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Gärtnerei Haas in Dahl im Volmetal. Die Gärtnerei Haas führte in der Zeit von 1932 bis 1938 jährlich (immer am zweiten September – Sonntag) eine „Dahlienschau“ durch. An dieser Schau – gestaltet als prächtiger Blumencorso – beteiligten sich nahezu alle Vereine und Schulen des Volmetals. Der Corso mit seinen Blumenwagen startete am Bahnhof Rummenohl und endete in Dahl. Für die vielen Touristen, die in jener Zeit zu den Dahlienschauen ins Volmetal reisten, setzte die Reichsbahn sogar Sonderzüge ein. Die Gärtnerei Haas hatte einst unter Dahlien – Freunden einen weithin beachtlichen Ruf – insbesondere auch als Zuchtbetrieb. Die größte Dahlie hatte einen Durchmesser von 35 cm. Karl Haas benannte sie nach seiner Frau „die blaue Franziska“
In Dahl ging es um eine früh entstandene Straße, die von Brechtefeld über die Berge kommend in Dahl durch den sich nur hier öffnenden Bergrücken durch das Asmecke – Tal führet, um dann auf hinauf auf die Hochfläche zu ziehen. Dort wurde die Straße von Hagen nach Lüdenscheid / Siegen gekreuzt. Die von Dahl kommende Straße führte in weitem weiteren Verlauf vorbei an der bereits 1288 zerstörten kölnischen Raffenburg und weiter nach (Hohen-) Limburg und Iserlohn. Vermutlich diente das im Schied von 1243 erstmals erwähnte Haus Dahl als Schutz zur Sicherung des Übergangs über die Volme.
Finking. (Haus Dahl.) Der Name Finking ist erstellt aus dem alten Fränking = Sohn des Frank. Von dem Hofe berichtet die Sage, die wunderschöne Geschichte von den Zwergen, die dem Hofbesitzer die Küche und im Keller treue Helfer waren, die aber auszogen als sie für ihre Arbeit belohnt werden sollten. Hentzken to Vynkynk soll nach dem Schatzbuch von 1486 1 ½ Guld. bezahlen, jedoch hat er nicht mehr als 1 Ort. Der Dreißigjährige Krieg zerstörte den Kotten vollständig. Gomann zu Vincking sollte 1631 noch 1 Taler zahlen. 1645 existierte nicht einmal mehr das Haus. Das Land ist wüst und mit Heide bewachsen, in der Kuhweider Mark besteht Kottengerechtigkeit. Die Pacht für das 8 Morgen große Gut beträgt nach dem Verzeichnis der Contribualen Gutes von 1705 10 Rtlr. 30 St. In die Rentei liefert der Besitzer 10 St. 3 ½ Pf. ab. Die Gesamtsteuerkraft wird auf 11 Rtlr. angesetzt. Johann Peter Vincking zahlt nach den Hypothekenbücher des 18 Jahrhunderts den Herren von Dahl an Pacht 8 Rtlr. 1 Schwein, 2 Hühner, 2 Handdienste. Verschiedene Brände vernichteten den Wohlstand des Gutes, dazu ist es in kleine Teile zersplittert. Heute gehören die wichtigsten Grundstücke der Fa. Schöneweiß u. Co. in Ambrock, von einem Bauernhof kann keine Rede mehr sein.
April 1904. Der Hof Finking ist abgebrannt. Gestern Abend gegen 11 Uhr ertönten die Feuerwehrsignale, die Wehr wurde zu einer ersten Arbeit heran gerufen, es brannten Gebäude des Gutes Finking. Leider war nicht ordnungsmäßig alarmiert worden, der § 12 letzter Satz der Statuten der Wehr war gar nicht beachtet worden, weshalb die Mannschaften nicht alle pünktlich zur Stelle sein konnten. Es fehlten 3 Mann, Carl Hobräck, Carl Heggemann, Th ?, 2 welche nicht geweckt werden konnte weil dieser außerhalb der Gemeinde arbeitet. Die Spritze war um 11 Uhr 15 mitunter an der Brandstätte. Die Wehr arbeitete bis gegen morgens 5 Uhr und war es ihr gelungen das eigentliche Wohnhaus, außer dem Dachstuhl welcher schon früh abgebrannt war, kalt zu stellen. Die Möbel des Besitzers W. Harmann waren zwar ausgeräumt, konnten aber wieder unbeschädigt eingeräumt werden. Die Wehr rückte nun unter Zurücklassung von 6 Wachmannschaften und 1 Führer wieder ab, welche dann die Aufräumungsarbeiten vornahmen, diese mußten jedoch Vormittag noch durch 2 Mann verstärkt werden, weil auf dem Wohnhause noch eine Menge Heu lagerte und dieses erst hinunter geschafft werden mußte und zogen dann des Nachmittags gegen 4 Uhr als das Feuer außer Gefahr war, nach mehrstündiger mühevoller Arbeit mit sämtlichen Geräten wieder zurück. Die Gebäude und die Möbel des Besitzers waren bei der Provinzial - Feuer - Sozietät versichert. Die Möbel des Einwohners W. Stuberg, welche sämtliche verbrannt sind, bei der Vaterländischen Feuerversicherung Gesellschaft zu Elberfeld. Da der W. Stuberg auch Mitglied und Spritzenmann der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr ist, so sind auch die von ihm innegehabten Montierungsstücke der Wehr, wie je einen Leinen und Tuchjoppen, Gurt, Helm und Mütze ein Raub der Flammen geworden, im Wert von 35,- Mark, ferner sind bei dieser Gelegenheit auch ca. 100 m Schlauch unbrauchbar geworden. Dies war der erste größere Brand den die Wehr seit ihrer Gründung zu verzeichnen hat. Dahl, den 19.April 1904. Albert Sohl. Schriftführer.
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Eine fliegende Hundehütte im Dahler Luftraum. Ha-Dahl. Immer lauter wird das Surren in der winterstillen Luft. „Da, da kommt sie wieder!“, macht der Spaziergänger seinen Weggenossen aufmerksam und weist in den Himmel. Tatsächlich! Die fliegende Hundehütte ist wieder da – und dreht über dem Hunsdieck ihre Runden. „Peanuts“ – Hund Snoopy als Pilot obendrauf. Stimmen die Gerüchte also doch über ein seltsames Flugobjekt im Dahler Luftraum…. Normalerweise widmet sich Roland Böhm, wohnhaft an der Kallestraße 14, größeren Projekten als einer fliegenden Hundehütte: als Konstrukteur für Luft- und Raumfahrt ist er bei einer Firma in Meinerzhagen tätig, die auch Teile für den Riesen – Airbus 380 anfertigt. Privat und zur Entspannung darfs aber auch eine Nummer kleiner sein, hobbymäßig widmet sich der 40- Jährige seit einigen Jahren dem Modellflugzeugbau. Als Konstrukteur hat der Dahler natürlich ein Faible fürs Ungewöhnliche, tüftelt und bastelt gern. „So war er schon mal als kleiner Junge“, erinnert sich der Vater Heinz Böhm schmunzelnd daran, dass sein Filius dereinst sein Fahrrad mit rund 200 kleinen blinkenden Lämpchen ausstattete, was die Freunde vor Neid erblassen ließ. Als Roland Böhm kürzlich ein Foto einer fliegenden Hundehütte in der Zeitschrift sah, war der Konstrukteur – Ehrgeiz geweckt, zumal keine Baupläne beigefügt waren. Umso größer war der Anreiz, selbst solch eine „Kiste“ in die Luft zu bekommen. Also machte sich der Hobby – Modellbauer ans werk. Als ideales Material für die fliegende Hundehütte erwies sich der leichte, gummiartige Kunststoff Depron. Die hinteren Wandteile der fliegenden Hundehütte dienten als Seitenleitwerke, das Höhenruder ist ein Bodensegment. Verankert ist die Konstruktion auf zwei Rädern, damit auch vom Boden gestartet werden kann. Ein mit Elektromotor betriebener Propeller zieht das mittels Funkfernsteuerung gelenkte Flugobjekt in die Luft. Freilich bedurfte es etlicher Flugstunden, bis Snoopys kleine Hundehütte den Dahler Luftraum unsicher machen konnte. Die ersten „Hopser“ fanden auf dem Sportgelände im Kämpchen statt – und waren wenig erfolgreich. Bruchlandung folgte auf Bruchlandung, doch Böhm ließ nicht locker, veränderte von Mal zu Mal die Konstruktion und versteifte die Verstrebungen, so dass durch den Druck der Luftströmung die Hütte nicht mehr auseinander brechen konnte. Letztendlich erhob sich das Flugobjekt vom Boden, blieb oben und drehte souverän seine Runden. Jetzt bereitet es dem Dahler Luft – und Raumfahrt – Konstrukteur größeres Vergnügen, Snoopys Hütte durch die Lüfte sausen zu lassen- zum Erstaunen so manches Spaziergängers….. Was merkwürdige Flugobjekte angeht, ist Roland Böhm jetzt erst so richtig auf den Geschmack gekommen. Demnächst möchte er sich einen, ebenfalls ausgefallenen Projekt widmen – und über Dahl einen Rasenmäher in die Luft gehen lassen.
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Von der königlich preußischen Eisenbahn zur DB. im Jahre 1874 wurde die Volmetalbahn zunächst auf dem Streckenabschnitt Hagen Hauptbahnhof - Brügge eröffnet. Die Streckenführung war zunächst eingleisig und erst im Jahre 1909 im Zusammenhang mit dem Bau des Goldbergtunnels in Hagen erfolgte die Anlage des zweiten Gleises. Man kann diese bauliche Ergänzung noch jeweils deutlich an den Eisenbahnbrücken sowohl über die B 54 als auch über die Volme erkennen, wo jeweils ein Gleiskörper auf festem Grund verlegt, während der andere über eine offene Brückenkonstruktion aus Stahl und Holz geführt ist. Zunächst wurden nur die Bahnhöfe Dahl und Rummenohl mit der Eröffnung der Strecke in Betrieb genommen. Der Bahnhof Breckerfeld - Priorei wurde erst nach 1880 eingerichtet. Bis in die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg war die Eisenbahn der einzige Träger des öffentlichen Verkehrs im Volmetal, wenn einmal davon abgesehen wird, dass in den 30er Jahren für kurze Zeit bereits die Hagener Straßenbahn einen Omnibusverkehr bis Rummenohl eingerichtet hatte. Nachdem die Hagener Straßenbahn ab 1948 wieder eine Buslinie einrichtete, nahm der Personenverkehr auf dem Schienenweg stetig ab. Grund hierfür war zweifellos die Tatsache, dass die Busse einmal unmittelbar durch die Ortszentren fuhren, zum anderen aber auch die Wohnplätze zwischen den Ortschaften erreichten. Zu dem wurde den Fahrgästen in Hagen der relativ lange Fußweg zwischen dem Bahnhof Oberhagen und der Stadtmitte erspart.
Anlieger bauen Straße nach Feierabend selbst aus. Dahl, die Anwohner der Kallestraße feiern am Wochenende ein außergewöhnliches Richtfest. Jahrelang mussten sie bei Regen durch tiefe Wasserpfützen waten und sich bei trockenem Wetter bemühen, heil über die groben Schottersteine zu kommen. In ewiger Fehde mit der Verwaltung, wollten sie diesen üblen Zustand endlich beseitigt wissen. Vor einigen Wochen war es so weit. Die Gemeinde entschloss sich, die Straße ausbauen zu lassen. Sie nannten den Anliegern, die zur Kostenbeteiligung heranzuziehen sind, den anteiligen Preis, den jeder Hausbesitzer zu zahlen hatte. Die eben nicht geringe Summe rief bei den Betroffenen einen Sturm der Entrüstung hervor. Da wollten sie lieber selbst ans Werk gehen und die Straße ausbauen. Im Gemeinderat wurde darüber abgestimmt. Die Anlieger durften selbst bauen. In gemeinsamer Arbeit gingen sie bald ans Werk. Am Wochenende war der erste Teil der Arbeit getan. Die Bordsteine stehen, die Kanalisation liegt, nun kann eine Schwarzdecke aufgetragen werden. Was dann noch bleibt sind die Bürgersteige, aber auch davor ist den Anwohnern nicht bange, sie haben etwas geschaffen wovon man in der Gemeinde Dahl noch lange reden wird. Sie haben unter Beweis gestellt, was eine kleine Gemeinschaft leisten kann, wenn sie sich einig ist. Der Ausbau der Kallestraße betrug 303 Meter. Fertigstellung der Straße war am 13. Oktober 1967 und Einweihung.
