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Eine teilvereiste Sieg mit Treibeis ist bei den im Rheinland in der Regel milden Wintern relativ selten. Das Bild zeigt den Fluss mit hier noch relativ langsamer Strömung. Nur weniger Meter abwärts ändert sich das Bild. Vergleiche dazu das nächste Bild und lies dazu den dortigen Kommentar.
Im Rheinland herrschen im Durchschnitt relativ milde Winter. Starke oder gar strenge Fröste sind selten. In 2012 gab es im Februar eine längere Frostperiode, ohne dass Schnee fiel. Dadurch konnte der Boden relativ tief gefrieren. Das Wasser der Sieg fror aber nur dort zu, wo das Wasser ruhig war. An Stellen mit schnell fließendem Wasser blieb dieses offen.
Die hier gezeigte Stelle ist bezüglich der Flussdynamik besonders interessant. Der Fluss macht hier eine relativ enge Kurve. Dadurch wurde die Bildung von Kiesinseln begünstigt, was zu unterschiedlich großen Fließgeschwindigkeiten führte. Es bildete sich ein breites Bett mit mehreren Nebenrinnen. Die Kiesinseln wurden durch Gehölze (verschiedene Arten von Weiden) besiedelt, die die Fließgeschwindigkeit dort herabsetzten, sodass weiterer Kies anlandete. Der Fluss wurde in Fließrichtung nach links gedrängt und hat dort vor dem Knick ein steiles Ufer herauserodiert. Dieses ist teilweise sogar unterspült und deshalb gefährlich für alle, die diese ausgespülten Stellen nicht sehen. Was man hier als vielfältig ausgebildete Struktur des Flusses sehen kann, freut insbesondere die Naturschützer, denn hier ist ein Flussbett, das dem eines unausgebauten wilden Flusses nahe kommt. Freuen dürfen sich aber auch die Angler, denn an solchen vielgestaltigen Stellen mit viel Kies, tieferen Rinnen und flachen Stellen mit unterschiedlichen Fließgeschwindigkeiten können sich z.B. die in der Sieg wieder ausgesetzten Lachse vermehren und die Junglachse sich gut entwickeln. Das Wasser wird durch die flachen Bereiche und die Verwirbelungen an den Schnellen sauerstoffreich. Die Sieg ist zugleich Naturschutzgebiet und ein europäisches Schutzgebiet, ein sogenanntes "Flora-Fauna-Habitat (FFH)". Das Betreten des geschützten Gebietes ist außerhalb bestehender ausgewiesener Wege nicht gestattet. Leider hält sich nicht jeder an diese Regeln und manch Einer bringt sogar noch seine Hunde mit. Das kann zu einem erheblichen Bußgeld führen. Landschaftswächter sind beauftragt, die Einhaltung der Vorschriften zu überwachen. Sie arbeiten eng mit der Polizei zusammen.
Um die Flussdynamik zu fördern hat die für die Fließgewässer zuständige Behörde dem Fluss einige gezielte Hilfen gegeben. So wurden Teile der früheren Uferbefestigung weggenommen und z.T. im Fluss wieder als Hinderniss eingebracht. Bäume wurden mit Drahtseilen gesichert. Bei dem Baum im Fluss erkennt man bei genauerem Hinsehen, dass er an einem großen Steinblock befestigt ist. Die Hochwasserkraft hat den Baum teils abgebrochen. Steinblock und Baum bilden ein Hinderniss, wodurch die Flussdynamik erhöht wird. Es bilden sich an solchen Stellen dann kleine Inseln. Ursprünglich stand der Baum am Ufer.
