sind in allen Bereichen der Energieversorgung und –nutzung sowohl für die heutige wie für die kommenden Generationen wichtige und leider nicht ganz einfache Aufgaben.
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Im Kanton Bern findet voraussichtlich 2010 eine Konsultativabstimmung zum Bau eines neuen Kernkraftwerks statt. Für den Bund ist das Abstimmungsergebnis allerdings nicht bindend; es zeigt nur den Stimmungsbarometer. Es ist jedoch davon auszugehen, dass nach einer Ablehnung von Mühleberg II durch das Berner Volk nur noch die Projekte Beznau III und Gösgen II im Rennen bleiben würden. Bei einer Annahme bekäme umgekehrt das Projekt Mühleberg II eine starke Rückendeckung.
In der Umfrage von Demoscope Jan./Feb. 09 sprach sich die Bevölkerung im Kanton Bern mit einer Mehrheit von 55 zu 43% für den Bau des KKW Mühleberg II aus. Seither ist schweizweit trotz den vermehrten Aktivitäten der AKW-Gegner ein leichtes Stimmungsplus für neue KKW zu beobachten. Auch im Ausland ist der Bau von neuen KKW im Aufwind. In Finnland, Frankreich, Grossbritannien, Schweden, Norwegen, Slowakei, Polen, Rumänien, Bulgarien, Italien, Albanien, USA, Russland, Ukraine, Argentinien, Japan, China, Indien, Iran, Pakistan, Südkorea, Taiwan, … sind Kernkraftwerke geplant oder bereits in Bau.
Die sich weltweit abzeichnende Renaissance des Kernkraftwerkbaus wird vorerst durch den Mangel an erfahrenen Spezialisten gebremst. Dies ist nach einem Stillstand von mehreren Jahrzehnten eine ganz normale Erscheinung. Auch in der Deutschschweiz waren z.B. Vorlesungen über Reaktorphysik bei den Studenten lange Zeit nicht mehr gefragt und die Ausbildung wurde vom Lehrplan gestrichen. Erst seit wenigen Jahren gibt es wieder einen Lehrstuhl an der ETH für diese Fachrichtung. Prof. Prasser unterrichtet seither eine wachsende Zahl von Studenten in einem Bereich, der für den Bau und den Betrieb von KKW unbedingt erforderlich ist. Auch die notwendigen Ingenieure und Techniker müssen ausgebildet werden. Insgesamt ergibt dies kalkulierbare Verzögerungen beim Bau von neuen Kernkraftwerken. Bei den langwierigen Entscheidungswegen in der Schweizer Politik werden wir allerdings bei weitem nicht die ersten sein, welche ein solches Projekt realisieren und der europäische Arbeitsmarkt wird bekanntlich nicht mehr an unserer Landesgrenze gestoppt.
Die kommenden Volksabstimmungen über Kernkraftwerke werden wohl eine „spürbare Klimaerwärmung“ im Schweizer Volk bewirken. Es ist zu hoffen, dass das notwendige Fachwissen eine sachliche Diskussion ermöglicht, welche nicht nur von Ideologien oder vom „Bauchgefühl“ her bestimmt ist. Die Abstimmungsresultate sind von beiden Seiten zu respektieren.