Haus Dahl. Der allodiale liegt im Grunde an der Volme, und ist nachdem 1729 im September das alte Haus durch eine Feuersbrunst verdorben, recht schön wieder aufgebaut worden. Die noch übriggebliebenen alten Mauern und runden Türme aber zeigen, dass es in alten Zeiten sehr feste müsse gewesen sein. Doch dieses ist nicht das älteste Schloss Dael, denn solches hat diesem gegenüber auf dem hohen Berge jenseits der Volme, einen Büchsenschuss weit von diesem entfernt gegeben, und habe ich darselbst, nebst den Überbleibseln von alten Mauern, noch ein Häuslein am Bollwerk geheißen, angetroffen .Dieses Haus Dahl gehörte mit den ältesten Rittersitzen in der Grafschaft Mark und hat Vorzeiten seinen eigenen Gerichtszwang gehabt, man weiß aber nicht, wie solcher davon gekommen sei. In einem alten Briefe 1651 den 27. Februar, bei Gelegenheit des Verkaufs von diesem Hause verfertigt, worin alle Gerechtigkeiten und andere zum Hause gehörige Stücke verzeichnet stehen, findet sich unter anderen auch dieses. 1.) Die Kirche zu Dael dependiert von dem adligen Hause darselbst, und hat der Herr des Hauses Dael vermöge Jurys Patronates den Herren Pastoren und andere Kirchendienste zu setzen. 2.) Alle im Dorfe befindlichen Häuser gehören zu dem Hause Dael, und wenn das Jahrmarkt einfällt müssen alle sich einfinden, Krämer, Bäcker, Schmiede, und andere die an Haus Dael Standgeld bezahlen. Zum Hause Dahl gehörten verschiedene Vasallen, etz. Dabei dann noch dieses zu merken ist, dass alle eingesessenen des Kirchdorfes Dael weil sie auf freyadligem Grund wohnten, von allen Wachten zu Wetter und Hagen, frey sind. Daher sie dann auch, als andere Kirchspiels Eingesessene selbige damit beschweren wollten in den Jahren 1703 den 11. Dezember und wieder 1729 den 11. Februar, durch gerichtliche Bescheide davon losgesprochen und bey ihrer alten Freyheit gehandhabt sind, von welchem allen ich die Originala selber gesehen habe. Ansonsten gehört zu diesem Hause eine schöne Kornmühle Eisen und Stahl = Hämmer treffliche Waldung Fischerey, auch gute Weiden, Wiesen und Saatländereyen. Die Besitzer dieses Hauses betreffend, so sind außer Zweifel die von Dael die ersten gewesen. Durch diese ist es durch Heyrat an die von Kalle gekommen. Im Jahre 1651 hat es Sybilla von Kalle, Witwe Torck, mit aller Gerechtigkeit und Zubehör an Caspar von Diffhausen verkauft, davon der Kaufbrief noch vorhanden ist. Diese Tochter Anna Margaretha von Diffhausen aber brachte es endlich 1655 durch Heyrat an Diedrich von Deging, dessen Nachkommen es noch besitzen. Das Haus Rumenol auch Rummendholt oder Ruenol geheißen, hat gelegen eine Stunde von Dael nach Hülscheide hin an der Volme, und ist ein Limburgisches Lehen. Vor Zeiten ist es ein schöner Rittersitz gewesen und ein Lehn von dem Grafen von Limburg, wie noch Gegenwärtig ist alles verwüstet und sind die meisten Güter davon schatzbar gemacht worden. Ein kleiner Bezirk, welcher itzo dem Herrn von Deging zu Dael gehört, ist davon ausgenommen. Irgendwelche Reste des von Steinen erwähnten Rittersitzes sind nicht vorhanden. Das Haus, oder die Burg sollte nach mündlicher Überlieferung da gestanden haben, wo die Sterbecke das Volmetal erreicht, dort ist ein Hammerteich, in der das Wasser sowohl der Volme, wie der Sterbecke fließt, das Haus soll teilweise eine Wasserburg, teilweise ein Landsitz gewesen sein. Der angebliche Platz ist zunächst durch den Bau der Provinzialstraße und dann durch den der Eisenbahn verschüttet worden. Der dem Herrn von Degging verbliebene Bezirk war in späteren Zeiten kenntlich daran, dass er geschlossen beim Kreise Hagen geblieben war, während die Kreisgrenze weiter talaufwärts durch den Wasserlauf der Sterbecke gebildet werde ging sie doch über den Berg bis ungefähr zur Ortschaft Muhle, und dann dort wieder an steilem Hang zur Volme ungefähr da, wo das Rummenohler Wehr steht. Auszug aus dem alten preußischen Hypotheken Buche über das Haus Dahl Rittersitz. (Beim Amtsgericht Hagen befindlich.) 1768 die 22 September präsentierte Herr Bürgermeister Küpfer zu Dortmund das Testament des Herrn Caspar Christoph von Degging. d. d. Bochum den 30.9. 1747 .vermöge welchem derselbe seine Frau Schwester Anna Maria Sophia von Degging verehelichte Frau Schultheißen Esselen, zur Universalerbin eingesetzt, in gleichen die zwischen ihm und Frau Maria Sophia von Degging als seine Ehegenossin unterm 19. 12. 1763 geschlossenen Ehepacten vermöge welche dieselben das Haus Dahl in die jetzt mit ihm führende Ehe eingebracht, und ihm das condominium desselben über gedachtes Gut übertragen. Anna Maria Sophia von Degging heiratete in zweiter Ehe Friedrich Franz Hermann v. König Landrichter und Justizrat in Hagen und nach dessen am 18. 10. 1761 erfolgten Tode in 3 Ehe den reg. Bürgermeister der freien Stadt Dortmund, Detmar Dietrich Küpfer. Die drei Ehen blieben Kinderlos. Auf Haus Dahl war für die Frau Rätin Gerstein eine Filiale Quote aus der Obligation vom 17.11.1752 eingetragen. Die Rätin Gerstein war die Ehefrau Johann Daniel Gerstein und Schwester der Anna Maria (Mar.) Sophia von Degging, beider Eltern waren Hermann Dietrich Carl von Degging, Herr zu Dahl und Rummenohl und Anna Maria Sibilla von Degging. In ihrem Testament vom 9.9 1777. setzte Anna Maria Sophia Küpfer geb. von Degging zu ihrem Universalerben ein die Kinder ihrer vorgenannten seligen Schwester Eva Juliane namens. a.) Johann Carl Christoph von Gerstein Leutnant in hess. Diensten. b.) Friedrich Adolf Dietrich von Gerstein, Leutnant im preuß. Diensten. c.) Johann Casper Ludwig Daniel Gerstein. d.) Amalia Sophia Franziska Charlotte Theodora Gerstein. Die Erben zu a. b. und d. sind unvermählt geblieben. Durch Erbauseinandersetzungsvertrag vom 18.1.1820. zwischen den Miterben zu b. und c. die anderen beiden waren inzwischen gestorben und von den Miterben zu b. und c. beerbt.) erhielt der Major Friedrich Adolf Dietrich von Gerstein das Rittergut Dahl, wogegen er in Dortmund, Bochum und Schwerte liegenden, aus der Egging, schen Grafschaft herrührenden Grundgüter an den Hofrat Ludwig Gerstein übertrug. Zum Rittergut Dahl gehörig wird aufgeführt. Ein Rohstahlhammer und ein Reckhammer zu Rummenohl, eine Kornmühle zu Dahl, Zubehörungen an Mühle, Schleifkotten Hämmern und 28 Kotten, welche letztere teils in Erbpacht, teils in zwölfjährigen Gewinn stehen, ferner Äcker, Gärten, Wiesen, Weiden und Holzungen ,das Rohstahlfeuer an der Priorey, Kapitalien und Erbschaftsgelder in Höhe von 1250 Reichstalern alt Geld, das Patronatsrecht über die Pfarr, Schullehrer und Küsterstelle zu Dahl die Fischereigerechtigkeit in der Volme und sonstige Gerechtsame und Zubehörungen. Am selben Tage 18.1.1820. verkaufte dann der Major Friedrich Adolf Dietrich von Gerstein das Rittergut mit allem Grundbesitz an seinen Neffen, den Kgl. Pr Landrat des Kaisers Wiedenbrück Friedrich Gerstein für den Kaufschilling von 21000 Rtl. alt Geld, aber gemein Bergisch Carant. Der Zweck dieser Eigentumsübertragung war, Friedrich Gerstein im Kreise Hagen ansässig zu machen. Das war die Voraussetzung zur Erlangung der Landratstelle die Friedrich dann erhielt. Friedrich Gerstein hatte die Absicht auf Haus Dahl zu wohnen. Da die alte Wasserburg hierfür nicht geeignet und teilweise verfallen war ließ er sie abreißen und er baute an ihrer Stelle das jetzt noch stehende Wohnhaus. Mit dem Schutt wurden die Wassergräben (Gräfte) zum Teil zugeschüttet, es blieben 3 Teiche übrig, die später ebenfalls zugeschüttet wurden. Der noch im Park vorhandene Teich ist früher für sich vorhandengewesen und erhalten geblieben, da er eine gute Quelle hat. Die Grundmauern und Keller der alten Burg blieben erhalten und bilden noch heute Teile des Hauses. Friedrichs Absicht ganz in Dahl zu wohnen war wegen der Krankheit seiner Frau und schlechten Verbindung mit dem Landratsamt, ein fahrbarer Weg war nicht vorhanden, nicht durchführbar. Für seinen Grundbesitz war seine amtliche Tätigkeit insofern von Bedeutung, als er die Pläne zum Bau der Volmestraße aufstellte, sie wurde allerdings erst mehrere Jahre nach seinem Tode in Angriff genommen. In seinem Testament von 21.9.1829. vermacht Friedrich Gerstein das Rittergut Dahl seinem infolge Unglücksfalls erblindeten Sohn, Karl, es wird ihm zu 16000. Th. angerechnet. Seine Ehefrau Philippine soll lebenslänglich eine Rente von 300. Th. erhalten, von denen Karl ½ die beiden anderen Brüder Wilhelm und Fritz, je ¼ zu zahlen haben. Bei Verkauf sollen die beiden Brüder ein Vorkaufsrecht haben. Verkauf an einen anderen soll überhaupt nicht stattfinden. In einem Nachtrag vom 5. 10.1834. heißt es. Mein Sohn Carl erklärt, beharrlich, dass ihm das Verhältnis, worin er als Gutsbesitzer zu leben gehörig sein werde, nicht zusage. Mein Sohn Wilhelm hat bereits begonnen die juristische Laufbahn voranzuschreiten mit hin hat der Besitz für ihn weniger Interesse. Deshalb soll mein Sohn Friedrich an die Stelle von Carl treten. Meine Ehefrau Philippine hat aus dem Geh - Rat - Hoffmann - schen Nachlasse überhaupt erhalten und in die Ehe mitgebracht 1660 Th. 16 ¼ Sgr. Gütergemeinschaft besteht unter uns nicht. Da der Wert des Gutes statt 16000 Th. nach einer gerichtlichen Taxe 36000 Thaler betrug, schlugen die Brüder Wilhelm und Karl die Erbschaft aus und verlangten ihren Pflichtanteil. Auf Grund einer Pupille - Kollegium gefassten Beschlusses übertrug dann in dem Auseinandersetzungsvertrag vom 17.5.1836. Friedrich Gerstein, damals noch minderjährig und vertreten durch seinen Vormund den Oberlandesgerichtsrefrendar. L.v. Bodelschwingh unter Genehmigung des Bruders Karl Gerstein seinen Bruder Wilhelm das Rittergut Dahl unter Annahme eines Taxwertes von 44459 Th. 15 Sgr. 4 Pfg. unter hier nicht weiter interessierenden Bedingungen. Es wird ausdrücklich vermerkt, dass das Pupillen Kollegium aus mehrfach in den Vormundschaftsakten näher entwickelten Gründen sich bewogen gefunden habe, die angebotenen für die Mündel vorteilhaften Bedingungen, deren Gewährung von einem Fremden nicht zu erwarten seien, anzunehmen. Während der Besitzzeit Wilhelm Gersteins wurden durch das Gesetz vom 2.3.1850 alle Erbpachtgüter Eigentum der Erbpächter, wodurch der Grundbesitz wesentlich verkleinert wurde. Wilhelm Gerstein hat dahin gestrebt, diesen Verlust einigermaßen auszugleichen durch gelegentlichen Zukauf namentlich der Kirchgüter zu Wiggenhagen und Hunsdiek, der Bauernhöfe zu Sürenhagen und Bergerhof, Zweier Bauernhöfe zu Hunsdiek und einer zu Niederkattwinkel. Er hatte sich zur Lebensaufgabe gemacht den Waldbesitz zu hegen und zu pflegen mit dem Erfolge, dass bei seinem Ableben 1883 ein herrlich gepflegter Waldbesitz vorhanden war. Der ganze Besitz einschließlich Äcker und Wiesen umfasste bei seinem Tode etwa 1800 Morgen. (etwa 450 Hektar.) In seiner Besitzzeit fallen der Bau der Volmestraße, kurz nach 1840 und der Bau der