Es gibt keine weitere Stelle im Rhein-Sieg-Kreis an und in der Sieg, die sich mit nur kleinen Hilfen so schnell so naturnah entwickelt hat. Da man in Google Earth auch ältere Luftbilder sehen kann, kann man die Veränderung der Flussgestalt durch die Zeiten verfolgen. Vor rd. 30 Jahren war die Sieg hier noch ziemlich fest gefasst und hatte noch ein ungeteiltes Flussbett. Die jetzt so schön verwilderte Sieg ist deshalb ein großer Gewinn in Richtung eines naturnahen Flusses mit besten Bedingungen insbesondere für die Tierwelt, und die besteht nicht nur aus Fischen. Wenn der Bereich so in Ruhe gelassen wird, wie die Gebote und Verbote des Naturschutzes es fordern, dann finden sich hier insbesondere Fischjäger ein wie Graureiher, Gänsesäger(nur Winter), Kormoran, Eisvogel, aber auch Wasseramsel kann vorkommen. Die Kiesflächen sind interessant für den Fluss-Regenpfeifer, und auch der Fluss-Uferläufer profitiert vom Struktureichtum des Flusses mit seinen vielgestaltigen Flachwasserstellen. Eine Sensation wäre es, wenn wieder Fischotter in der Sieg vorkommen. Je vielgestaltiger der Fluss ist, desto artenreicher sind die Fische. Die Sieg gehört schon heute zu den Gewässern mit vielen Arten und es werden sicher noch mehr Arten werden, wenn die eingeleitete Entwicklung weitergehen wird. Ein großes Projekt wurde im Bereich der Unteren Sieg begonnen. Noch wird vor allem geplant, aber es wird hoffentlich bald losgehen mit der praktischen Umsetzung.
Das Bild wurde in das kürzlich erschienene Buch von Marianne Over aufgenommen
"Sagen und Geschichten von der Wahner Heide
bis zur unteren Sieg"
2011, ratio-books;
ISBN 978-3-939829-27-0 (www.ratio-books.de).
Dem Bild wurde das nachfolgend zitierte Gedicht gegenüber gestellt:
"Auf der Heide von Altenrath
(von Carl Rademacher)
Im roten Meer der Heide,
Vom Himmel überblaut
Der Tannen Grün zur Seite,
Mein Herz die Heimat schaut.
Hell schimmert`s durch Zweige -
Die Häuslein sind`s, versteckt, -
Draus eine spitz`ge Nadel,
Der Kirchturm hoch sich reckt.
Hier ruh`ich, und ich raste,
Die Seele heimatheil,
Von Wald und Dorf und Heide
Ward sie mir ja ein Teil.
Hier bebte meine Seele
Am Herzen der Natur,
Hier fühlte sie des Ew`gen
Geheimnisvolle Spur.
Hier ging ich mit dir, Liebste,
glückselig Hand in Hand.
Brach dir die rote Blüte,
Der Liebe Unterpfand."
Mystik am Königssee (Obersee) Fliegende Steine, ein Gral der die Welten trennt. Was ist hier und was ist dort? Wo ist der reale Ort. Die Welt geschieden in links und rechts? Oder oben und unten? Wer hat die Lösung gefunten? Alles scheint verkehrt, drum ist Bayern eine Reise wert.
Die metallische Statue ist zwar hohl, aber nicht bedeutungslos. Sie hat sich mittlerweile zu einem Gedenkmal entwickelt. Ihr Sockel ist bereits mit kleinen Dank-,Gedenk-, Schmück- und Fürbitteartikeln geziert. Sie wird zur besseren Wahrnehmung nachts beleuchtet und trägt so Licht in Nacht; und für manche Menschen Trost und Hoffnung ins Herz. Für Sankt Augustin ist die Statue eine Bereicherung, für das dahinter liegende Kloster Attraktion und Werbung für den Glauben.
Ein Doldiger Milchstern blüht in einem Streifen, der im Winter 2010 von Gehölz befreit und gemulcht wurde. Die zerschlagenen Gehölzstückchen zeugen von dieser Arbeit. Als gearbeitet wurde, hatte die Zwiebel des Milchstern noch nicht ausgetrieben, sondern lag geschützt im Boden. Jetzt hat die Pflanze vollen Lichtgenuss und kann viele Nährstoffe bilden, um im nächsten Jahr noch reicher zu blühen.
Bereits Ende April blühen verschiedene Pflanzenarten auf den im Vorjahr vom Gehölz befreiten Flächen. Das Bild zeigt in der Mitte den Doldigen Milchstern, ein kleines heimisches Liliengewächs. Um ihn herum blüht die Zypressen Wolfsmilch. Ihr weißer Milchsaft ist giftig. Ein sehr seltener Schmetterling, der fast 10cm große Wolfsmilch Schwärmer, legt aber gerade daran sein Eier und seine Raupen nutzen die Pflanze als Nahrung.
wolfdieter's conversations
Wonderful Picture!!!!
Favorite and Like!!!!
Corey
Sehr interressant ! Sie haben bestimmt schon reichlich Erfahrung !