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14.06.2009 – Artikel in verschiedenen Schweizer Zeitungen:
“Neue AKW: Stromkonzerne schalten auf stur
Bis Ende Juni sollten sich die drei grossen Stromkonzerne auf zwei Standorte für ein neues AKW einigen. Doch alle beharren auf dem eigenen Projekt. Die Sache ist verzwickt, und die Zeit eilt. Jeder der drei grossen Stromkonzerne will ein neues Atomkraftwerk bauen: Alpiq in Gösgen (SO), Axpo in Beznau (AG) und die BKW in Mühleberg (BE). Alpiq hat das Gesuch Anfang Juni 2008 eingereicht, Axpo und die BKW gemeinsam Ende 2008. Seit zwölf Monaten versichern die drei Konzerne, dass sie sich auf zwei Standorte einigen werden. Als Termin hat ihnen der Bundesrat Ende Juni 2009 vorgegeben: Wenn bis dann ein Gesuch zurückgezogen werde, könnten die beiden andern rascher behandelt werden.“
Das Bewilligungsverfahren und der Bau von Kernkraftwerken dauern in unserer direkten Demokratie sehr lange. Kein anderes Land benötigt dazu fast 20 Jahre. Die Entwicklung des Stromverbrauchs während dieser Zeit ist schwierig vorauszusehen. Es gibt mehrere Gründe dafür, dass in den kommenden Jahren eine spürbare Verlagerung von den fossilen Heiz- und Treibstoffen zur elektrischen Energie stattfinden wird. Neubauten werden zunehmend mit strombetriebenen Wärmepumpen ausgerüstet (parallel zur Einführung des Minergie-Standards). Autos mit Elektroantrieb und Lithium-Ionen-Batterien für einen Aktionsradius bis zu ca. 200km sind von mehreren bekannten Herstellern bereits ins Programm der nächsten Jahre aufgenommen worden. Für längere Fahrten werden Brennstoffzellen weiterentwickelt. Der dabei benötigte Wasserstoff wird für den Strassenverkehr am effizientesten direkt bei den Tankstellen mit Elektrolyse (und damit elektrischer Energie) hergestellt.
Die eigentliche Bauphase eines Kernkraftwerks dauert nur etwa fünf Jahre. Die Projektierungsphasen und vor allem das mehrstufige Bewilligungsverfahren mit allen sich abzeichnenden politischen Seilziehen dauern wesentlich länger. Um die Unsicherheit bei der Abschätzung des zukünftigen Stromverbrauchs zu entschärfen, gibt es nur eine Methode: Genügend Projekte zeitlich versetzt vorantreiben, deren Realisierung vom unmittelbar vor dem Baubeginn besser abschätzbaren Strombedarf abhängig ist. So wird auch die Weiterentwicklung der Reaktortechnik berücksichtigt. Parallel dazu sind zusammen mit engagierten Umweltschützern Projekte zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen zu verwirklichen und Impulse zu setzen, um die Energieeffizienz zu erhöhen. Nur so ist es allenfalls möglich, auf das eine oder andere Atomkraftwerk verzichten und die Stromversorgung in unserem Land trotzdem garantieren zu können.
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Was ist denn das für ein hässliches Teil links vom schönen Turm..??
Kleiner Joke am Rande... :D
Gruss vom Wolf
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Hallo Benedikt! Danke für deine Worte, ich stimme mit vielem überein. Hab aber keine grüne Brille, sondern denke ...das Problem der Endlagerung ist nicht wirklich gelöst und die Folgen a la Tschernobyl sind beängstigend genug. Gefragt ist sicher die Industrie, aber auch jeder einzelne zum Thema Energiesparen!! Freu mich auf weitere Gedankenaustausche! Liebe Grüße aus dem atomfreien ( ? ) Österreich.
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Die Meinungen über den zukünftigen weltweiten Energieverbrauch und über die zu erwartenden Anteile der verschiedenen Energiequellen gehen stark auseinander. Das ist in der heutigen Situation sehr verständlich; es ist alles andere als einfach, Voraussagen zu machen. Hier ist ein Versuch, die Entwicklung des weltweiten Energieverbrauchs sowie der Nutzung von erneuerbaren Energien und der Kernenergie bis ins Jahr 2200 grafisch darzustellen. Auch wenn diese Abschätzungen zum heutigen Zeitpunkt nur meine persönliche Sicht wiedergeben und wohl noch weit entfernt von der kommenden Realität sind, können sie im Vergleich zu anderen Voraussagen bei der Diskussion nützlich sein. Es ist anzunehmen, dass während den nächsten Jahren und Jahrzehnten die Sicht in unsere Energie-Zukunft langsam vom heute noch vorhandenen Nebel der Unsicherheit befreit wird. Die hier gezeigten Grafiken sind stets an die neusten Erkenntnisse anzupassen.