Volmebahn Hagen - Lüdenscheid in den Jahren 1871 bis 1875. Die Bahnhöfe zu Dahl und Rummenohl stehen auf ehemaligen Besitz des Rittergutes Dahl. Durch diese Änderung und Verbesserung der Verkehrsverhältnisse wurden alle Grundlagen für die Bewirtschaftung und für die Wertbemessung geändert. Wilhelm Gerstein letztwilliger Verfügung gemäß blieb seine Gattin nach 1883. Eigentümerin von Haus Dahl mit der Einschränkung, dass sie keine Grundstücke verkaufen und keinen Hochwald schlagen dürfte. Nach ihrem Tode sollten die drei Söhne Otto Wilhelm und Max das ganze Gut zu gemeinsamen Eigentum übernehmen, zu einem Preise, dass der Hochwald noch lange Jahre erhalten werden konnte. Der Sohn Wilhelm starb schon 1886, Sohn Otto verzichtete, und Max konnte nach dem Wortlaut des Testaments daraus keinen Anspruch für sich alleine herleiten. Die Geschwister vereinbarten, nach dem 1902. erfolgten Tode der Mutter zunächst, dass Haus Dahl in Form einer G.m.b.H. gemeinschaftlich bleiben sollte. Der Grundbesitz wurde sehr verkleinert durch Verkauf von Rummenohl, Bergerhof, Hunsdiek, und der Grundstücke am Bollwerk, wo ursprünglich die Burg Dahl gestanden haben soll, sowie der wertvollen industriellen Anlage der erweiterten alten Mühle in Dahl mit beiliegendem Grundbesitz, des alten Hammerwerkes zu Priorei und der industriellen Anlage zu Rummenohl und Muhlerohle. Auch die Wiesen beim Bahnhof Dahl wurden in dieser Zeit verkauft Bei späterer Auseinandersetzung viel das Haus Dahl Fritz Gerstein (Lx 107) durch das Los zu, es ist jetzt Eigentum seiner Witwe. Das Gut hat zurzeit eine Größe von etwa 1200 Morgen, meist Wald. L. 4.77. Wilhelm Ludwig Adolf Moritz Gerstein geb. 24.10. get. 12.11 1809 zu Rheda gest.. 17.9.1883. Dahl. Seine Taufpaten waren (sein Oheim) der Major Friedrich Adolf Dietrich von Gerstein und (sein Großvater) der Hofrat Joh. Caspar Daniel Ludwig Gerstein. Abiturient des Gymnasiums in Dortmund (Michaelis) 1827 studierte in Bonn ab 1827 und Göttingen ab 1829. Bezog aus der Hoffmannsstiftung rund 8000. Th. Stipendiengelder Auskultator 1831 Referendar 1834, Assessor in Augsburg 1839 - 41 Justiz Kommissar und Notar in Plettenberg, 1843 in Lüdenscheid 1844 - 1851. dann Rechtsanwalt in Hagen. Am 4.8.1871 zum Justizrat ernannt. Nachgesuchte Dienstentlassung am 14.11.1879. erteilt. Roter Adlerorden 4. Kl. Dienste als . Ein j. Freiw. bei den 11. Husaren in Hamm, wo damals eine Schwadron lag. Bei diesem Regiment auch Landwehroffizier (Oberleutnant) Kreisdeputierter für den Kreis Hagen 1840. In Lüdenscheid Oberst der Schützenwehr in der Revolutionszeit ! Von 1860 bis 1864. Landesabgeordneter für Hagen neben Fritz Harkort (Fortschrittspartei). Im Märk Hausfreund erschienen 10.12.1861. die an ihn gerichteten Verse. Sei du ein zweiter Stein den Verfassungsfeinden des Anstoßes Stein. den Vaterlandsfreunden aber ein fester Grundstein und gegen alles Nationalwidrige ein Eck und Prellstein. Eine am 13.10.1862. an Harkort und ihn gerichteten Vertrauen und Dankesadresse trug die Unterschriften sämtlicher Wahlmänner des Kreises. Er legte, 1864 sein Mandat nieder. Er starb 74. Jahre alt an den Folgen einer Lungenentzündung. Wilhelm Gerstein schuf in der Nähe von Haus Dahl „im Sundern,“ auf der Höhe des Berges den Waldfriedhof der Familie auf dem als erster sein Vaters eine letzte Ruhestätte gewählt hatte. Zur Feier des Hundertjährigen Geburtstages ihres Vaters, versammelten sich am 24.10.1909. die Kinder auf Haus Dahl zur Weihe des Wilhelmsteins. Das seinen Namen erkünde. Und seiner Kinder Gedenken und freudigen Dank. Seine Tochter trug dabei (Berta) den von ihr gedichteten Dankspruch vor, aus dem folgende Verse vorgehoben sein mögen. Selten dem, der ihn pflanzt, spendet hochragend der Wald seinen erquickenden Schatten, sondern erst Kindern und Enkeln. Dankbar gedenken wir sein, der treu ihn gepflegt. Lasset uns pflanzen und pflegen wie er, für kommende Zeit. Hier wo oft er geweilt, blickend hinab auf den Wald. Denn er zuerst erzog aus reglosen Sprossen den Busch. Dem zu kräftigen Wuchs Raum er geschaffen und Zeit. Hier nun stehen im Kreise wir, seine dankbaren Kinder. Und gedenken des Vaters in liebevoller Verehrung. All dies sorgende Wirken in seinen geliebten Besitz. War seine Sonntagserholung von anderer mühsamer Arbeit. Die sein Beruf und das Leben vielfach von ihm gefordert. Die er willig geleistet in unermüdlichem Schaffen. Was er ererbt von dem Vater, vielfach gemehrte und veredelt. Ließ er, sein köstliches Gut seine Kinder zurück. Von dem Wunsche beseelt, dass seine Liebe zum Walde, und zum Heimatbesitz noch lange seinen Geschlechtern, weiter sich möge vererben auf Kinder und Kindeskinder.
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Bürgerhäuser von Haus Dahl Rieß Haus Amtshaus in Dahl. Und Polizisten die in Dahl ihren Dienst verrichtet haben.
Im 18 Jahrhundert haben die Familien Neuhaus das Amtshaus bewohnt. Um 1900 wurde das Rieß Haus an die Gemeinde Dahl verkauft. Zwischen (1890 - 1900) hatten die Geschwister Rieß, zwei alte Jungfern im Amtshaus einen Ausschank betrieben (Kneipe) auch Schnaps gebrannt und verkauft. Eine Geschichte dazu. Junge Burschen aus Dahl füllten eine leere Schnapsflasche mit Wasser versteckten diese in ihrem Jackett. Einer der Burschen nahm eine Flasche gefüllt mit klarem Schnaps von der Theke und steckte sie sich in die Tasche, eine der Geschwister bemerkte dieses und verlangte dann die Flasche mit Schnaps zurück, bekam dann aber die Flasche mit Wasser gereicht. An der Wand hing eine schwarze Tafel, worauf mit Kreide notiert wurde, welcher Gast noch was zu bezahlen hatte. ( heutige Bierdeckel) Polizist Nels hat in der Wiesenburg, am Friedhof und in der Gaststätte Grotenson zeitweise gewohnt. Die Polizeischilder waren an den Wohnhäusern angebracht, in denen der Polizist wohnte. In den 30er Jahren war der Polizist Engelhard. (Polizeidiener in blauer Uniform im Gefängnis Gersteinstraße tätig.) (Polizeiwachgebäude). Zeitweise zusammen mit dem Polizist Krämer, der hatte eine Überfunktion, war in Dahl und Breckerfeld tätig. Heute bewohnt das ehemalige Polizeiwachgebäude Ralf Blümel Garten und Landschaftsbau Gersteinstraße Nr. 5. In den Kellerräumen Gersteinstraße waren zwei Gefängnis Zellen eingerichtet, in der die eingesperrten Personen für eine Nacht blieben und am nächsten Morgen mit dem Zug nach Hagen gebracht wurden um in das dortige Gefängnis eingesperrt zu werden. Polizisten die in Dahl gedient hatten waren meist alle ,12 Ender,. Wenn junge Burschen grölend durch Dahl zogen wurden sie für eine Nacht ins Gefängnis eingesperrt. Gersteinstraße (In Gewahrsam genommen) Landjäger oder Schutzmänner hatten eine grüne Uniform und haben in Dahl 1928 Landkreis Hagen Dienst gemacht. (Polizist Steinsiek.) Das Amtshaus war eine Amtsnebenstelle von Breckerfeld in den 20 - 30ziger Jahren. Standesamt, Arbeitsamt, Wohnungsamt Herr Schönfeld, Lebensmittel- karten Ausgabestelle Herr Linnepe, Frau Reinshagen Tochter von Wilhelm Weiß Kolonialwaren in Dahl. Frau Alma Näscher gab Bezugsscheine aus. (Kriegs und Nachkriegszeit II Weltkrieg.) Gemeindeamt. (in den 40 - 48jahren) Gemeindediener Gustav Johann. Standesbeamte waren Herr August Millhoff, Herr Ewald Schriever, Frau Reinshagen war Sekretärin von Ewald Schriever, Emil Linnepe (Ewald Vollmann Bürgermeister), Herr Ernst Hagebäuker. Frau Neumann. Nach 1945 war die Hilfspolizei im Brauereiausschank im Gesellschaftszimmer untergebracht. Hilfspolizisten waren Gustav Kuhhenne, Gustav Johann, Machelett, Schönfeld, Schüler, Emil Göbel, Erich Kaltenbach, Willi Krummenohl, Hans Burgarth. Im Raum hinter dem Gesellschaftszimmer war die Rote Kreuz Station. Rotekreuzhelferinnen waren Erika Schmidt (verheiratete Raude) und Schwester Ella Schmidt (verheiratete Holzrichter. Ein Polizist Herr Altrock hat am Hengstenbergweg bei Lademacher gewohnt. Polizist Heimann hat in der Gaststätte Grotensohn in der heutigen Apotheke Wissing gewohnt. Polizist Hörster wohnte in der Hoffnungstaler Straße Nr. 31, im Hause Nix. Polizist Richter wohnte in der Ribbert Straße und hatte in der jetzigen Garage des Hauses sein Dienstzimmer. Polizist Szibilla wohnte in der Wiesenburg. In den 50ziger Jahren hat ein Polizist Ludwig Röger in Dahl Dienst geleistet. Eine Polizeidienststelle war auch im alten Gebäude Korthaus, Zwischen den Brücken Nr. 6 wo zuletzt der Konsum seinen Laden hatte, gegenüber der Volksschule heute Grundschule. Danach war die Polizeidienststelle an der Dahler Straße 58 untergebracht. Heute wieder im Amtshaus. Die obere Etage im Amtsgebäude diente zeitweise als Wohnungen in denen die Familie Buschmann, und Otto vom Ort wohnten. Frau Emma (Emmchen) Hochberg hat noch um 1950 dort gewohnt, und die Amtsräume gereinigt. Familie Horst Bierbaum mit Ehefrau Maria (Mickes) haben in den oberen Amtsräumen gewohnt. Frau Bierbaum hat die Amtsräume gereinigt. In den unteren Räumen war das Amt untergebracht. Polizist Schulz hat in Priorei Dienst geleistet. Polizist Weigand ab ca. 1950 in Rummenohl. Polizist Peter Kiwiet am Roland. Diese drei Polizisten waren dem Amt Dahl unterstellt. (Gemeinde Dahl) Diese Polizisten haben noch in Dahl ihren Dienst verrichtet. Herr Günter Kannenberg, Herr Heller, Herr Krämer, Herr Engelhardt, Herr Füllbeck, Herr Hörster, Herr Bieber, Herr Richter, Herr Prevot, Herr Schink,
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Das Volmewehr. Links neben dem Volmewehr war ein Schütt das mittels einer Haspel geöffnet werden konnte um den Obergraben der zur Kornmühle von Haus Dahl führte mit Wasser zu versorgen, womit die Mahlgänge angetrieben werden konnten. Die Kornmühle, die zu Haus Dahl gehörte, war eine Bannmühle. Innerhalb eines bestimmten Umkreises durfte keine andere Mühle errichtet werden. Die Dahler Bauern mussten in dieser Mühle mahlen lassen. Die Errichtung einer Mühle wurde Konzessioniert und war für den Besitzer, der sie gewöhnlich in Pacht gab, mit guten Einkünften, aber auch mit besonderen Abgaben verbunden. Die Besitzer der Limburger Kammergüter haben ihr Korn nach der Brennermühle bringen müssen, die Bauern von Rüggebein nach Eppscheid. (Mühle zu Eppscheid Konzessioniert am 27.5.1588 von Herzog Wilhelm von Cleve = Mark gegen Erstattung von 100 Rthlr. Zwangsmahlgenossen aus der Gemeinde sind die von Rüggebein (zu dritt) und Caspar Calthusen.) Alles andere ließ Roggen und Hafer in der Dahler Mühle mahlen. Die Mühle hatte ursprünglich drei Mahlgänge von denen jeder durch ein besonderes Rad getrieben wurde. In den Jahren nach 1880 wurde sie abgebrochen und neu errichtet. Aber auch die neue Mühle hat nicht lange gestanden. Sie musste nach wenigen Jahrzehnten den Fabrikanlagen Gogarten und Schmidt Raum schaffen. Eine lange Zeit hat sie dem „ Mühlendorf“ das um die Mitte des vorigen Jahrhunderts entstand, der heutigen Lehmkuhle, den Namen gegeben.