Eine teilvereiste Sieg mit Treibeis ist bei den im Rheinland in der Regel milden Wintern relativ selten. Das Bild zeigt den Fluss mit hier noch relativ langsamer Strömung. Nur weniger Meter abwärts ändert sich das Bild. Vergleiche dazu das nächste Bild und lies dazu den dortigen Kommentar.
Im Rheinland herrschen im Durchschnitt relativ milde Winter. Starke oder gar strenge Fröste sind selten. In 2012 gab es im Februar eine längere Frostperiode, ohne dass Schnee fiel. Dadurch konnte der Boden relativ tief gefrieren. Das Wasser der Sieg fror aber nur dort zu, wo das Wasser ruhig war. An Stellen mit schnell fließendem Wasser blieb dieses offen. Die hier gezeigte Stelle ist bezüglich der Flussdynamik besonders interessant. Der Fluss macht hier eine relativ enge Kurve. Dadurch wurde die Bildung von Kiesinseln begünstigt, was zu unterschiedlich großen Fließgeschwindigkeiten führte. Es bildete sich ein breites Bett mit mehreren Nebenrinnen. Die Kiesinseln wurden durch Gehölze (verschiedene Arten von Weiden) besiedelt, die die Fließgeschwindigkeit dort herabsetzten, sodass weiterer Kies anlandete. Der Fluss wurde in Fließrichtung nach links gedrängt und hat dort vor dem Knick ein steiles Ufer herauserodiert. Dieses ist teilweise sogar unterspült und deshalb gefährlich für alle, die diese ausgespülten Stellen nicht sehen. Was man hier als vielfältig ausgebildete Struktur des Flusses sehen kann, freut insbesondere die Naturschützer, denn hier ist ein Flussbett, das dem eines unausgebauten wilden Flusses nahe kommt. Freuen dürfen sich aber auch die Angler, denn an solchen vielgestaltigen Stellen mit viel Kies, tieferen Rinnen und flachen Stellen mit unterschiedlichen Fließgeschwindigkeiten können sich z.B. die in der Sieg wieder ausgesetzten Lachse vermehren und die Junglachse sich gut entwickeln. Das Wasser wird durch die flachen Bereiche und die Verwirbelungen an den Schnellen sauerstoffreich. Die Sieg ist zugleich Naturschutzgebiet und ein europäisches Schutzgebiet, ein sogenanntes "Flora-Fauna-Habitat (FFH)". Das Betreten des geschützten Gebietes ist außerhalb bestehender ausgewiesener Wege nicht gestattet. Leider hält sich nicht jeder an diese Regeln und manch Einer bringt sogar noch seine Hunde mit. Das kann zu einem erheblichen Bußgeld führen. Landschaftswächter sind beauftragt, die Einhaltung der Vorschriften zu überwachen. Sie arbeiten eng mit der Polizei zusammen.
Um die Flussdynamik zu fördern hat die für die Fließgewässer zuständige Behörde dem Fluss einige gezielte Hilfen gegeben. So wurden Teile der früheren Uferbefestigung weggenommen und z.T. im Fluss wieder als Hinderniss eingebracht. Bäume wurden mit Drahtseilen gesichert. Bei dem Baum im Fluss erkennt man bei genauerem Hinsehen, dass er an einem großen Steinblock befestigt ist. Die Hochwasserkraft hat den Baum teils abgebrochen. Steinblock und Baum bilden ein Hinderniss, wodurch die Flussdynamik erhöht wird. Es bilden sich an solchen Stellen dann kleine Inseln. Ursprünglich stand der Baum am Ufer. Es gibt keine weitere Stelle im Rhein-Sieg-Kreis an und in der Sieg, die sich mit nur kleinen Hilfen so schnell so naturnah entwickelt hat. Da man in Google Earth auch ältere Luftbilder sehen kann, kann man die Veränderung der Flussgestalt durch die Zeiten verfolgen. Vor rd. 30 Jahren war die Sieg hier noch ziemlich fest gefasst und hatte noch ein ungeteiltes Flussbett. Die jetzt so schön verwilderte Sieg ist deshalb ein großer Gewinn in Richtung eines naturnahen Flusses mit besten Bedingungen insbesondere für die Tierwelt, und die besteht nicht nur aus Fischen. Wenn der Bereich so in Ruhe gelassen wird, wie die Gebote und Verbote des Naturschutzes es fordern, dann finden sich hier insbesondere Fischjäger ein wie Graureiher, Gänsesäger(nur Winter), Kormoran, Eisvogel, aber auch Wasseramsel kann vorkommen. Die Kiesflächen sind interessant für den Fluss-Regenpfeifer, und auch der Fluss-Uferläufer profitiert vom Struktureichtum des Flusses mit seinen vielgestaltigen Flachwasserstellen. Eine Sensation wäre es, wenn wieder Fischotter in der Sieg vorkommen. Je vielgestaltiger der Fluss ist, desto artenreicher sind die Fische. Die Sieg gehört schon heute zu den Gewässern mit vielen Arten und es werden sicher noch mehr Arten werden, wenn die eingeleitete Entwicklung weitergehen wird. Ein großes Projekt wurde im Bereich der Unteren Sieg begonnen. Noch wird vor allem geplant, aber es wird hoffentlich bald losgehen mit der praktischen Umsetzung.