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Für das Siedlungsgebiet westlich des Zentrums von Bremgarten hat man bereits 1985 ein innovatives Energiekonzept gefunden. Das Wasser aus der Abwasserreinigungsanlage ARA Bern (rechts im Hintergrund) wird seither für ein Wärmekollektiv genutzt. Damit können grosse Mengen fossiler Energie eingespart und die Luftqualität in Bremgarten deutlich verbessert werden. Da im Bereich der Aare sich im Winter häufig eine Inversionslage mit stark reduziertem Luftaustausch einstellt, ist dies besonders für die flussnahen Gebiete von grosser Bedeutung.
Die Wirtschaftlichkeit eines Wärmekollektivs mit Wärmepumpen hängt im Wesentlichen von der zu erbringenden Wärmeleistung und der Gesamtlänge aller Zuleitungen ab. Ideal ist ein grosser Wärmeverbund mit relativ kurzen Zuleitungen. Die in Bremgarten angewendete Technik war noch wenig erprobt. Die Anlage hätte bereits nach wenigen Jahren gemäss den neusten Erkenntnissen leistungsfähiger und weniger störungsanfällig gemacht werden müssen. Unglücklicherweise wurde diese kostspielige Sanierung genau dann nötig, als wegen dem kontraproduktiven Übereifer von Umweltschützern im Kanton Bern das Bauland zwischen dem Dorfzentrum und Stuckishaus als so genannte „Kulturfolgefläche“ für 12 Jahre einem Baustopp unterlag. Da sich der Bau von neuen Wohnungen unabhängig von solchen Vorschriften parallel zur Zunahme der Wohnbevölkerung entwickelt, wurde wegen solchen sich sehr ungünstig auswirkenden Überbauungsstopps für erschlossenes Bauland die weitere Umgebung von Bern fürs Wohnen entdeckt. Damit verbunden wuchs leider die Beanspruchung des Strassennetzes insbesondere auf den stark frequentierten Verkehrsachsen durch Zollikofen, Ostermundigen, Wabern und Köniz während den Rush-Hour-Zeiten und auch die Autobahn-Umfahrung von Bern wird gemäss den erstellten Statistiken stark vom regionalen Verkehr beansprucht. Während die vorhandene Infrastruktur des erwähnten Baulandes nicht genutzt werden durfte, entstand ein finanzieller Engpass beim Wärmekollektiv. Die Anlage verlotterte allmählich und in den angeschlossenen Häusern wurden entgegen den Bestimmungen zunehmend konventionelle Heizungen installiert.
Die nach dem Ablauf des Baustopps einsetzende Überbauung brachte wieder bessere Perspektiven für das Wärmekollektiv. 2005 konnte eine Sanierung durchgeführt werden und weitere Anschlüsse an das Wärmeverbundnetz wurden möglich. 11 grosse Wärmepumpen versorgen seither verschiedene Siedlungen, das Altersheim, das kirchliche Zentrum und die Schulhäuser mit Heizwärme. Das Bundesamt für Energie (BFE) unterstützte dieses Vorhaben.
Bremgarten hat mit seinem Wärmekollektiv eine Pionierleistung vollbracht. Seit 1985 werden in der Schweiz zunehmend solche Anlagen realisiert. Zusammen mit den kleineren Wärmepumpsystemen neu erstellter Liegenschaften mit Minergie-Standard leisten sie einen bemerkenswerten Beitrag zur Verminderung des CO2-Ausstosses. Allerdings benötigen solche Anlagen relativ viel elektrischen Strom (bis 25% der Heizleistung). Der dadurch zu erwartende Mehrverbrauch an elektrischer Energie dürfte wesentlich mehr ausmachen, als die noch realisierbare Effizienzsteigerung beim Stromverbrauch bringen kann. Da in den nächsten Jahren zudem vermehrt Autos mit Elektromotor und Lithium-Ionen-Akkus auf den Markt kommen werden, wird der momentan zu beobachtende jährliche Anstieg des Stromverbrauchs in der Schweiz von ca. 2% voraussichtlich spürbar grösser werden. Die vom Bundesrat als „Übergangslösung“ tolerierten Gas-Kombi-Kraftwerke der Elektrizitätsgesellschaften werden mit ihrem grossen CO2-Ausstoss den erreichten Fortschritt der innovativen Wärmekollektiv-Anlagen leider in Frage stellen.
Artikel im „Wecker“ zur Eröffnung des Wärmekollektivs in Bremgarten.
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