Die Spar und Darlehnskasse im Park von Haus Dahl. Im Saale „Hotel zur Post“ war die Gründungsversammlung. Vielen Dahler Bürger ist dieser Anblick noch vertraut. 7. März 1930 Durch Unterzeichnung des Statuts bildet sich an diesem Tage der „Dahler Spar- und Darlehensverein, eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht“. Die 79 Unterzeichner präsentieren das Volmetal und die dieses Tal umgebenen Höhen. Die Wohnortsbezeichnungen wie: Dahl, Priorei, Rummenohl und Dahlerbrück finden Ergänzung durch die Namen der das Tal umgebenen Bauernschaften aus dem Höhenbereich wie Rumscheid, Brechtefeld, Hunsdiek, Kattwinkel, Deipenbrink, Bölling, Niggenbölling, Eichenpleck, Röteldiek, Düinghausen, Kalthausen, Hückinghausen, Wirminghausen, Hobräck, Helbecke, Rüggebein, Wildspring, Hegenberg, Ambrock usw. 28. April 1930 Der Vorstand beschließt im Hause des Metzgermeisters Wilhelm Neuhaus in der 2. Etage ein Zimmer zum jährlichen Mietpreis vor 250,- RM als Kassenlokal anzumieten. Dem ersten Rendanten, Ludwig Neuhaus, werden Bankvollmachten erteilt. Die ersten Kredite werden bewilligt. 28. Mai 1930 Mit dem Rendanten wird ein Dienstvertrag abgeschlossen. Die von ihm gestellte Bürgschaft des Herrn Otto Neuhaus, Scherl bei Meinerzhagen, wird als ausreichend angesehen. Aus dem Vertrag: „Herr Ludwig Neuhaus übernimmt das Amt eines Rendanten des Dahler Spar- und Darlehnskassenvereins und verspricht, dieses Amt nach Geschäftsordnung und der vom Aufsichtsrat entlassenen Dienstanweisung zu führen. Er verpflichtet sich insbesondere zu einer pünktlichen und gewissenhaften Führung der Bücher und der Kasse und zu einer sicheren Aufbewahrung der Kassenstände, Wertpapiere, Dokumente und Schriftstücke des Vereins. Darüber hinaus erklärt er sich ausdrücklich bereit, allen und jeden Schaden, der dem Verein aus einer mangelhaften oder vorschriftwürdigen Geschäftsführung seinerseits entstehen sollte, bar zu ersetzen.“ Der Zinsfluss für Einlagen wird auf allgemein 5 ½ % festgesetzt. Der Darlehenszins soll mit 9% angesetzt werden. Für die Konten in laufender Rechnung beträgt der Zinssatz für Guthaben 4% und für Vorschüsse 8%. Für die Beschaffung der Möbel und des Geldschrankes wird ein Betrag von zusammen 500,- RM bewilligt. Die sogleich abgehaltene erste Generalversammlung wählt folgende Mitglieder in die Organe: Vorstand: Wilhelm Rumscheid, Vorsitzender Emil Winterhoff, stellvertretender Vorsitzender Otto Oberegge Karl Howahr Hermann Sürenhagen
Aufsichtsrat: Kaspar – Walther Reich, Vorsitzender Fritz Höfinghoff, stellvertretender Vorsitzender Ewald Benninghaus August Haake Wilhelm Korthaus Karl Haas Zum ersten Rendanten wählt die Versammlung Ludwig Neuhaus. Es wird ferner festgelegt, dass der Gesamtbetrag der Anleihen und Spareinlagen bei der Genossenschaft den Betrag von 500.000,- RM nicht überschreiten soll, und das der Kredit an ein einzelnes Mitglied höchstens 20.000,- RM betragen darf. Die Genossenschaft wird in das Genossenschaftslager unter Nummer 102 eingetragen und damit rechtlich legitimiert. So bestätigt durch das „Preußische Amtsgericht Hagen (Westfalen)“. 1. August 1930 Für die Reinigung der Geschäftsräume werden monatlich RM 3,- bewilligt. 5. September 1930 Für den Rendanten Ludwig Neuhaus wird eine monatliche Vergütung von 100,- festgesetzt. Aus dieser Vergütung hat Herr Neuhaus die etwa einzustellenden Hilfskräfte zu bezahlen sowie die Beträge zur Krankenkasse und Angestelltenversicherung. 5. November 1930 Der Rendant wird beauftragt, für das Kassenlokal einen Ofen zu beschaffen, der bis zu RM 140,- kosten darf. 29. Januar 1931 Die Kassenprüfung durch den Vorstand ergibt im Tagebuch Einnahmen von RM 23.141.62, Ausgaben RM 21.449.82, mithin Kassenbestand RM 1.691.80. Die Beträge werden vorgezählt und als richtig bestätigt. Es werden ab sofort Bürostunden festgesetzt, vormittags von 9 – 12 Uhr und nachmittags von 15.00 – 17.00 Uhr. Es werden ab sofort die Reinigungskosten von Monatlich RM 3,- auf monatlich RM 5,- erhöht. Für die Beschäftigung einer Hilfskraft für Bilanzvorarbeiten werden dem Rendanten RM 35,- zuerkannt. 20. Februar 1931 Die Frau Fritz Gerstein, Haus Dahl, wird gegen Hinterlegung eines Hypothekenbriefes über RM 20.000,- ein Dahrlehen von RM 1.000,- bewilligt. Haus Neuhaus, Zwischen den Brücken. In der 2. Etage wird ein Zimmer angemietet, in dem die Kassengeschäfte bis April 1934 erledigt werden. Danach werden die beiden Räume im Erdgeschoss, rechts vom Eingang angemietet. Später kommt ein weiterer hinterer Raum hinzu. Im Jahre 1954 reicht das Gebäude nun absolut nicht mehr aus, die Kasse hat Haus Dahl erworben und zieht dort ein. 6. Mai 1931 Die zweite ordentliche Generalversammlung wird abgehalten, von den jetzt eingetragenen 104 Mitgliedern sind 35 anwesend. Die Einnahmen und Ausgaben im ersten Rumpfgeschäftsjahr stellten sich auf. RM 137.816.87 Einnahmen und RM 135.530.44 Ausgaben Die Bilanz schließt mit einem Verlust von 1.230.20. Die Bilanz wird einstimmig genehmigt, der Verlust auf neue Rechnung vorgetragen. 17. Dezember 1931 Dem Rendanten Ludwig Neuhaus wird ab 1. Januar 1932 das Gehalt von monatlich RM 100,- auf monatlich RM 200,- erhöht. Es passiert jetzt schon öfter, dass Mitglieder mit der Zahlung des Tilgungsdienstes in Rückstand geraten. Die Beratungen hierüber sind sehr eingehend und zeitraubend. Der Bericht über die gesetzliche Prüfung weist auf sieben Konten Kreditüberschreitungen von RM 10.660,- aus, davon sind RM 210,- ungedeckt. 12. Mai 1933 Der gesamte Vorstand und Aufsichtsrat stellten ihre Ämter zur Verfügung und protestierten damit gegen die “Gleichschaltung“. Vorgeschlagen für die Neuwahl werden die bisherigen Amtsträger. Für Karl Haas wird Willi Halverscheidt in den Aufsichtrat gewählt. 17. April 1934 Der Geschäftsumfang nimmt stark zu. Die Kreditwünsche in dieser Zeit führen der Genossenschaft immer weitere Mitglieder zu. Viele Kredite bewegen sich in einer Größe um die RM 25,- bis RM 50,-. z. B. „Dem Mitglied x wird gegen monatliche Rentenanbetreuung von RM 25,- ein Darlehen von RM 50,- bewilligt. Die Geschäftsräume werden nunmehr in das Erdgeschoss verlegt und dort zwei Räume zum monatlichen Mietpreis von RM 45,- angemietet. 8. Mai 1935 Die Presse berichtet über die Generalversammlung dieses Tages wie folgt: „Der Umsatz hat sich in 1934 gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt und beträgt jetzt 3,55 Mio. RM die Einlagen haben sich um 62.000,- RM vermehrt und betragen rund 300.000.- RM.“ Die Bedeutung der Dahler Kasse für die Heimatgemeinde Dahl wird hervorgehoben und unterstrichen, dass die Bargelder am Ort bleiben und hier wieder Verwendung finden können. 2. Juni 1937 Der Höchstbetrag, bis zu dem die Kasse Einlagen und Anleihen aufnehmen kann, wird auf 1.000.000,- RM festgesetzt. 18. Februar 1938 Es wird ein drittes Zimmer hinter den bisherigen Kassenräumen zugemietet. 1. April 1938 Rendant Neuhaus bittet darum, aus Altersgründen die Kasse und die Kreditüberwachung Herrn Kückelhaus zu übertragen, der diese Arbeiten zusätzlich zu den Buchungsarbeiten übernimmt. 14. Dezember 1938 Eine erste Forderung wird zweifelhaft. Man beschließt, im Zwangsversteigerungsverfahren in Dortmund die Forderung auszubieten. Ein Verlust kann dadurch vermieden werden. 25. Oktober 1939 Ein Mitglied hat eine Forderung an die Heeresstandortverwaltung in Lippstadt. Gegen Zession wird Kredit in laufender Rechnung in Höhe von RM 2.000,- gewährt. Bevorschussung erfolgt bis zur Höhe von 70%. Zwecks Geldanlage wird erstmals die Anschaffung von Reichsschuldtiteln beschlossen. 22. Mai 1940 In der Generalversammlung des heutigen Tages würdigt Vereinsvorsitzende, Emil Winterhoff, die Verdienste des ersten Rendanten Ludwig Neuhaus um das Entstehen und die Entwicklung der Kasse. Nach 10- jähriger Tätigkeit tritt Herr Neuhaus von diesem Amt zurück und wird einstimmig in den Vorstand der Kasse gewählt. Zum neuen Rendanten wird der bisherige Geschäftsführer Wilhelm Kückelhaus, Roland, einstimmig gewählt. Die Mitgliederzahl ist inzwischen auf 318 angewachsen. In dieser Versammlung sind 33 Mitglieder anwesend. 14. Mai 1941 Der Geschäftsanteil wird zur Stärkung des Eigenkapitals von RM 100,- auf RM 200,- erhöht und soll voll eingezahlt werden. Die Verzinsung der Geschäftsguthaben wird auf 4,6% festgesetzt.