Das Bild wurde in das kürzlich erschienene Buch von Marianne Over aufgenommen "Sagen und Geschichten von der Wahner Heide bis zur unteren Sieg" 2011, ratio-books; ISBN 978-3-939829-27-0 (www.ratio-books.de).
Dem Bild wurde das nachfolgend zitierte Gedicht gegenüber gestellt:
"Auf der Heide von Altenrath (von Carl Rademacher)
Im roten Meer der Heide, Vom Himmel überblaut Der Tannen Grün zur Seite, Mein Herz die Heimat schaut.
Hell schimmert`s durch Zweige - Die Häuslein sind`s, versteckt, - Draus eine spitz`ge Nadel, Der Kirchturm hoch sich reckt.
Hier ruh`ich, und ich raste, Die Seele heimatheil, Von Wald und Dorf und Heide Ward sie mir ja ein Teil.
Hier bebte meine Seele Am Herzen der Natur, Hier fühlte sie des Ew`gen Geheimnisvolle Spur.
Hier ging ich mit dir, Liebste, glückselig Hand in Hand. Brach dir die rote Blüte, Der Liebe Unterpfand."
Mystik am Königssee (Obersee) Fliegende Steine, ein Gral der die Welten trennt. Was ist hier und was ist dort? Wo ist der reale Ort. Die Welt geschieden in links und rechts? Oder oben und unten? Wer hat die Lösung gefunten? Alles scheint verkehrt, drum ist Bayern eine Reise wert.
Gemeimnisvolles Bayern - überirdisches Geschehen - Mystery
Steine schweben - wo ist der Gigant, der sie unsichtbar hält?
Lebt Ludwig noch? Steuert FJ von jenseits?
Die metallische Statue ist zwar hohl, aber nicht bedeutungslos. Sie hat sich mittlerweile zu einem Gedenkmal entwickelt. Ihr Sockel ist bereits mit kleinen Dank-,Gedenk-, Schmück- und Fürbitteartikeln geziert. Sie wird zur besseren Wahrnehmung nachts beleuchtet und trägt so Licht in Nacht; und für manche Menschen Trost und Hoffnung ins Herz. Für Sankt Augustin ist die Statue eine Bereicherung, für das dahinter liegende Kloster Attraktion und Werbung für den Glauben.
Ein Doldiger Milchstern blüht in einem Streifen, der im Winter 2010 von Gehölz befreit und gemulcht wurde. Die zerschlagenen Gehölzstückchen zeugen von dieser Arbeit. Als gearbeitet wurde, hatte die Zwiebel des Milchstern noch nicht ausgetrieben, sondern lag geschützt im Boden. Jetzt hat die Pflanze vollen Lichtgenuss und kann viele Nährstoffe bilden, um im nächsten Jahr noch reicher zu blühen.
Bereits Ende April blühen verschiedene Pflanzenarten auf den im Vorjahr vom Gehölz befreiten Flächen. Das Bild zeigt in der Mitte den Doldigen Milchstern, ein kleines heimisches Liliengewächs. Um ihn herum blüht die Zypressen Wolfsmilch. Ihr weißer Milchsaft ist giftig. Ein sehr seltener Schmetterling, der fast 10cm große Wolfsmilch Schwärmer, legt aber gerade daran sein Eier und seine Raupen nutzen die Pflanze als Nahrung.