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Roland Böhm's conversations
Gärtnerei Haas in Dahl im Volmetal. Die Gärtnerei Haas führte in der Zeit von 1932 bis 1938 jährlich (immer am zweiten September – Sonntag) eine „Dahlienschau“ durch. An dieser Schau – gestaltet als prächtiger Blumencorso – beteiligten sich nahezu alle Vereine und Schulen des Volmetals. Der Corso mit seinen Blumenwagen startete am Bahnhof Rummenohl und endete in Dahl. Für die vielen Touristen, die in jener Zeit zu den Dahlienschauen ins Volmetal reisten, setzte die Reichsbahn sogar Sonderzüge ein. Die Gärtnerei Haas hatte einst unter Dahlien – Freunden einen weithin beachtlichen Ruf – insbesondere auch als Zuchtbetrieb. Die größte Dahlie hatte einen Durchmesser von 35 cm. Karl Haas benannte sie nach seiner Frau „die blaue Franziska“
In Dahl ging es um eine früh entstandene Straße, die von Brechtefeld über die Berge kommend in Dahl durch den sich nur hier öffnenden Bergrücken durch das Asmecke – Tal führet, um dann auf hinauf auf die Hochfläche zu ziehen. Dort wurde die Straße von Hagen nach Lüdenscheid / Siegen gekreuzt. Die von Dahl kommende Straße führte in weitem weiteren Verlauf vorbei an der bereits 1288 zerstörten kölnischen Raffenburg und weiter nach (Hohen-) Limburg und Iserlohn. Vermutlich diente das im Schied von 1243 erstmals erwähnte Haus Dahl als Schutz zur Sicherung des Übergangs über die Volme.
Finking. (Haus Dahl.) Der Name Finking ist erstellt aus dem alten Fränking = Sohn des Frank. Von dem Hofe berichtet die Sage, die wunderschöne Geschichte von den Zwergen, die dem Hofbesitzer die Küche und im Keller treue Helfer waren, die aber auszogen als sie für ihre Arbeit belohnt werden sollten. Hentzken to Vynkynk soll nach dem Schatzbuch von 1486 1 ½ Guld. bezahlen, jedoch hat er nicht mehr als 1 Ort. Der Dreißigjährige Krieg zerstörte den Kotten vollständig. Gomann zu Vincking sollte 1631 noch 1 Taler zahlen. 1645 existierte nicht einmal mehr das Haus. Das Land ist wüst und mit Heide bewachsen, in der Kuhweider Mark besteht Kottengerechtigkeit. Die Pacht für das 8 Morgen große Gut beträgt nach dem Verzeichnis der Contribualen Gutes von 1705 10 Rtlr. 30 St. In die Rentei liefert der Besitzer 10 St. 3 ½ Pf. ab. Die Gesamtsteuerkraft wird auf 11 Rtlr. angesetzt. Johann Peter Vincking zahlt nach den Hypothekenbücher des 18 Jahrhunderts den Herren von Dahl an Pacht 8 Rtlr. 1 Schwein, 2 Hühner, 2 Handdienste. Verschiedene Brände vernichteten den Wohlstand des Gutes, dazu ist es in kleine Teile zersplittert. Heute gehören die wichtigsten Grundstücke der Fa. Schöneweiß u. Co. in Ambrock, von einem Bauernhof kann keine Rede mehr sein. April 1904. Der Hof Finking ist abgebrannt. Gestern Abend gegen 11 Uhr ertönten die Feuerwehrsignale, die Wehr wurde zu einer ersten Arbeit heran gerufen, es brannten Gebäude des Gutes Finking. Leider war nicht ordnungsmäßig alarmiert worden, der § 12 letzter Satz der Statuten der Wehr war gar nicht beachtet worden, weshalb die Mannschaften nicht alle pünktlich zur Stelle sein konnten. Es fehlten 3 Mann, Carl Hobräck, Carl Heggemann, Th ?, 2 welche nicht geweckt werden konnte weil dieser außerhalb der Gemeinde arbeitet. Die Spritze war um 11 Uhr 15 mitunter an der Brandstätte. Die Wehr arbeitete bis gegen morgens 5 Uhr und war es ihr gelungen das eigentliche Wohnhaus, außer dem Dachstuhl welcher schon früh abgebrannt war, kalt zu stellen. Die Möbel des Besitzers W. Harmann waren zwar ausgeräumt, konnten aber wieder unbeschädigt eingeräumt werden. Die Wehr rückte nun unter Zurücklassung von 6 Wachmannschaften und 1 Führer wieder ab, welche dann die Aufräumungsarbeiten vornahmen, diese mußten jedoch Vormittag noch durch 2 Mann verstärkt werden, weil auf dem Wohnhause noch eine Menge Heu lagerte und dieses erst hinunter geschafft werden mußte und zogen dann des Nachmittags gegen 4 Uhr als das Feuer außer Gefahr war, nach mehrstündiger mühevoller Arbeit mit sämtlichen Geräten wieder zurück. Die Gebäude und die Möbel des Besitzers waren bei der Provinzial - Feuer - Sozietät versichert. Die Möbel des Einwohners W. Stuberg, welche sämtliche verbrannt sind, bei der Vaterländischen Feuerversicherung Gesellschaft zu Elberfeld. Da der W. Stuberg auch Mitglied und Spritzenmann der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr ist, so sind auch die von ihm innegehabten Montierungsstücke der Wehr, wie je einen Leinen und Tuchjoppen, Gurt, Helm und Mütze ein Raub der Flammen geworden, im Wert von 35,- Mark, ferner sind bei dieser Gelegenheit auch ca. 100 m Schlauch unbrauchbar geworden. Dies war der erste größere Brand den die Wehr seit ihrer Gründung zu verzeichnen hat. Dahl, den 19.April 1904. Albert Sohl. Schriftführer. Übersetzen Einen Kommentar hinzufügen (als heinzboehm)
Eine fliegende Hundehütte im Dahler Luftraum. Ha-Dahl. Immer lauter wird das Surren in der winterstillen Luft. „Da, da kommt sie wieder!“, macht der Spaziergänger seinen Weggenossen aufmerksam und weist in den Himmel. Tatsächlich! Die fliegende Hundehütte ist wieder da – und dreht über dem Hunsdieck ihre Runden. „Peanuts“ – Hund Snoopy als Pilot obendrauf. Stimmen die Gerüchte also doch über ein seltsames Flugobjekt im Dahler Luftraum…. Normalerweise widmet sich Roland Böhm, wohnhaft an der Kallestraße 14, größeren Projekten als einer fliegenden Hundehütte: als Konstrukteur für Luft- und Raumfahrt ist er bei einer Firma in Meinerzhagen tätig, die auch Teile für den Riesen – Airbus 380 anfertigt. Privat und zur Entspannung darfs aber auch eine Nummer kleiner sein, hobbymäßig widmet sich der 40- Jährige seit einigen Jahren dem Modellflugzeugbau. Als Konstrukteur hat der Dahler natürlich ein Faible fürs Ungewöhnliche, tüftelt und bastelt gern. „So war er schon mal als kleiner Junge“, erinnert sich der Vater Heinz Böhm schmunzelnd daran, dass sein Filius dereinst sein Fahrrad mit rund 200 kleinen blinkenden Lämpchen ausstattete, was die Freunde vor Neid erblassen ließ. Als Roland Böhm kürzlich ein Foto einer fliegenden Hundehütte in der Zeitschrift sah, war der Konstrukteur – Ehrgeiz geweckt, zumal keine Baupläne beigefügt waren. Umso größer war der Anreiz, selbst solch eine „Kiste“ in die Luft zu bekommen. Also machte sich der Hobby – Modellbauer ans werk. Als ideales Material für die fliegende Hundehütte erwies sich der leichte, gummiartige Kunststoff Depron. Die hinteren Wandteile der fliegenden Hundehütte dienten als Seitenleitwerke, das Höhenruder ist ein Bodensegment. Verankert ist die Konstruktion auf zwei Rädern, damit auch vom Boden gestartet werden kann. Ein mit Elektromotor betriebener Propeller zieht das mittels Funkfernsteuerung gelenkte Flugobjekt in die Luft. Freilich bedurfte es etlicher Flugstunden, bis Snoopys kleine Hundehütte den Dahler Luftraum unsicher machen konnte. Die ersten „Hopser“ fanden auf dem Sportgelände im Kämpchen statt – und waren wenig erfolgreich. Bruchlandung folgte auf Bruchlandung, doch Böhm ließ nicht locker, veränderte von Mal zu Mal die Konstruktion und versteifte die Verstrebungen, so dass durch den Druck der Luftströmung die Hütte nicht mehr auseinander brechen konnte. Letztendlich erhob sich das Flugobjekt vom Boden, blieb oben und drehte souverän seine Runden. Jetzt bereitet es dem Dahler Luft – und Raumfahrt – Konstrukteur größeres Vergnügen, Snoopys Hütte durch die Lüfte sausen zu lassen- zum Erstaunen so manches Spaziergängers….. Was merkwürdige Flugobjekte angeht, ist Roland Böhm jetzt erst so richtig auf den Geschmack gekommen. Demnächst möchte er sich einen, ebenfalls ausgefallenen Projekt widmen – und über Dahl einen Rasenmäher in die Luft gehen lassen. Übersetzen Einen Kommentar hinzufügen (als heinzboehm)
Von der königlich preußischen Eisenbahn zur DB. im Jahre 1874 wurde die Volmetalbahn zunächst auf dem Streckenabschnitt Hagen Hauptbahnhof - Brügge eröffnet. Die Streckenführung war zunächst eingleisig und erst im Jahre 1909 im Zusammenhang mit dem Bau des Goldbergtunnels in Hagen erfolgte die Anlage des zweiten Gleises. Man kann diese bauliche Ergänzung noch jeweils deutlich an den Eisenbahnbrücken sowohl über die B 54 als auch über die Volme erkennen, wo jeweils ein Gleiskörper auf festem Grund verlegt, während der andere über eine offene Brückenkonstruktion aus Stahl und Holz geführt ist. Zunächst wurden nur die Bahnhöfe Dahl und Rummenohl mit der Eröffnung der Strecke in Betrieb genommen. Der Bahnhof Breckerfeld - Priorei wurde erst nach 1880 eingerichtet. Bis in die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg war die Eisenbahn der einzige Träger des öffentlichen Verkehrs im Volmetal, wenn einmal davon abgesehen wird, dass in den 30er Jahren für kurze Zeit bereits die Hagener Straßenbahn einen Omnibusverkehr bis Rummenohl eingerichtet hatte. Nachdem die Hagener Straßenbahn ab 1948 wieder eine Buslinie einrichtete, nahm der Personenverkehr auf dem Schienenweg stetig ab. Grund hierfür war zweifellos die Tatsache, dass die Busse einmal unmittelbar durch die Ortszentren fuhren, zum anderen aber auch die Wohnplätze zwischen den Ortschaften erreichten. Zu dem wurde den Fahrgästen in Hagen der relativ lange Fußweg zwischen dem Bahnhof Oberhagen und der Stadtmitte erspart.
Anlieger bauen Straße nach Feierabend selbst aus. Dahl, die Anwohner der Kallestraße feiern am Wochenende ein außergewöhnliches Richtfest. Jahrelang mussten sie bei Regen durch tiefe Wasserpfützen waten und sich bei trockenem Wetter bemühen, heil über die groben Schottersteine zu kommen. In ewiger Fehde mit der Verwaltung, wollten sie diesen üblen Zustand endlich beseitigt wissen. Vor einigen Wochen war es so weit. Die Gemeinde entschloss sich, die Straße ausbauen zu lassen. Sie nannten den Anliegern, die zur Kostenbeteiligung heranzuziehen sind, den anteiligen Preis, den jeder Hausbesitzer zu zahlen hatte. Die eben nicht geringe Summe rief bei den Betroffenen einen Sturm der Entrüstung hervor. Da wollten sie lieber selbst ans Werk gehen und die Straße ausbauen. Im Gemeinderat wurde darüber abgestimmt. Die Anlieger durften selbst bauen. In gemeinsamer Arbeit gingen sie bald ans Werk. Am Wochenende war der erste Teil der Arbeit getan. Die Bordsteine stehen, die Kanalisation liegt, nun kann eine Schwarzdecke aufgetragen werden. Was dann noch bleibt sind die Bürgersteige, aber auch davor ist den Anwohnern nicht bange, sie haben etwas geschaffen wovon man in der Gemeinde Dahl noch lange reden wird. Sie haben unter Beweis gestellt, was eine kleine Gemeinschaft leisten kann, wenn sie sich einig ist. Der Ausbau der Kallestraße betrug 303 Meter. Fertigstellung der Straße war am 13. Oktober 1967 und Einweihung.
Haus Dahl. Der allodiale liegt im Grunde an der Volme, und ist nachdem 1729 im September das alte Haus durch eine Feuersbrunst verdorben, recht schön wieder aufgebaut worden. Die noch übriggebliebenen alten Mauern und runden Türme aber zeigen, dass es in alten Zeiten sehr feste müsse gewesen sein. Doch dieses ist nicht das älteste Schloss Dael, denn solches hat diesem gegenüber auf dem hohen Berge jenseits der Volme, einen Büchsenschuss weit von diesem entfernt gegeben, und habe ich darselbst, nebst den Überbleibseln von alten Mauern, noch ein Häuslein am Bollwerk geheißen, angetroffen .Dieses Haus Dahl gehörte mit den ältesten Rittersitzen in der Grafschaft Mark und hat Vorzeiten seinen eigenen Gerichtszwang gehabt, man weiß aber nicht, wie solcher davon gekommen sei. In einem alten Briefe 1651 den 27. Februar, bei Gelegenheit des Verkaufs von diesem Hause verfertigt, worin alle Gerechtigkeiten und andere zum Hause gehörige Stücke verzeichnet stehen, findet sich unter anderen auch dieses. 1.) Die Kirche zu Dael dependiert von dem adligen Hause darselbst, und hat der Herr des Hauses Dael vermöge Jurys Patronates den Herren Pastoren und andere Kirchendienste zu setzen. 2.) Alle im Dorfe befindlichen Häuser gehören zu dem Hause Dael, und wenn das Jahrmarkt einfällt müssen alle sich einfinden, Krämer, Bäcker, Schmiede, und andere die an Haus Dael Standgeld bezahlen. Zum Hause Dahl gehörten verschiedene Vasallen, etz. Dabei dann noch dieses zu merken ist, dass alle eingesessenen des Kirchdorfes Dael weil sie auf freyadligem Grund wohnten, von allen Wachten zu Wetter und Hagen, frey sind. Daher sie dann auch, als andere Kirchspiels Eingesessene selbige damit beschweren wollten in den Jahren 1703 den 11. Dezember und wieder 1729 den 11. Februar, durch gerichtliche Bescheide davon losgesprochen und bey ihrer alten Freyheit gehandhabt sind, von welchem allen ich die Originala selber gesehen habe. Ansonsten gehört zu diesem Hause eine schöne Kornmühle Eisen und Stahl = Hämmer treffliche Waldung Fischerey, auch gute Weiden, Wiesen und Saatländereyen. Die Besitzer dieses Hauses betreffend, so sind außer Zweifel die von Dael die ersten gewesen. Durch diese ist es durch Heyrat an die von Kalle gekommen. Im Jahre 1651 hat es Sybilla von Kalle, Witwe Torck, mit aller Gerechtigkeit und Zubehör an Caspar von Diffhausen verkauft, davon der Kaufbrief noch vorhanden ist. Diese Tochter Anna Margaretha von Diffhausen aber brachte es endlich 1655 durch Heyrat an Diedrich von Deging, dessen Nachkommen es noch besitzen. Das Haus Rumenol auch Rummendholt oder Ruenol geheißen, hat gelegen eine Stunde von Dael nach Hülscheide hin an der Volme, und ist ein Limburgisches Lehen. Vor Zeiten ist es ein schöner Rittersitz gewesen und ein Lehn von dem Grafen von Limburg, wie noch Gegenwärtig ist alles verwüstet und sind die meisten Güter davon schatzbar gemacht worden. Ein kleiner Bezirk, welcher itzo dem Herrn von Deging zu Dael gehört, ist davon ausgenommen. Irgendwelche Reste des von Steinen erwähnten Rittersitzes sind nicht vorhanden. Das Haus, oder die Burg sollte nach mündlicher Überlieferung da gestanden haben, wo die Sterbecke das Volmetal erreicht, dort ist ein Hammerteich, in der das Wasser sowohl der Volme, wie der Sterbecke fließt, das Haus soll teilweise eine Wasserburg, teilweise ein Landsitz gewesen sein. Der angebliche Platz ist zunächst durch den Bau der Provinzialstraße und dann durch den der Eisenbahn verschüttet worden. Der dem Herrn von Degging verbliebene Bezirk war in späteren Zeiten kenntlich daran, dass er geschlossen beim Kreise Hagen geblieben war, während die Kreisgrenze weiter talaufwärts durch den Wasserlauf der Sterbecke gebildet werde ging sie doch über den Berg bis ungefähr zur Ortschaft Muhle, und dann dort wieder an steilem Hang zur Volme ungefähr da, wo das Rummenohler Wehr steht. Auszug aus dem alten preußischen Hypotheken Buche über das Haus Dahl Rittersitz. (Beim Amtsgericht Hagen befindlich.) 1768 die 22 September präsentierte Herr Bürgermeister Küpfer zu Dortmund das Testament des Herrn Caspar Christoph von Degging. d. d. Bochum den 30.9. 1747 .vermöge welchem derselbe seine Frau Schwester Anna Maria Sophia von Degging verehelichte Frau Schultheißen Esselen, zur Universalerbin eingesetzt, in gleichen die zwischen ihm und Frau Maria Sophia von Degging als seine Ehegenossin unterm 19. 12. 1763 geschlossenen Ehepacten vermöge welche dieselben das Haus Dahl in die jetzt mit ihm führende Ehe eingebracht, und ihm das condominium desselben über gedachtes Gut übertragen. Anna Maria Sophia von Degging heiratete in zweiter Ehe Friedrich Franz Hermann v. König Landrichter und Justizrat in Hagen und nach dessen am 18. 10. 1761 erfolgten Tode in 3 Ehe den reg. Bürgermeister der freien Stadt Dortmund, Detmar Dietrich Küpfer. Die drei Ehen blieben Kinderlos. Auf Haus Dahl war für die Frau Rätin Gerstein eine Filiale Quote aus der Obligation vom 17.11.1752 eingetragen. Die Rätin Gerstein war die Ehefrau Johann Daniel Gerstein und Schwester der Anna Maria (Mar.) Sophia von Degging, beider Eltern waren Hermann Dietrich Carl von Degging, Herr zu Dahl und Rummenohl und Anna Maria Sibilla von Degging. In ihrem Testament vom 9.9 1777. setzte Anna Maria Sophia Küpfer geb. von Degging zu ihrem Universalerben ein die Kinder ihrer vorgenannten seligen Schwester Eva Juliane namens. a.) Johann Carl Christoph von Gerstein Leutnant in hess. Diensten. b.) Friedrich Adolf Dietrich von Gerstein, Leutnant im preuß. Diensten. c.) Johann Casper Ludwig Daniel Gerstein. d.) Amalia Sophia Franziska Charlotte Theodora Gerstein. Die Erben zu a. b. und d. sind unvermählt geblieben. Durch Erbauseinandersetzungsvertrag vom 18.1.1820. zwischen den Miterben zu b. und c. die anderen beiden waren inzwischen gestorben und von den Miterben zu b. und c. beerbt.) erhielt der Major Friedrich Adolf Dietrich von Gerstein das Rittergut Dahl, wogegen er in Dortmund, Bochum und Schwerte liegenden, aus der Egging, schen Grafschaft herrührenden Grundgüter an den Hofrat Ludwig Gerstein übertrug. Zum Rittergut Dahl gehörig wird aufgeführt. Ein Rohstahlhammer und ein Reckhammer zu Rummenohl, eine Kornmühle zu Dahl, Zubehörungen an Mühle, Schleifkotten Hämmern und 28 Kotten, welche letztere teils in Erbpacht, teils in zwölfjährigen Gewinn stehen, ferner Äcker, Gärten, Wiesen, Weiden und Holzungen ,das Rohstahlfeuer an der Priorey, Kapitalien und Erbschaftsgelder in Höhe von 1250 Reichstalern alt Geld, das Patronatsrecht über die Pfarr, Schullehrer und Küsterstelle zu Dahl die Fischereigerechtigkeit in der Volme und sonstige Gerechtsame und Zubehörungen. Am selben Tage 18.1.1820. verkaufte dann der Major Friedrich Adolf Dietrich von Gerstein das Rittergut mit allem Grundbesitz an seinen Neffen, den Kgl. Pr Landrat des Kaisers Wiedenbrück Friedrich Gerstein für den Kaufschilling von 21000 Rtl. alt Geld, aber gemein Bergisch Carant. Der Zweck dieser Eigentumsübertragung war, Friedrich Gerstein im Kreise Hagen ansässig zu machen. Das war die Voraussetzung zur Erlangung der Landratstelle die Friedrich dann erhielt. Friedrich Gerstein hatte die Absicht auf Haus Dahl zu wohnen. Da die alte Wasserburg hierfür nicht geeignet und teilweise verfallen war ließ er sie abreißen und er baute an ihrer Stelle das jetzt noch stehende Wohnhaus. Mit dem Schutt wurden die Wassergräben (Gräfte) zum Teil zugeschüttet, es blieben 3 Teiche übrig, die später ebenfalls zugeschüttet wurden. Der noch im Park vorhandene Teich ist früher für sich vorhandengewesen und erhalten geblieben, da er eine gute Quelle hat. Die Grundmauern und Keller der alten Burg blieben erhalten und bilden noch heute Teile des Hauses. Friedrichs Absicht ganz in Dahl zu wohnen war wegen der Krankheit seiner Frau und schlechten Verbindung mit dem Landratsamt, ein fahrbarer Weg war nicht vorhanden, nicht durchführbar. Für seinen Grundbesitz war seine amtliche Tätigkeit insofern von Bedeutung, als er die Pläne zum Bau der Volmestraße aufstellte, sie wurde allerdings erst mehrere Jahre nach seinem Tode in Angriff genommen. In seinem Testament von 21.9.1829. vermacht Friedrich Gerstein das Rittergut Dahl seinem infolge Unglücksfalls erblindeten Sohn, Karl, es wird ihm zu 16000. Th. angerechnet. Seine Ehefrau Philippine soll lebenslänglich eine Rente von 300. Th. erhalten, von denen Karl ½ die beiden anderen Brüder Wilhelm und Fritz, je ¼ zu zahlen haben. Bei Verkauf sollen die beiden Brüder ein Vorkaufsrecht haben. Verkauf an einen anderen soll überhaupt nicht stattfinden. In einem Nachtrag vom 5. 10.1834. heißt es. Mein Sohn Carl erklärt, beharrlich, dass ihm das Verhältnis, worin er als Gutsbesitzer zu leben gehörig sein werde, nicht zusage. Mein Sohn Wilhelm hat bereits begonnen die juristische Laufbahn voranzuschreiten mit hin hat der Besitz für ihn weniger Interesse. Deshalb soll mein Sohn Friedrich an die Stelle von Carl treten. Meine Ehefrau Philippine hat aus dem Geh - Rat - Hoffmann - schen Nachlasse überhaupt erhalten und in die Ehe mitgebracht 1660 Th. 16 ¼ Sgr. Gütergemeinschaft besteht unter uns nicht. Da der Wert des Gutes statt 16000 Th. nach einer gerichtlichen Taxe 36000 Thaler betrug, schlugen die Brüder Wilhelm und Karl die Erbschaft aus und verlangten ihren Pflichtanteil. Auf Grund einer Pupille - Kollegium gefassten Beschlusses übertrug dann in dem Auseinandersetzungsvertrag vom 17.5.1836. Friedrich Gerstein, damals noch minderjährig und vertreten durch seinen Vormund den Oberlandesgerichtsrefrendar. L.v. Bodelschwingh unter Genehmigung des Bruders Karl Gerstein seinen Bruder Wilhelm das Rittergut Dahl unter Annahme eines Taxwertes von 44459 Th. 15 Sgr. 4 Pfg. unter hier nicht weiter interessierenden Bedingungen. Es wird ausdrücklich vermerkt, dass das Pupillen Kollegium aus mehrfach in den Vormundschaftsakten näher entwickelten Gründen sich bewogen gefunden habe, die angebotenen für die Mündel vorteilhaften Bedingungen, deren Gewährung von einem Fremden nicht zu erwarten seien, anzunehmen. Während der Besitzzeit Wilhelm Gersteins wurden durch das Gesetz vom 2.3.1850 alle Erbpachtgüter Eigentum der Erbpächter, wodurch der Grundbesitz wesentlich verkleinert wurde. Wilhelm Gerstein hat dahin gestrebt, diesen Verlust einigermaßen auszugleichen durch gelegentlichen Zukauf namentlich der Kirchgüter zu Wiggenhagen und Hunsdiek, der Bauernhöfe zu Sürenhagen und Bergerhof, Zweier Bauernhöfe zu Hunsdiek und einer zu Niederkattwinkel. Er hatte sich zur Lebensaufgabe gemacht den Waldbesitz zu hegen und zu pflegen mit dem Erfolge, dass bei seinem Ableben 1883 ein herrlich gepflegter Waldbesitz vorhanden war. Der ganze Besitz einschließlich Äcker und Wiesen umfasste bei seinem Tode etwa 1800 Morgen. (etwa 450 Hektar.) In seiner Besitzzeit fallen der Bau der Volmestraße, kurz nach 1840 und der Bau der Volmebahn Hagen - Lüdenscheid in den Jahren 1871 bis 1875. Die Bahnhöfe zu Dahl und Rummenohl stehen auf ehemaligen Besitz des Rittergutes Dahl. Durch diese Änderung und Verbesserung der Verkehrsverhältnisse wurden alle Grundlagen für die Bewirtschaftung und für die Wertbemessung geändert. Wilhelm Gerstein letztwilliger Verfügung gemäß blieb seine Gattin nach 1883. Eigentümerin von Haus Dahl mit der Einschränkung, dass sie keine Grundstücke verkaufen und keinen Hochwald schlagen dürfte. Nach ihrem Tode sollten die drei Söhne Otto Wilhelm und Max das ganze Gut zu gemeinsamen Eigentum übernehmen, zu einem Preise, dass der Hochwald noch lange Jahre erhalten werden konnte. Der Sohn Wilhelm starb schon 1886, Sohn Otto verzichtete, und Max konnte nach dem Wortlaut des Testaments daraus keinen Anspruch für sich alleine herleiten. Die Geschwister vereinbarten, nach dem 1902. erfolgten Tode der Mutter zunächst, dass Haus Dahl in Form einer G.m.b.H. gemeinschaftlich bleiben sollte. Der Grundbesitz wurde sehr verkleinert durch Verkauf von Rummenohl, Bergerhof, Hunsdiek, und der Grundstücke am Bollwerk, wo ursprünglich die Burg Dahl gestanden haben soll, sowie der wertvollen industriellen Anlage der erweiterten alten Mühle in Dahl mit beiliegendem Grundbesitz, des alten Hammerwerkes zu Priorei und der industriellen Anlage zu Rummenohl und Muhlerohle. Auch die Wiesen beim Bahnhof Dahl wurden in dieser Zeit verkauft Bei späterer Auseinandersetzung viel das Haus Dahl Fritz Gerstein (Lx 107) durch das Los zu, es ist jetzt Eigentum seiner Witwe. Das Gut hat zurzeit eine Größe von etwa 1200 Morgen, meist Wald. L. 4.77. Wilhelm Ludwig Adolf Moritz Gerstein geb. 24.10. get. 12.11 1809 zu Rheda gest.. 17.9.1883. Dahl. Seine Taufpaten waren (sein Oheim) der Major Friedrich Adolf Dietrich von Gerstein und (sein Großvater) der Hofrat Joh. Caspar Daniel Ludwig Gerstein. Abiturient des Gymnasiums in Dortmund (Michaelis) 1827 studierte in Bonn ab 1827 und Göttingen ab 1829. Bezog aus der Hoffmannsstiftung rund 8000. Th. Stipendiengelder Auskultator 1831 Referendar 1834, Assessor in Augsburg 1839 - 41 Justiz Kommissar und Notar in Plettenberg, 1843 in Lüdenscheid 1844 - 1851. dann Rechtsanwalt in Hagen. Am 4.8.1871 zum Justizrat ernannt. Nachgesuchte Dienstentlassung am 14.11.1879. erteilt. Roter Adlerorden 4. Kl. Dienste als . Ein j. Freiw. bei den 11. Husaren in Hamm, wo damals eine Schwadron lag. Bei diesem Regiment auch Landwehroffizier (Oberleutnant) Kreisdeputierter für den Kreis Hagen 1840. In Lüdenscheid Oberst der Schützenwehr in der Revolutionszeit ! Von 1860 bis 1864. Landesabgeordneter für Hagen neben Fritz Harkort (Fortschrittspartei). Im Märk Hausfreund erschienen 10.12.1861. die an ihn gerichteten Verse. Sei du ein zweiter Stein den Verfassungsfeinden des Anstoßes Stein. den Vaterlandsfreunden aber ein fester Grundstein und gegen alles Nationalwidrige ein Eck und Prellstein. Eine am 13.10.1862. an Harkort und ihn gerichteten Vertrauen und Dankesadresse trug die Unterschriften sämtlicher Wahlmänner des Kreises. Er legte, 1864 sein Mandat nieder. Er starb 74. Jahre alt an den Folgen einer Lungenentzündung. Wilhelm Gerstein schuf in der Nähe von Haus Dahl „im Sundern,“ auf der Höhe des Berges den Waldfriedhof der Familie auf dem als erster sein Vaters eine letzte Ruhestätte gewählt hatte. Zur Feier des Hundertjährigen Geburtstages ihres Vaters, versammelten sich am 24.10.1909. die Kinder auf Haus Dahl zur Weihe des Wilhelmsteins. Das seinen Namen erkünde. Und seiner Kinder Gedenken und freudigen Dank. Seine Tochter trug dabei (Berta) den von ihr gedichteten Dankspruch vor, aus dem folgende Verse vorgehoben sein mögen. Selten dem, der ihn pflanzt, spendet hochragend der Wald seinen erquickenden Schatten, sondern erst Kindern und Enkeln. Dankbar gedenken wir sein, der treu ihn gepflegt. Lasset uns pflanzen und pflegen wie er, für kommende Zeit. Hier wo oft er geweilt, blickend hinab auf den Wald. Denn er zuerst erzog aus reglosen Sprossen den Busch. Dem zu kräftigen Wuchs Raum er geschaffen und Zeit. Hier nun stehen im Kreise wir, seine dankbaren Kinder. Und gedenken des Vaters in liebevoller Verehrung. All dies sorgende Wirken in seinen geliebten Besitz. War seine Sonntagserholung von anderer mühsamer Arbeit. Die sein Beruf und das Leben vielfach von ihm gefordert. Die er willig geleistet in unermüdlichem Schaffen. Was er ererbt von dem Vater, vielfach gemehrte und veredelt. Ließ er, sein köstliches Gut seine Kinder zurück. Von dem Wunsche beseelt, dass seine Liebe zum Walde, und zum Heimatbesitz noch lange seinen Geschlechtern, weiter sich möge vererben auf Kinder und Kindeskinder. Übersetzen Einen Kommentar hinzufügen (als heinzboehm)
Bürgerhäuser von Haus Dahl Rieß Haus Amtshaus in Dahl. Und Polizisten die in Dahl ihren Dienst verrichtet haben. Im 18 Jahrhundert haben die Familien Neuhaus das Amtshaus bewohnt. Um 1900 wurde das Rieß Haus an die Gemeinde Dahl verkauft. Zwischen (1890 - 1900) hatten die Geschwister Rieß, zwei alte Jungfern im Amtshaus einen Ausschank betrieben (Kneipe) auch Schnaps gebrannt und verkauft. Eine Geschichte dazu. Junge Burschen aus Dahl füllten eine leere Schnapsflasche mit Wasser versteckten diese in ihrem Jackett. Einer der Burschen nahm eine Flasche gefüllt mit klarem Schnaps von der Theke und steckte sie sich in die Tasche, eine der Geschwister bemerkte dieses und verlangte dann die Flasche mit Schnaps zurück, bekam dann aber die Flasche mit Wasser gereicht. An der Wand hing eine schwarze Tafel, worauf mit Kreide notiert wurde, welcher Gast noch was zu bezahlen hatte. ( heutige Bierdeckel) Polizist Nels hat in der Wiesenburg, am Friedhof und in der Gaststätte Grotenson zeitweise gewohnt. Die Polizeischilder waren an den Wohnhäusern angebracht, in denen der Polizist wohnte. In den 30er Jahren war der Polizist Engelhard. (Polizeidiener in blauer Uniform im Gefängnis Gersteinstraße tätig.) (Polizeiwachgebäude). Zeitweise zusammen mit dem Polizist Krämer, der hatte eine Überfunktion, war in Dahl und Breckerfeld tätig. Heute bewohnt das ehemalige Polizeiwachgebäude Ralf Blümel Garten und Landschaftsbau Gersteinstraße Nr. 5. In den Kellerräumen Gersteinstraße waren zwei Gefängnis Zellen eingerichtet, in der die eingesperrten Personen für eine Nacht blieben und am nächsten Morgen mit dem Zug nach Hagen gebracht wurden um in das dortige Gefängnis eingesperrt zu werden. Polizisten die in Dahl gedient hatten waren meist alle ,12 Ender,. Wenn junge Burschen grölend durch Dahl zogen wurden sie für eine Nacht ins Gefängnis eingesperrt. Gersteinstraße (In Gewahrsam genommen) Landjäger oder Schutzmänner hatten eine grüne Uniform und haben in Dahl 1928 Landkreis Hagen Dienst gemacht. (Polizist Steinsiek.) Das Amtshaus war eine Amtsnebenstelle von Breckerfeld in den 20 - 30ziger Jahren. Standesamt, Arbeitsamt, Wohnungsamt Herr Schönfeld, Lebensmittel- karten Ausgabestelle Herr Linnepe, Frau Reinshagen Tochter von Wilhelm Weiß Kolonialwaren in Dahl. Frau Alma Näscher gab Bezugsscheine aus. (Kriegs und Nachkriegszeit II Weltkrieg.) Gemeindeamt. (in den 40 - 48jahren) Gemeindediener Gustav Johann. Standesbeamte waren Herr August Millhoff, Herr Ewald Schriever, Frau Reinshagen war Sekretärin von Ewald Schriever, Emil Linnepe (Ewald Vollmann Bürgermeister), Herr Ernst Hagebäuker. Frau Neumann. Nach 1945 war die Hilfspolizei im Brauereiausschank im Gesellschaftszimmer untergebracht. Hilfspolizisten waren Gustav Kuhhenne, Gustav Johann, Machelett, Schönfeld, Schüler, Emil Göbel, Erich Kaltenbach, Willi Krummenohl, Hans Burgarth. Im Raum hinter dem Gesellschaftszimmer war die Rote Kreuz Station. Rotekreuzhelferinnen waren Erika Schmidt (verheiratete Raude) und Schwester Ella Schmidt (verheiratete Holzrichter. Ein Polizist Herr Altrock hat am Hengstenbergweg bei Lademacher gewohnt. Polizist Heimann hat in der Gaststätte Grotensohn in der heutigen Apotheke Wissing gewohnt. Polizist Hörster wohnte in der Hoffnungstaler Straße Nr. 31, im Hause Nix. Polizist Richter wohnte in der Ribbert Straße und hatte in der jetzigen Garage des Hauses sein Dienstzimmer. Polizist Szibilla wohnte in der Wiesenburg. In den 50ziger Jahren hat ein Polizist Ludwig Röger in Dahl Dienst geleistet. Eine Polizeidienststelle war auch im alten Gebäude Korthaus, Zwischen den Brücken Nr. 6 wo zuletzt der Konsum seinen Laden hatte, gegenüber der Volksschule heute Grundschule. Danach war die Polizeidienststelle an der Dahler Straße 58 untergebracht. Heute wieder im Amtshaus. Die obere Etage im Amtsgebäude diente zeitweise als Wohnungen in denen die Familie Buschmann, und Otto vom Ort wohnten. Frau Emma (Emmchen) Hochberg hat noch um 1950 dort gewohnt, und die Amtsräume gereinigt. Familie Horst Bierbaum mit Ehefrau Maria (Mickes) haben in den oberen Amtsräumen gewohnt. Frau Bierbaum hat die Amtsräume gereinigt. In den unteren Räumen war das Amt untergebracht. Polizist Schulz hat in Priorei Dienst geleistet. Polizist Weigand ab ca. 1950 in Rummenohl. Polizist Peter Kiwiet am Roland. Diese drei Polizisten waren dem Amt Dahl unterstellt. (Gemeinde Dahl) Diese Polizisten haben noch in Dahl ihren Dienst verrichtet. Herr Günter Kannenberg, Herr Heller, Herr Krämer, Herr Engelhardt, Herr Füllbeck, Herr Hörster, Herr Bieber, Herr Richter, Herr Prevot, Herr Schink, Übersetzen Einen Kommentar hinzufügen (als heinzboehm)
Das Volmewehr. Links neben dem Volmewehr war ein Schütt das mittels einer Haspel geöffnet werden konnte um den Obergraben der zur Kornmühle von Haus Dahl führte mit Wasser zu versorgen, womit die Mahlgänge angetrieben werden konnten. Die Kornmühle, die zu Haus Dahl gehörte, war eine Bannmühle. Innerhalb eines bestimmten Umkreises durfte keine andere Mühle errichtet werden. Die Dahler Bauern mussten in dieser Mühle mahlen lassen. Die Errichtung einer Mühle wurde Konzessioniert und war für den Besitzer, der sie gewöhnlich in Pacht gab, mit guten Einkünften, aber auch mit besonderen Abgaben verbunden. Die Besitzer der Limburger Kammergüter haben ihr Korn nach der Brennermühle bringen müssen, die Bauern von Rüggebein nach Eppscheid. (Mühle zu Eppscheid Konzessioniert am 27.5.1588 von Herzog Wilhelm von Cleve = Mark gegen Erstattung von 100 Rthlr. Zwangsmahlgenossen aus der Gemeinde sind die von Rüggebein (zu dritt) und Caspar Calthusen.) Alles andere ließ Roggen und Hafer in der Dahler Mühle mahlen. Die Mühle hatte ursprünglich drei Mahlgänge von denen jeder durch ein besonderes Rad getrieben wurde. In den Jahren nach 1880 wurde sie abgebrochen und neu errichtet. Aber auch die neue Mühle hat nicht lange gestanden. Sie musste nach wenigen Jahrzehnten den Fabrikanlagen Gogarten und Schmidt Raum schaffen. Eine lange Zeit hat sie dem „ Mühlendorf“ das um die Mitte des vorigen Jahrhunderts entstand, der heutigen Lehmkuhle, den Namen gegeben.
Die Spar und Darlehnskasse im Park von Haus Dahl. Im Saale „Hotel zur Post“ war die Gründungsversammlung. Vielen Dahler Bürger ist dieser Anblick noch vertraut. 7. März 1930 Durch Unterzeichnung des Statuts bildet sich an diesem Tage der „Dahler Spar- und Darlehensverein, eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht“. Die 79 Unterzeichner präsentieren das Volmetal und die dieses Tal umgebenen Höhen. Die Wohnortsbezeichnungen wie: Dahl, Priorei, Rummenohl und Dahlerbrück finden Ergänzung durch die Namen der das Tal umgebenen Bauernschaften aus dem Höhenbereich wie Rumscheid, Brechtefeld, Hunsdiek, Kattwinkel, Deipenbrink, Bölling, Niggenbölling, Eichenpleck, Röteldiek, Düinghausen, Kalthausen, Hückinghausen, Wirminghausen, Hobräck, Helbecke, Rüggebein, Wildspring, Hegenberg, Ambrock usw. 28. April 1930 Der Vorstand beschließt im Hause des Metzgermeisters Wilhelm Neuhaus in der 2. Etage ein Zimmer zum jährlichen Mietpreis vor 250,- RM als Kassenlokal anzumieten. Dem ersten Rendanten, Ludwig Neuhaus, werden Bankvollmachten erteilt. Die ersten Kredite werden bewilligt. 28. Mai 1930 Mit dem Rendanten wird ein Dienstvertrag abgeschlossen. Die von ihm gestellte Bürgschaft des Herrn Otto Neuhaus, Scherl bei Meinerzhagen, wird als ausreichend angesehen. Aus dem Vertrag: „Herr Ludwig Neuhaus übernimmt das Amt eines Rendanten des Dahler Spar- und Darlehnskassenvereins und verspricht, dieses Amt nach Geschäftsordnung und der vom Aufsichtsrat entlassenen Dienstanweisung zu führen. Er verpflichtet sich insbesondere zu einer pünktlichen und gewissenhaften Führung der Bücher und der Kasse und zu einer sicheren Aufbewahrung der Kassenstände, Wertpapiere, Dokumente und Schriftstücke des Vereins. Darüber hinaus erklärt er sich ausdrücklich bereit, allen und jeden Schaden, der dem Verein aus einer mangelhaften oder vorschriftwürdigen Geschäftsführung seinerseits entstehen sollte, bar zu ersetzen.“ Der Zinsfluss für Einlagen wird auf allgemein 5 ½ % festgesetzt. Der Darlehenszins soll mit 9% angesetzt werden. Für die Konten in laufender Rechnung beträgt der Zinssatz für Guthaben 4% und für Vorschüsse 8%. Für die Beschaffung der Möbel und des Geldschrankes wird ein Betrag von zusammen 500,- RM bewilligt. Die sogleich abgehaltene erste Generalversammlung wählt folgende Mitglieder in die Organe: Vorstand: Wilhelm Rumscheid, Vorsitzender Emil Winterhoff, stellvertretender Vorsitzender Otto Oberegge Karl Howahr Hermann Sürenhagen Aufsichtsrat: Kaspar – Walther Reich, Vorsitzender Fritz Höfinghoff, stellvertretender Vorsitzender Ewald Benninghaus August Haake Wilhelm Korthaus Karl Haas Zum ersten Rendanten wählt die Versammlung Ludwig Neuhaus. Es wird ferner festgelegt, dass der Gesamtbetrag der Anleihen und Spareinlagen bei der Genossenschaft den Betrag von 500.000,- RM nicht überschreiten soll, und das der Kredit an ein einzelnes Mitglied höchstens 20.000,- RM betragen darf. Die Genossenschaft wird in das Genossenschaftslager unter Nummer 102 eingetragen und damit rechtlich legitimiert. So bestätigt durch das „Preußische Amtsgericht Hagen (Westfalen)“. 1. August 1930 Für die Reinigung der Geschäftsräume werden monatlich RM 3,- bewilligt. 5. September 1930 Für den Rendanten Ludwig Neuhaus wird eine monatliche Vergütung von 100,- festgesetzt. Aus dieser Vergütung hat Herr Neuhaus die etwa einzustellenden Hilfskräfte zu bezahlen sowie die Beträge zur Krankenkasse und Angestelltenversicherung. 5. November 1930 Der Rendant wird beauftragt, für das Kassenlokal einen Ofen zu beschaffen, der bis zu RM 140,- kosten darf. 29. Januar 1931 Die Kassenprüfung durch den Vorstand ergibt im Tagebuch Einnahmen von RM 23.141.62, Ausgaben RM 21.449.82, mithin Kassenbestand RM 1.691.80. Die Beträge werden vorgezählt und als richtig bestätigt. Es werden ab sofort Bürostunden festgesetzt, vormittags von 9 – 12 Uhr und nachmittags von 15.00 – 17.00 Uhr. Es werden ab sofort die Reinigungskosten von Monatlich RM 3,- auf monatlich RM 5,- erhöht. Für die Beschäftigung einer Hilfskraft für Bilanzvorarbeiten werden dem Rendanten RM 35,- zuerkannt. 20. Februar 1931 Die Frau Fritz Gerstein, Haus Dahl, wird gegen Hinterlegung eines Hypothekenbriefes über RM 20.000,- ein Dahrlehen von RM 1.000,- bewilligt. Haus Neuhaus, Zwischen den Brücken. In der 2. Etage wird ein Zimmer angemietet, in dem die Kassengeschäfte bis April 1934 erledigt werden. Danach werden die beiden Räume im Erdgeschoss, rechts vom Eingang angemietet. Später kommt ein weiterer hinterer Raum hinzu. Im Jahre 1954 reicht das Gebäude nun absolut nicht mehr aus, die Kasse hat Haus Dahl erworben und zieht dort ein. 6. Mai 1931 Die zweite ordentliche Generalversammlung wird abgehalten, von den jetzt eingetragenen 104 Mitgliedern sind 35 anwesend. Die Einnahmen und Ausgaben im ersten Rumpfgeschäftsjahr stellten sich auf. RM 137.816.87 Einnahmen und RM 135.530.44 Ausgaben Die Bilanz schließt mit einem Verlust von 1.230.20. Die Bilanz wird einstimmig genehmigt, der Verlust auf neue Rechnung vorgetragen. 17. Dezember 1931 Dem Rendanten Ludwig Neuhaus wird ab 1. Januar 1932 das Gehalt von monatlich RM 100,- auf monatlich RM 200,- erhöht. Es passiert jetzt schon öfter, dass Mitglieder mit der Zahlung des Tilgungsdienstes in Rückstand geraten. Die Beratungen hierüber sind sehr eingehend und zeitraubend. Der Bericht über die gesetzliche Prüfung weist auf sieben Konten Kreditüberschreitungen von RM 10.660,- aus, davon sind RM 210,- ungedeckt. 12. Mai 1933 Der gesamte Vorstand und Aufsichtsrat stellten ihre Ämter zur Verfügung und protestierten damit gegen die “Gleichschaltung“. Vorgeschlagen für die Neuwahl werden die bisherigen Amtsträger. Für Karl Haas wird Willi Halverscheidt in den Aufsichtrat gewählt. 17. April 1934 Der Geschäftsumfang nimmt stark zu. Die Kreditwünsche in dieser Zeit führen der Genossenschaft immer weitere Mitglieder zu. Viele Kredite bewegen sich in einer Größe um die RM 25,- bis RM 50,-. z. B. „Dem Mitglied x wird gegen monatliche Rentenanbetreuung von RM 25,- ein Darlehen von RM 50,- bewilligt. Die Geschäftsräume werden nunmehr in das Erdgeschoss verlegt und dort zwei Räume zum monatlichen Mietpreis von RM 45,- angemietet. 8. Mai 1935 Die Presse berichtet über die Generalversammlung dieses Tages wie folgt: „Der Umsatz hat sich in 1934 gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt und beträgt jetzt 3,55 Mio. RM die Einlagen haben sich um 62.000,- RM vermehrt und betragen rund 300.000.- RM.“ Die Bedeutung der Dahler Kasse für die Heimatgemeinde Dahl wird hervorgehoben und unterstrichen, dass die Bargelder am Ort bleiben und hier wieder Verwendung finden können. 2. Juni 1937 Der Höchstbetrag, bis zu dem die Kasse Einlagen und Anleihen aufnehmen kann, wird auf 1.000.000,- RM festgesetzt. 18. Februar 1938 Es wird ein drittes Zimmer hinter den bisherigen Kassenräumen zugemietet. 1. April 1938 Rendant Neuhaus bittet darum, aus Altersgründen die Kasse und die Kreditüberwachung Herrn Kückelhaus zu übertragen, der diese Arbeiten zusätzlich zu den Buchungsarbeiten übernimmt. 14. Dezember 1938 Eine erste Forderung wird zweifelhaft. Man beschließt, im Zwangsversteigerungsverfahren in Dortmund die Forderung auszubieten. Ein Verlust kann dadurch vermieden werden. 25. Oktober 1939 Ein Mitglied hat eine Forderung an die Heeresstandortverwaltung in Lippstadt. Gegen Zession wird Kredit in laufender Rechnung in Höhe von RM 2.000,- gewährt. Bevorschussung erfolgt bis zur Höhe von 70%. Zwecks Geldanlage wird erstmals die Anschaffung von Reichsschuldtiteln beschlossen. 22. Mai 1940 In der Generalversammlung des heutigen Tages würdigt Vereinsvorsitzende, Emil Winterhoff, die Verdienste des ersten Rendanten Ludwig Neuhaus um das Entstehen und die Entwicklung der Kasse. Nach 10- jähriger Tätigkeit tritt Herr Neuhaus von diesem Amt zurück und wird einstimmig in den Vorstand der Kasse gewählt. Zum neuen Rendanten wird der bisherige Geschäftsführer Wilhelm Kückelhaus, Roland, einstimmig gewählt. Die Mitgliederzahl ist inzwischen auf 318 angewachsen. In dieser Versammlung sind 33 Mitglieder anwesend. 14. Mai 1941 Der Geschäftsanteil wird zur Stärkung des Eigenkapitals von RM 100,- auf RM 200,- erhöht und soll voll eingezahlt werden. Die Verzinsung der Geschäftsguthaben wird auf 4,6% festgesetzt. Übersetzen Einen Kommentar hinzufügen (als heinzboehm)